Kreuzung in Altencelle wird zu Nervenprobe für Autofahrer

Warten trotz grüner Ampel: Wer auf der B 214 ins Zentrum unterwegs ist, muss zunächst den Verkehr aus der Baker-Hughes-Straße durchlassen. Die Grünphase für die Linkssabbieger ist nach wie vor sehr kurz. Foto: Oliver Knoblich

Was Staus angeht, sind Celler Autofahrer seit Jahren leidgeprüft. Das gilt besonders für diejenigen, die aus Altencelle oder dem Flotwedel in Richtung Zentrum unterwegs sind. Gerade zu den Stoßzeiten müssen sich die Fahrer in Geduld üben. Bei extrem hohem Verkehrsaufkommen staut es sich von der Kreuzung Baker-Hughes-Straße/Altenceller Schneede sogar bis zur Großen Redder zurück. Doch damit nicht genug: Haben die Fahrer den Stau überstanden, werden ihre Nerven erneut strapaziert. Linksabbieger aus der Baker-Hughes-Straße stellen die Kreuzung zu – dabei haben die Fahrer auf der Bundesstraße 214 schon längst Grün. Ein Problem, das noch immer nicht gelöst ist.

ALTENCELLE. Sowohl Altencelles Ortsbürgermeister Hans Werner Schmidtmann als auch Stadt und Polizei ist die unveränderte Situation bekannt. Die Zuständigkeit für die Kreuzung liegt allerdings nicht in ihren Händen, sondern in denen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden. Bereits Ende 2015 hatte es einen ersten Ortstermin mit Vertretern der Straßenbaubehörde, der Stadt und der Polizei gegeben. Wenig später hatte ein Planungsbüro die Ampelschaltung analysiert, woraufhin die Grünphase für die Linksabbieger auf die B 214 verlängert wurde. Gebracht hat all das – nichts.

"Um die Linksabbiegerspur annähernd rückstaufrei zu halten, wären Freigabezeiten von 25 bis 30 Sekunden notwendig", erklärt Florian Ose, Sachgebietsleiter Verkehr bei der Verdener Behörde. "Diese sind an dem Knotenpunkt aber nicht umzusetzen." Längere Grünphasen würden zu Lasten des Verkehrs auf der B 214 gehen, sagt Ose. "Hier stellt sich die Frage, in welcher Richtung ein Rückstau mehr zu vertreten wäre."

"Ob eine Änderung von Schaltzeiten hilft, darf bezweifelt werden", sagt dazu Stadtsprecher Wolfgang Fischer. Längere Grünzeiten für die Linksabbieger aus der Baker-Hughes-Straße hätten zur Folge, dass dann die nächsten drei Autos auch noch auf die Kreuzung führen. "Damit ist niemandem geholfen", so Fischer. Der Stadtsprecher appelliert daher an die Vernunft der Autofahrer auf der B 214. "Eigentlich lernt jeder in der Fahrschule, dass man nicht in einen Kreuzungsbereich einfahren darf, wenn kein freier Abfluss möglich ist." Das Grundproblem liege vielmehr am hohen Verkehrsaufkommen insgesamt – und damit an der fehlenden Ostumgehung.

Die Straßenbaubehörde schlägt noch vor, die Zeit zwischen Beginn der Rotphase auf der B 214 und der Grünphase für die Linksabbieger von vier auf fünf Sekunden zu erhöhen. Die Folge wäre allerdings eine spürbare Kapazitätsminderung selbst in den verkehrsschwachen Zeiten, sagt Ose.

Gegenüber der Celleschen Zeitung kündigt der Sachgebietsleiter an, dass sich die Behörde zu dem Problem nochmals mit den Beteiligten abstimmen werde. "Unser Ziel ist es, eine möglichst annehmbare und vertretbare Verbesserung zu erzielen."

Carsten Richter Autor: Carsten Richter, am 30.05.2017 um 18:25 Uhr
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