Drama mit Happy End für MTV Müden

So sieht Entschlossenheit aus: Müdens Steffen Müller (am Ball) hat das gegnerische Tor fest im Visier und degradiert Fallerslebens Jan-Martin Knaack (links) und Marco Schöttke zu Statisten. Foto: Alex Sorokin

In der Handball-Verbandsliga der Männer rang der MTV Müden den Vierten VfB Fallersleben nieder. Am Ende gewann MTV mit 33:32 (18:20) bleibt zunächst Elfter mit 14:24 Punkten. Der SV Altencelle siegte erneut mit 26:19 (9:11) beim SV Alfeld und ist mit 23:17 Punkten weiter Siebter.

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CELLE. MTV Müden –

VfB Fallersleben

33:32 (18:20)

Beide Teams legten los wie die Feuerwehr – 4:4 nach drei Minuten, Tempohandball par excellence. Dann schienen die Gäste Oberwasser zu gewinnen, Müden bekam Schwierigkeiten in der Abwehr und fiel 7:11 (13.) zurück. Der MTV reagierte, stellte die Deckung um und agierte dort zum Leidwesen des VfB mit Christopher Witte und Steffen Müller. Leichte Ballgewinne der Hausherren wandelten die pfeilschnellen Außen Marc Katenz und Nico Parpart in einfache Tore um.

Im zweiten Abschnitt ging der „Feuerwehr“-Wettkampf weiter, es blieb knapp. Katenz versenkte die Bälle mit traumwandlerischer Sicherheit im VfB-Tor. Dann brannte es lichterloh in der Hermannsburger Örtzetalsporthalle: Beim Stand von 32:31 (58.) scheiterte Nico Parpart im Gegenstoß, Fallerslebens Schöttke glich aus. Doch der A-Jugendliche Parpart lieferte sein Meisterstück ab und traf aus zwölf Metern, hinten parierte Kai Nissen den letzten Wurf – und der Sieg in diesem Drama war unter Dach und Fach. „Ich bin total zufrieden. Unser Angriff war die gesamte Spielzeit stark. Es war eine geschlossene, gute Mannschaftsleistung“, resümierte Müdens Trainer Markus Haydl.

MTV Müden: Nissen, Zywicki, Jablonski – Katenz (11), von Bothmer, Parpart (je 5) S. Müller, Witte (je 4), Ehlert (3), C. Hüsken (1), Kohlmeyer, Eilmes, Worthmann, D. Hüsken.

SV Alfeld –

SV Altencelle

19:26 (11:9)

Zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer in Alfeld: Im ersten Durchgang spielte der Gast nach dem 3:3 überhastet und fehlerbehaftet. Alfeld nutzte das per Tempogegenstoß aus, führte mit drei Toren, und auch eine Auszeit, genommen vom verletzten Malte Petersen, der Spielertrainer Stefan Schmidt-Kolberg unterstützte, änderte nichts. Altencelle vergab gute Chancen, zwei Strafwürfe und lag 5:11 zurück (22.). Der Gast stellte um und Marvin Schroer ins Tor – das fruchtete. Die Abwehr packte zu, Schroer hielt wie weiland Rouven Kibellus und Altencelle traf auch. Nach dem schnellen Ausgleich ging Altencelle sogar 13:11 in Führung, Alfeld war jetzt schon 15 Minuten ohne Tor.

Zwar kamen die Hausherren nochmal zurück (14:13), doch spätestens als Henrik Weinmann das 20:16 erzielte, war Alfelds Widerstand gebrochen. Letztlich war Altencelle konsequenter, hatte am Ende mehr Kraft und „verhalf“ dem Gastgeber zum Abstieg. Das bestätigte auch Team-Manager Reinhard Roselieb: „Unser Vorteil war eine volle Bank und tolle Moral. Wir haben uns als Team präsentiert und das Spiel eindrucksvoll gedreht.“

SV Altencelle: Kl. Nowak, Schröer – Mummert, Michelmann (3), Scherbanowitz, Kisser (1), Wernig (1) Weinmann (5), Ebel (4/4), Schmidt-Kolberg (2), Dralle, K.-M. Nowak (4), Herbst (6).

Stefan Mehmke Autor: Stefan Mehmke, am 20.03.2017 um 19:57 Uhr
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