Neuer Touristik-Chef: "Celle ist Hannovers interessanter Onkel"

Celles neuer CTM-Chef Klaus Lohmann will neuen Schwung ins Marketing bringen. Foto: Michael Schäfer

Die Zeiten, in denen Celle touristisch als "Hannovers feine Schwester" vermarktet wurde, sollen vorbei sein – jedenfalls wenn es nach Klaus Lohmann geht, der seit dem 1. August die Geschäfte der Celle Tourismus und Marketing GmbH (CTM) leitet. Lohmann findet, dass die Herzogstadt allen Grund hat, um künftig mit sehr viel breiterer Brust als bisher aufzutreten: "Wir sind nicht Hannovers kleine Schwester, sondern der interessante Onkel von nebenan."

CELLE. Celle könne sich und das, was es seinen Gästen und Einwohnern zu bieten habe, noch viel intensiver vermarkten, findet Lohmann, der in den vergangene Wochen jeden Stein in der CTM und deren Umfeld umgedreht hat. Sein erstes Fazit: "Celle verkauft sich derzeit noch unter Wert.“

Zusammen mit Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU) freue er sich sich auf den neuen CTM-Geschäftsführer, so CTM-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Bischoff (CDU): „Neue Impulse für den Tourismus in unserer Stadt, das steht ganz oben auf der Agenda. Mit Klaus Lohmann haben wir genau den richtigen Mann für diese Aufgabe gefunden. Künftig wollen wir uns noch breiter aufstellen, das städtische Umfeld stärker auf unsere auswärtigen Gäste ausrichten."

Aktiver zu vermarkten, sei eine zentrales Ziel für die Arbeit der CTM, so Lohmann. Der Vertrieb und das Marketing der Reisemarke Celle solle zukünftig klar auf die Zielmärkte der Stadt fokussiert werden. Konkret zählen hierzu im regionalen Raum vor allem die Regionen Hannover, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. "Auf internationaler Ebene sind vor allem der Ausbau des skandinavischen Markts sowie die Wiederbelebung des britischen Markts zentrale Aufgaben, um auch vermehrt sowohl Tagesbesucher als auch noch mehr Übernachtungsgäste her zu holen", so Lohmann.

Durch die royale Geschichte Celles gibt es eine historische Verbindung zu diesen Ländern und Märkten, die man gezielt nutzen könne, um die Menschen dort zu erreichen. Vor allem im britischen Markt kann Lohmann auf ein großes Netzwerk und viele Kontakte zurückgreifen, da er acht Jahre die Niederlassung der Deutschen Zentrale für Tourismus in London leitete. Ein Brexit-Flüchtling ist Lohmann nicht. Er hat sowohl einen deutschen als auch einen britischen Pass: "Ich bin hier, weil ich nach Celle wollte."

Der Neu-Celler ist schon jetzt Feuer und Flamme für die Stadt: „Von Barock bis Bauhaus, von Fachwerk bis Shopping. In Celle ist immer etwas los, und das ist sowohl für den Bürger als auch den Gast attraktiv. Genau das muss ein Tourismusmarketing auch nach außen tragen.“ Die bestehenden Themen wie Fachwerk, Celler Schloss oder Welfen, zu denen Lohmann einen direkten Bezug habe, sollen um weitere ergänzt werden. „Gemeinsam sind wir stärker,“ so Lohmann, der eng mit dem Schlosstheater und allen Akteuren aus Kunst, Kultur und Hotellerie kooperieren will.

Michael Ende Autor: Michael Ende, am 20.09.2017 um 17:24 Uhr
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