CZ-Sportlerehrung: Vorbilder des Sports ausgezeichnet

Die Crème de la Crème des Sports fieberte gestern Abend wieder der traditionellen CZ-Auszeichnung der Heimatsportler entgegen, die sich inzwischen zum 63. Mal jährte.

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CELLE. Welt- und Europameister, Olympiasieger, Deutsche Meister oder auch Bundesliga-Teams aus verschiedenen Sportarten standen in den vergangenen Jahren bereits zur Wahl. Doch wie CZ-Chefredakteur Ralf Leineweber treffend bemerkte, geht es bei der CZ-Sportlerehrung nicht ausschließlich um die größten sportlichen Erfolge. „Vielmehr war und ist die Leserumfrage auch eine Persönlichkeitswahl, die immer mal wieder Überraschungen hervorbrachte und bringt. Genau das aber macht auch den besonderen Reiz dieser Ehrung aus, die inzwischen vielfach kopiert wurde. Die Entscheidung über die Platzierung der Sportler lag auch diesmal wieder allein in der Hand unserer Leser“, sagte Leineweber.

In seiner Eröffnungsrede würdigte der Chefredakteur die Taten der Sportler. „Sie alle stehen stellvertretend für knapp 64.000 Aktive und Funktionäre in 239 Vereinen. Ganz gleich auf welchem Platz in der Lesergunst Sie am Ende gelandet sind: Ihnen allen gebührt Lob und Anerkennung.“

Nachdem die Plätze zehn bis vier bei den Frauen und Männern vergeben waren, stieg die Spannung in Thaers Wirtshaus. CZ-Redakteur Christopher Menge bat zunächst die drei Frauen nach vorne, die noch um den Titel kämpften. Martina Smutek vom Skateteam Celle konnte ihr Glück kaum fassen und war von ihrer Auszeichnung als Heimatsportlerin des Jahres 2016 sehr überrascht. „Ich war schon super stolz, als ich nominiert wurde. Mit einem Sieg habe ich nicht gerechnet“, sagte die Speedskaterin, die neben ihrem Training auch noch ein Haus baute und an freien Tagen zu den Sport-Wettkämpfen fuhr.

Ihre Liebe zum Sport gibt Smutek gerne weiter. Sie leitet die Altstädter Schule und unterrichtet die Kinder zudem im Sport. „Die Schüler freuen sich immer, wenn sie mich in der Zeitung sehen. Das ist ein tolles Gefühl, wenn sie sich mit mir freuen. Sport macht Spaß, und ich versuche, ein Vorbild zu sein“, sagte Smutek. Die Speedskaterin wurde in ihrer Altersklasse Deutsche Meisterin im Speedskaten über die Marathon- und die Langstrecke. „Ich habe eine tolle Trainingsgruppe. Wir motivieren uns immer wieder gegenseitig.“

Lars Lehnhoff hat es erneut geschafft, Heimatsportler des Jahres zu werden. Zum inzwischen sechsten Mal insgesamt und zum fünften Mal in Folge ergatterte der Handballspieler des Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf den begehrten ersten Platz und stellt damit einen neuen Rekord auf. „Ich freue mich sehr. Sportler wollen immer gewinnen. Darum ist es natürlich immer wieder schön, ausgezeichnet zu werden“, sagte Lehnhoff. Seit 2004 gehört der 30 Jahre alte Adelheidsdorfer ununterbrochen zum Kader der „Recken“. Der Handballer denkt aber noch lange nicht ans Aufhören. Auch verschiedene Verletzungen können seinen Ehrgeiz nicht bremsen. Heute wird wieder trainiert, spätestens dann werden auch seine Handball-Kollegen von Lehnhoffs Sieg bei der CZ-Sportlerehrung erfahren. „Wenn meine Mitspieler davon erfahren, werde ich wohl erstmal einen ausgeben müssen.“

Die Handball-A-Jugend-Mädels des HBV 91 Celle/SV Altencelle gewannen den Titel „Mannschaft des Jahres“ souverän und mit großem Vorsprung. „Es war eine schöne Überraschung. Mannschaften wie Eintracht Celle waren ja auch mit im Rennen, darum rechnet man sich keine großen Siegchancen aus. Wir sind nun echt stolz. Es ist jetzt unser letztes gemeinsames Jahr und das ist nun ein schöner Abschluss“, sagte Mannschaftsführerin Britta Lehnhoff.

Ein Thema, das die Sportlerehrung begleitete, war der Neubau der abgebrannten Sporthalle des Schulzentrums Burgstraße, der nun doch nicht so groß ausfallen soll wie ursprünglich geplant. Leineweber sagte, dass die Entscheidung, die Sporthalle mehr oder weniger wieder so aufzubauen, wie sie abgebrannt ist, ihn an die seinerzeit ebenfalls abgebrannten Hallen der DLRG und des Yacht-Clubs im Celler Hafen erinnere. Diese seien zwar durch ein modernes Gebäude ersetzt worden, doch sei dies aber bei näherem Hinsehen schon bei seiner Einweihung zu klein gewesen.

Nigge erklärte, dass „die 3,8 Millionen Euro lieber in andere Dinge investiert werden sollen, da eine Vierfeldhalle sowieso nicht möglich“ sei. „Wir wollen jetzt aber den Sportentwicklungsplan angehen. Das ist mein Ziel und das müssen wir mit den Vereinen gemeinsam machen.“ Den geehrten Sportlern rief er zu: „Sie als Sportler tragen dazu bei, die Stadt und den Landkreis nach außen zu repräsentieren, und zeigen uns zudem, was möglich ist. Sie sind Vorbilder“, sagte Nigge.

Jessica Poszwa Autor: Jessica Poszwa, am 18.03.2017 um 11:38 Uhr
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