Mit leuchtendem Eschede Miteinander fördern

Foto: Kirsten Glatzer

Was war denn da am Samstag bei der ehemaligen Oberschule los? Der Schulhof war mit Menschen gefüllt, aber es waren keine Schüler. Die Fenster erstrahlten in wechselnden Farben und verwandelten den an sich eher unscheinbaren Langbau in ein farbenfrohes Kunstwerk. An diesem frostigen Abend bot die Veranstaltung "Eschede leuchtet" schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf bevorstehende Weihnachtsmärkte.

ESCHEDE.Vor dem bereitstehenden Imbisswagen herrschte reger Andrang. Auch die Aussicht auf einen Glühwein oder heißen Kinderpunsch war für viele Besucher eher verlockend. Doch das Kulinarikprogramm war längst nicht alles, was geboten wurde. Es gab eine Diashow zur Historie des Ortes, Livemusik, Schneegestöber – als besonderer Hingucker setzte eine Lichtinstallation die Oberschule spektakulär in Szene.

Die Idee für das Event kam von der Facebook-Initiative „Unser Eschede“, die im letzten Sommer gegründet wurde. Ihr Ziel: den Ort durch ehrenamtliches Engagement und Veranstaltungen attraktiver machen und so den Zusammenhalt stärken. Das Team um Sascha Alius, den Gründer der Gruppe, hatte kräftig die Werbetrommel für die Veranstaltung gerührt und unter anderem 2000 Flyer verteilt.

Während eine Müllsammel-Aktion im Sommer noch nicht den gewünschten Besucher-Andrang brachte, kamen am Samstag schon deutlich mehr Besucher zu der Veranstaltung "Eschede leuchtet".

Einer von ihnen war der Escheder Paul Reich, der Alius’ Engagement begrüßt: „Ich finde es gut, dass jetzt mal das ,Mittelalter‘ aktiv wird, um irgendwann vielleicht das Erbe der Älteren, die in den Vereinen und auch ehrenamtlich aktiv sind, anzutreten. Die Grundidee der Initiative ist jedenfalls toll, auch die Sache heute Abend mit den Lichteffekten. “

Neben viel Lob von allen Seiten gab es aber auch Anregungen zur Verbesserung. So ließ zum Beispiel die Tonqualität noch etwas zu wünschen übrig. Aber das sind nun mal die ganz normalen Schwierigkeiten, die auftreten, wenn etwas Neues auf die Beine gestellt wird. Wer gar nichts unternimmt, kann auch keine Fehler machen, zeigten sich alle verständnisvoll.

Besucherin Christiane Wattzelt war jedenfalls gern dabei: „Mir gefällt, dass etwas stattfindet, wo man sich einfach mal treffen und austauschen kann. Und die Diashow zur Geschichte Eschedes war wirklich klasse. Das hätte meinetwegen auch noch ausführlicher sein können.“

Auch Martita Grigoleit war gern dabei: „Ich finde es großartig, dass Sascha Alius so etwas auf die Beine stellt. Das Schulgebäude mit einer so tollen Beleuchtung in Szene zu setzen, hat mir richtig gut gefallen.“ Es sind Stimmen, die hoffen lassen, dass auch künftige Aktionen und Veranstaltungen Aufmerksamkeit finden und sich weiterhin etwas in Eschede tut. (gla)

Kirsten Glatzer Autor: Kirsten Glatzer, am 27.11.2017 um 17:20 Uhr
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