Fortuna Celle will Tabellenende verlassen

Nach dem ausgesprochen ernüchternden bisherigen Saisonverlauf sind die Ziele bei den Fußballfrauen von Fortuna Celle bescheidener geworden. „Es wäre schön, wenn wir die Hinrunde nicht auf dem letzten Tabellenplatz beenden würden“, sagt Trainer Klaus Verseck vor dem Heimspiel am Sonntag um 14 Uhr gegen SV Henstedt-Ulzburg II. Dazu braucht es aber einen Sieg in der Regionalliga Nord gegen den punktgleichen Tabellenvorletzten.

CELLE. Die gute Nachricht: Alle vier Punkte in dieser Saison holte der akut abstiegsgefährdete Regionalligist zu Hause. „Wir haben eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen“, gibt sich Verseck vor dem Hinrundenabschluss an der Kampstraße zuversichtlich. In der Partie gegen Limmer am vergangenen Wochenende habe seine Mannschaft gute Ansätze gezeigt, auch wenn das Ergebnis von 0:4 am Ende zu hoch ausfiel. „Das wollen wir bestätigen. Wir haben aber nur eine Chance auf die drei Punkte, wenn wir unsere Leistung über neunzig Minuten abrufen“, sagt der Trainer.

Weil in dieser Woche am Sportheim an der Kampstraße eine neue Heizungsanlage installiert wurde und es zeitweise kein heißes Wasser gab, trainierte er mit den Spielerinnen in seinem Heimatort in Ehlershausen. „Wir wollen uns optimal auf die Partie vorbereiten“, sagt Verseck.

Die schlechte Nachricht: Die erheblichen Personalprobleme in dem ohnehin dünn besetzten Kader reißen nicht ab. Wegen einer hartnäckigen Sprunggelenkverletzung fällt Abwehrspielerin Isabell Waßmann nicht nur gegen den Tabellenvorletzten, sondern auch im ersten Rückrundenspiel am kommenden Wochenende gegen Holstein Kiel und damit für den Rest des Jahres aus. Laura Eylitz wird wegen anhaltender Knieprobleme ebenfalls in diesem Jahr nicht mehr auflaufen können. Dafür stehen die zuletzt angeschlagenen Maike Dralle und Jana Völker im Kader. „Wir werden mit den Spielerinnen, die wir haben, alles auf den Platz bringen“, verspricht Verseck.

Nach der von Niederlagen und Verletztungen geprägten Hinrunde freut er sich irgendwie auf die Winterpause. „Da haben die Spielerinnen genügend Zeit, sich auszukurieren und fit zu werden“, sagt der Trainer des Tabellenletzten. „Außerdem haben wir dann noch die Möglichkeit, uns nach Neuzugängen umzuschauen und im neuen Jahr noch einmal anzugreifen.“

Christoph Zimmer Autor: Christoph Zimmer, am 17.11.2017 um 15:12 Uhr
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