Allerinsel: Diskussion um Parkplätze geht weiter

Foto: Melanie Schneid

Mit 750 Wohnheiten soll die Allerinsel zu einem attraktiven Quartier entwickelt werden. Das war das ursprüngliche Planungsziel für die Entwicklung des Areals, das heute noch vor allem als kostenlose Parkfläche genutzt wird. Mit der Überarbeitung des Rahmenplans – sie war notwendig geworden, weil die Firma Conmetall Meister GmbH ihren Standort dort nicht mehr aufgeben möchte – sind die Wohneinheiten aktuell allerdings bereits auf etwas mehr als 500 zusammengeschmolzen. Ginge es nach Harald Ruttkowski, dürfte es gerne noch etwas weniger sein. Der Innenstadt-Akteur von "Pro Altstadt" möchte mehr kostenlose Parkplätze auf der Allerinsel erhalten, auf Kosten der Wohnblöcke. "400 Wohneinheiten wären meiner Meinung nach verkraftbar", meint Ruttkowski im Gespräch mit der Celleschen Zeitung.

CELLE. Immer wieder die Parkplätze. Nachdem die Schützen nach den neuesten Planungen ihr Domizil auf der Allerinsel behalten können und der Festplatz im Osten des Gebiets näher zur Innenstadt gerückt ist, dreht sich die Diskussion in der Öffentlichkeit verstärkt um das kostenlose Parken. Wohin mit den Reisebussen? Wo sollen die Besucher von Veranstaltungen parken? Wo sollen die Mitarbeiter der Geschäfte in der Innenstadt ihre Fahrzeuge abstellen? Das sind Fragen, die nicht nur die Leser der CZ beschäftigen. Ruttkowski treiben sie schon um, seit die ersten Planungen für die Allerinsel aufgestellt wurden.

Der Geschäftsmann, der klarstellt, dass er für die Initiative "Pro Altstadt" spricht, möchte sich und seine Mitstreiter nicht in die Ecke der Totalverweigerer stellen lassen. "Wir sind durchaus für die Entwicklung der Allerinsel", betont er. Dann kommt das große "Aber". "Zur Attraktivität der Innenstadt gehören eben auch Parkplätze", sagt Ruttkowski.

Nach dem neuesten Rahmenplan sollen derzeit 700 kostenlose Parkplätze auf dem Festplatz erhalten bleiben, wenn dort keine Veranstaltungen stattfinden. Ruttkowski ist das zu wenig. Sein Vorschlag: Man sollte auf das geplante Verwaltungsgebäude einer Versicherung verzichten, den Festplatz Richtung Westen vergrößern, einen "attraktiven" Grünstreifen quer über die Allerinsel in Richtung Mühlenaller ziehen, auch als Lärmschutz für die Wohngebäude, und könnte so den Festplatz, sprich auch die Parkfläche vergrößern. "So könnte man die Zahl der Stellplätze um 300 erhöhen", meint Ruttkowski. 1000 Parkplätze sollten das Ziel sein.

"Weinfest, Streetparade, Altstadtfest, Vespa World Days. All diese Veranstaltungen haben gezeigt, dass wir die Parkplätze brauchen", so der Innenstadtakteur. Aber auch im "Normalbetrieb" der Innenstadt würde 700 Parkplätze nicht ausreichen, ist Ruttkowski überzeugt. Er hat gezählt. "Morgens um 9 Uhr stehen auf der Allerinsel schon 700 bis 800 Fahrzeuge. Ich nehme an, das sind vor allem Menschen, die in der Innenstadt arbeiten." Gegen 11 Uhr seien bereits 1100 bis 1200 Parkplätze belegt. Das Plus schreibt Ruttkowski den Kundenbewegungen zu.

Fahrgemeinschaften, Shuttle-Service bei Veranstaltungen, für die Angestellten Stellplätze in den Parkhäusern reservieren – Ruttkowski hält es für schwierig, die Parksituation durch neue Ideen zu entspannen. Besonders bei der Verbesserung des ÖPNV-Angebots durch die CeBus ist er skeptisch. Doch das wäre nötig, damit die Angestellten nach Feierabend nicht auf den eigenen Wagen angewiesen sind, um nach Hause zu kommen.

Dass er mit seinen Vorstellungen zur Umplanung bei Stadtbaurat Ulrich Kinder auf Granit beißen dürfte, ist Ruttkowski durchaus klar. Aufgeben will er nicht. Auch wenn Kinder bereits deutlich gemacht hat, dass ein weiteres Abspecken der Wohneinheiten nicht in Frage komme, weil das ganze Projekt dann bald keinen Sinn mehr machen würde. Immerhin hatte Kinder auch in Aussicht gestellt, über eine weitere Fläche im Westen der Allerinsel zu verhandeln. Dort könnten 300 zusätzliche Parkplätze entstehen. "Wenn das klappt, wären wir zufrieden", so Ruttkowski.

Gunther Meinrenken Autor: Gunther Meinrenken, am 11.08.2017 um 18:01 Uhr
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