Handballtalent will für Furore sorgen

Nur nicht stoppen lassen: Handball-Talent Michel Sperling (rechts)will in der kommenden Woche mit der niedersächsischen Auswahlbeim Länderpokal in Berlin für Furore sorgen. Foto: Mareile Eggers-Sperling

Hin und wieder beobachtet Michel Sperling die Handballstars der TSV Hannover-Burgdorf beim Training. Irgendwann – das ist sein Ziel – will er auch mal dabei sein. In der Bundesliga zu spielen, das wäre schon was. „Wenn ich die Chance bekäme? Natürlich würde ich die annehmen“, sagt das in Garßen lebende Handballtalent, das 2005 bei der HSG Lachte-Lutter als Vierjähriger seine ersten Wurfversuche gestartet hatte. Doch der inzwischen 16-Jährige weiß sehr genau, dass der Weg in die beste Liga der Welt noch ein ziemlich weiter ist. „Das wollen viele schaffen“, sagt der Zehntklässler der Oberschule Lachendorf über eine starke Konkurrenz. „Und es gibt einige in meinem Alter, die gut Handball spielen können.“

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CELLE. Aber warum sollte es nicht klappen? Ja, gut – allzu viele Handballtalente aus dem Kreis Celle haben es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, in die Hautevolee des Handballsports vorzustoßen. Aber bei der TSV Burgdorf – dort spielt Michel Sperling inzwischen in der B-Jugend – scheint es doch ein gutes Beispiel zu geben, dass man es erreichen kann. Immerhin spielt dort mit Lars Lehnhoff einer, der gezeigt hat, wie es gehen kann. Man muss es nur wollen. Natürlich gehört ein bisschen Talent auch dazu.

Aber darüber scheint Sperling durchaus zu verfügen. Immerhin ist er für den Kader des Jahrganges 2001 nominiert worden, der Niedersachsen vom 18. bis 21. Dezember in Berlin beim Länderpokal vertreten wird. Dort wird er weniger als der große Torjäger auftreten. Auf der Rückraummitte-Position ist er vielmehr derjenige, der das Spiel seiner Mannschaft lenken soll – er ist eben ein Spielmacher. Ganz so wie Andy Schmid von den Rhein Neckar Löwen. Eines der großen Vorbilder von Michel Sperling.

Seiner erfolgreichen Zeit bei der HSG Lachte-Lutter, die in der Verbandsmeisterschaften mit der C-Jugend gipfelte und dem sechsten Platz mit der HSG in der Oberliga endete, folgte der nächste Schritt auf der Erfolgsleiter. In der Saison 2016/2017 noch mit Doppelspielrecht für HSG Lachte-Lutter und TSV Burgdorf versehen, folgte vor der laufenden Spielzeit der endgültige Wechsel zur TSV. Dort spielt er in der B1 in der Oberliga. Das Ziel des Teams: Ganz weit oben will man dabei sein, um dann um die Deutsche Meisterschaft mitspielen zu können.

Dafür gilt es sich bestens vorzubereiten. Drei Mal in der Woche geht es nach Burgdorf zum Training. Dazu kommt noch eine weitere Einheit im Olympia-Stützpunkt in Hannover. Darüber hinaus wird er von Julian Vogt, Trainer im Crossfit Celle, noch mit Einzeltraining im Kraft- und Ausdauerbereich fit gemacht. Und die Spiele an den Wochenenden gibt es ja auch noch. Und wäre das nicht schon genug, trainiert Michel Sperling nebenher auch noch die Minis der HSG Lachte-Lutter sowie die dortige weibliche B-Jugend. Der Tagesablauf des 16-Jährigen wird somit zu einem großen Teil vom Handball bestimmt. Es muss Spaß machen, sonst würde der Garßener die hohe Belastung wohl kaum auf sich nehmen. „Das geht schon alles“, sagt Sperling nur kurz und knapp.

Anfang des Jahres war das Handballtalent bereits zur DHB-Sichtung in Berlin. Dann folgten Ländervergleichsturniere in Hoyerswerda (Zuse-Cup), Ahlen (Westfalen) und Emmerthal (HVN-Pokal). Dabei hat er sich als feste Größe im Landeskader ins Gespräch gebracht.

Beim Länderpokal in Berlin wird es Niedersachsen in Gruppe C mit den Auswahlteams aus Südbaden, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Rheinland-Pfalz zu tun bekommen. „Natürlich wollen wir versuchen, so weit wie möglich zu kommen“, so Sperling über die Ziele der HVN-Auswahl. Vielleicht mag es in der Bundeshauptstadt nicht zum ganz großen Wurf reichen, aber ein Medaillenrang soll es dann doch schon werden. „Platz drei wäre schon ganz gut“, sagt er. Warum auch nicht? Man muss es nur wollen.

Uwe Meier Autor: Uwe Meier, am 12.12.2017 um 19:08 Uhr
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