Biathlon-Star Laura Dahlmeier wieder zurück zu alter Stärke

Laura Dahlmeier (r) wurde hinter Justine Braisaz (M.) Irina Krjuko Dritte. Foto: Jean-Pierre Clatot Foto: Jean-Pierre Clatot

Le Grand-Bornand (dpa) - Nach ihren starken Auftritten in Frankreich war Biathlon-Königin Laura Dahlmeier im Stress. Mit dem Flieger ging es ab vom Weltcup in Annecy nach Baden-Baden zur Sportler-Wahl des Jahres.

Dabei sind Galas nicht so das Ding der besten deutschen Skijägerin. Sie lässt lieber sportliche Leistungen sprechen. Und das gelang ihr zum Jahresausklang mit Platz drei im Massenstart, dem Sieg in der Verfolgung und Rang zwei im Sprint in mal wieder beeindruckender Manier.

«Von der Form geht es in die richtige Richtung. Ich bin absolut auf dem richtigen Weg», sagte die 24-Jährige, die sich nun nur noch auf die Weihnachtspause und eine Auszeit in den heimischen Bergen freut. «Ich habe ganz schön schwere Beine. Die Pause hab ich mir verdient.»

Wie auch Erik Lesser, der seinen zweiten Podestplatz des Winters einheimste. Der 29-Jährige beeindruckte im Massenstart mit vier fehlerfreien Schnellfeuereinlagen und musste sich als Dritter nur dem siegreichen Franzosen Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bö aus Norwegen geschlagen geben. «Ich habe das trainiert, so viel Risiko ist das gar nicht», sagte der 29-Jährige im ZDF. Aber auch der Thüringer ist nach dem ersten Trimester mit den Kräften am Ende. «Meine Beine sind ganz schön blau, aber ich bin absolut happy und rase jetzt nach Hause», sagte Lesser, der bereits zum Saisonstart in Östersund Dritter im Sprint geworden war.

Nach dem krankheitsbedingt durchwachsenen Saisonstart ist Dahlmeier fast schon wieder bei alter Stärke und mit Blick auf die Olympischen Winterspiele voll im Soll. Im Massenstart musste sie sich nach zwei Fehlern nur der siegreichen Französin Justine Braisaz und Irina Krjuko aus Weißrussland geschlagen geben. «3,2,1 - top. Ich merke, dass ich läuferisch immer besser in Schwung komme», lautete das Fazit der Partenkirchnerin. Liefen in Hochfilzen angesichts der hohen Erwartungen von außen ihr noch die Tränen, strahlt sie nun wieder. Das tolle Teamergebnis rundeten am Sonntag Vanessa Hinz als Fünfte und Franziska Hildebrand als Zehnte ab.

Leichten Stress, wie zuletzt mit den Plätzen zehn und 16 in Tirol, bekommt Dahlmeier jetzt nur noch bei der Hatz nach den letzten Geschenken. «Da bin ich etwas chaotisch und muss noch was auf den letzten Drücker organisieren», sagte die Weltcup-Gesamtsiegerin dem ARD-Hörfunk. In der kurzen Pause wird sie trainieren und «an ein paar Feinheiten feilen.» Denn mit den Heim-Weltcups in Oberhof und Ruhpolding stehen Anfang Januar gleich die nächsten Highlights an. «Ich hoffe, dass es da ähnlich gut weitergeht wie jetzt.»

Neben Dahlmeier zeigte vor allem die zweimalige Saisonsiegerin Denise Herrmann, dass sie nur 20 Monate nach ihrem Wechsel zu den Skijägerinnen eine feste Größe im deutschen Team wird. Beim ersten Weltcup-Massenstart ihrer Karriere lag sie bis zum letzten Schießen klar auf Siegkurs. Beim finalen Anschlag schoss sie zwar drei Fehler und wurde Zwölfte. Dennoch unterstrich die ehemalige Langläuferin mit zwei fünften Plätzen in Frankreich, dass sie beim Schießen immer sicherer wird und ihre Siege keine Ausnahmen bleiben werden.

Sandra Degenhardt, dpa Autor: Sandra Degenhardt, dpa, am 17.12.2017 um 15:53 Uhr
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