Hermannsburger Reservisten pflegen Kriegsgräberstätte im Elsass

Im vergangenen Monat vom 12.06-23.06 waren sechs Reservisten der Reservistenkameradschaft Hermannsburg und drei aktive Soldaten unter der Leitung von Stabsunteroffizier d.,R. Hans-Georg Blonn zu einem Kriegsgräberpflegeeinsatz in Niederbronn/Elsass, Frankreich. „Tu was für dein Land“war ihr Motto und ihre Motivation. Untergebracht waren die Reservisten und Soldaten bei ihren französischen Kameraden im Camp Bitch, ca 20 Km entfernt von Niederbronn.

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NIEDERBRONN. Auf der Kriegsgräberstätte des 2.WK in Niederbronn liegen ca. 16.000 Gefallene deutsche Soldaten und einige Hundert Ungarn. Aufgabe der Reservisten war es, beschädigte Grabsteine gegen Neue auszuwechseln. Hierbei erwies es sich als besonders schwierig, die defekten Grabsteine aus den vorhandenen Sockel herauszuholen.Viel Schweiß und Ausdauer waren bei den Stemmarbeiten mit dem Boschhammer gefragt. Bei tropischen Temperaturen bis zu 37Grad war das die schwerste Arbeit. Danach wurde der alte Grabstein aus dem Sockel gehoben und gegen den Neuen ausgewechselt. Ein Grabstein wog immerhin 80Kg. Insgesamt wechselten die Reservisten und Soldaten 79 Grabsteine aus. Mit mehrfachen Bewegen beim Einfassen und Ausrichten der Steine wurden ca. 20.000 Kg bewegt.Nach dem Einfassen der Grabsteine wurden sie dann mit flüssigem Beton wieder in die vorhandenen Sockel eingegossen. Mit kleinen Raupentransportern wurden die alten Grabsteine dann der Entsorgung zugeführt.

Bei den Arbeiten hatten die Reservisten immer ihr Wappenschild im Eingangsbereich des Friedhofs aufgestellt,dadurch kamen sie immer wieder mit den Besuchern der Gedenkstätte ins Gespräch.Die Besucher bewunderten den Arbeitseinsatz der Soldaten trotz der hohen Temperaturen.

Das Freizeitprogramm führte die Teilnehmer zum Fort „Simserhof,“einer Artillerieanlage der Maginotlinie. Der „Simserhof“, ist eine sehr gut erhaltene Anlage des 2.WK. Sie bot Platz für ca. 800 Soldaten,Ausrüstung und Munition. Die verschiedenen Kampfstände sind/waren durch ein 6 Km langes Gleisystem miteinander verbunden.

In der Stadt Bitch besichtigten die Soldaten die alte Zitadelle die hoch oben über der Stadt liegt. Der Sonntag sah einen Besuch der Eurostadt Strassburg vor. Nach einer gemeinsamen Stadtrundfahrt und der Besichtigung des Münsters stand die restliche Zeit zur freien Verfügung. Ein Nachmittagsausflug führte zu den Denkmalen und Schlachtfeldern des Krieges 1870-1871 bei Wörth und Froschwieler. Hier waren die Reservisten erstaunt, über den guten Erhaltungszustand der fast 150 Jahre alten Denkmale der Bayrischen Armee.

An der Gedenkfeier zum Abschluss der Arbeiten nahmen neben den Soldaten auch die Vertreter des Volksbundes teil. In seiner Gedenkrede ging Stabsunteroffizier d.R. Blonn auf den Wahnsinn aller Kriege ein. Er rief alle Teilnehmer zur Mitarbeit am Erhalt des Friedens auf.

Seine Aussage war,“Kriege kennen keine Gewinner, es kann dort nur Verlierer geben .“ Mit dem Totengedenken gelesen vom jüngsten Teilnehmer der Gruppe und der Kranzniederlegung ging diese würdevolle Veranstaltung und der Einsatz Einsatz im Elsass zu Ende.

Hans-Georg Blonn Autor: Hans-Georg Blonn, am 07.07.2017 um 16:03 Uhr
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