"Wollen auf Celle neugierig machen": Landpartie-Fest beginnt am 20. Mai mit Radtour

Eine Woche lang hat ein Team des NDR Anfang April in der Region Celle für die NDR-Landpartie gedreht. Moderatorin Heike Götz erzählt im Interview, was sie erlebt hat und worauf sich die Celler beim Landpartiefest freuen können.

Sie haben Celle schon öfter besucht. Was konnten Sie noch über die Stadt lernen?

Die größte Überraschung war für mich das Bauhausviertel in Celle. Wir waren im Haesler- Museum und waren in zwei Wohnungen, die uns Rudolf Meyer gezeigt hat. In 100 Ausgaben der Landpartie war auch noch kein Redaktionsbesuch dabei, da war der Stadtrundgang mit Chefredakteur Ralf Leineweber schon etwas Besonderes. Eine 200 Jahre alte Zeitung ist nicht selbstverständlich, gerade in der heutigen Medienkrise. Wenn man durch die Stadt geht, spürt man, dass das Jubiläum Thema ist: im Schloss, bei dekorierten Schaufenstern und beim Verteilen der Zeitung in der Altstadt.

Wo haben Sie gedreht?

Am zweiten Tag waren wir im Schloss bei Juliane Schmieglitz-Otten. Sie hat uns mehr über die Geschichten der Schlossbewohner erzählt und nicht nur die dröge Historie wiedergegeben. Wir sind mit Filzlatschen durch die Gemächer, haben uns Umhänge umgeworfen und eine Krone aufgesetzt, schließlich sollen die Zuschauer Lust haben, selbst herzukommen. Wir können in einer Sendung nicht alles zeigen, wollen aber neugierig auf die Region machen.

Wen haben Sie noch getroffen?

Den Küster in der Stadtkirche und den Trompeter auf dem Turm. Am dritten Drehtag waren wir bei den Landfrauen in Groß Hehlen. Die haben eine tolle Sache gemacht. „Multikulti-Kochen“ mit drei Frauen. Sie kommen ursprünglich aus Finnland, Bolivien und Kenia, sie leben aber schon lange hier und können sehr gut Deutsch sprechen. Die drei Damen haben Spezialitäten ihres Heimatlandes gekocht und Anneliese Stadie hat die Rohe Roulade zubereitet.

Und wie hat Ihnen die Rohe Roulade geschmeckt?

Für mich persönlich ist das nichts, aber die Männer in meinem Team fanden die Rohe Roulade ganz toll. Außerdem haben wir diverse Fahrradbilder und Landschaftsaufnahmen gemacht. Wir waren auch im Orchideen-Center und bei den Aschauteichen.

Wann läuft die Sendung im NDR-Fernsehen?

Die Sendung kommt eine Woche vor dem Fest, also am Sonntag, 14. Mai, um 20.15 Uhr. Sie soll neugierig machen auf Celle, damit sich so viele Zuschauer wie möglich spontan entscheiden, zum Fest am 20. und 21. Mai zu fahren.

Was erwartet Celle beim Landpartie-Fest?

Die Menschen, die hier sind, erleben einen ganz besonderen Markt an diesem Wochenende. Es kommen Leute aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen, die ich in über 15 Jahren in meinen Sendungen besucht habe. Dazu gehören Fischer, Künstler, Handwerker, Gärtner, Bauern. Jedes Jahr zum Fest kommen etwa 100 Aussteller. Das wird ein ganz einmaliger Markt. Die Zuschauer können an jedem Stand sehen, mitmachen und kaufen – so wie ich das immer in meinen Sendungen mache. Es wird eine Aktionswiese mit Tieren geben, aber auch eine Hüpfburg. Auf der NDR-Bühne ist den ganzen Tag Programm, dort präsentieren sich auch andere Sendungen. Wer in Celle wohnt, muss unbedingt kommen. Es ist toll, über den Markt zu gehen, wenn Rainer Sass kocht. Man kann aber auch viele Moderatoren treffen, zum Beispiel Bingobär Michael Thürnau und Vera Cordes von der Visite.

Die Celler Marktbeschicker wären auch gern dabei gewesen ...

Das ist nur ein Fest von Leuten, die in der Sendung waren. Schon zum 15. Mal sind wir mit dem Fest immer in einer anderen norddeutschen Stadt. Da gibt es nicht nur die klassischen Bier- und Bratwurststände. Der Eintritt ist frei. Am Samstag geht das Fest von 10 bis 20 Uhr, am zweiten Tag von 10 bis 17 Uhr. Am Sonntag um 17 Uhr Fahrrad werden wir mein Fahrrad versteigern. Der Erlös ist für einen guten Zweck in Celle gedacht.

Wie haben sich Feste mit der Zeit entwickelt?

Wir haben ganz naiv angefangen. Wir hatten die Idee, mal wirklich alle auf dem Land zusammenzuholen: tolle Bauern, die seltene Rassen züchten, und alte Handwerke. Bei den ersten Sendungen haben wir nicht gedacht, dass so viele Gäste kommen würden, nämlich 30.000. Seit ungefähr fünf Jahren sind wir in Städten, wo es auch genug Parkplätze gibt und genug Dinge zu entdecken. 50.000 Besucher erwarten wir jetzt, über zwei Tage verteilt. Erst sollen sich die Gäste die Landpartie anschauen und dann noch die Stadt. Celle ist ideal mit dem alten Marktplatz und der Fachwerkkulisse. Die meisten Gäste kommen natürlich aus der Region. Es gibt aber auch eine Handvoll Gäste, die reisen uns hinterher, egal, wo wir sind. Ich kann mich auch an eine Hermannsburgerin erinnern, die seit dem ersten Fest dabei ist.

Dagny Rößler Autor: Dagny Rößler, am 21.04.2017 um 18:08 Uhr
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