TuS Celle 92 feiert Weihnachten mit weißer Weste

Erfolgsgarant: Cedric Meissner gewann beim mühevollen 6:4-Sieg gegen Lampertheim beide Einzelund auch das Doppel zusammen mit Philipp Floritz. Der blieb in dieser Partie ebenfalls ohne Niederlage. Foto: Michael Schäfer

Schwerstarbeit kurz vor Weihnachten: Die Tischtennis-Asse des TuS Celle 92 mussten in ihrem letzten Hinrunden-Spiel erstmals ein wenig zittern. Am Ende erreichten sie ihr Etappenziel auf dem Weg zum Aufstieg, das anstehende Fest mit weißer Weste zu feiern, dann doch. Die Blau-Gelben bezwangen vor eigenem Publikum in der gut gefüllten Sporthalle der Altstädter Schule den TTC 1957 Lampertheim mit 6:4 und haben nunmehr 18:0 Punkte auf dem Konto.

CELLE. „Dieses Spiel hat gezeigt, dass wir trotz unseres Vorsprungs von drei Punkten noch lange nicht durch sind. Aber insgesamt habe ich solch eine fantastische Hinrunde hier beim TuS Celle 92 noch nicht erlebt. Wir sind die einzige Herren-Mannschaft aller drei Bundesligen, die noch ohne Verlustpunkte dasteht“, resümierte TuS-Trainer Frank Schönemeier.

Erfolgsgaranten der Celler waren Spitzenspieler Philipp Floritz und Cedric Meissner, die gegen Lampertheim fünf der sechs Punkte auf sich vereinten. Die Gastgeber profitierten davon, dass die Gäste an Position vier mit Laurin Minich einen Akteur aufboten, der nicht bundesligatauglich und damit überfordert war. Alle drei Matches mit seiner Beteiligung gingen klar und deutlich an die 92er. Dafür hatten es die drei anderen Spieler der Hessen, Alfredas Udra, Andrei Putuntica und Andras Turoczy, in sich. Sie erwiesen sich erwartungsgemäß als „Kracher“.

Dies bekam TuS gleich im Doppel zu spüren. Tobias Hippler und Nils Hohmeier mussten gegen Udra/Turoczy ihre erste Saisonniederlage hinnehmen, Floritz und Meissner hatten hingegen keine Mühe, ihre makellose Bilanz (9:0) gegen Putuntica/Minich zu wahren. Im Einzel untermauerte Floritz seinen Status als Spitzenspieler der Liga. Im fünften Satz lag er gegen den Moldawier Putuntica bereits 0:4 zurück, stellte dann sein Spiel um und gewann elf der nächsten zwölf Punkte. „Ich freue mich, dass es mir gerade noch rechtzeitig gelungen ist, die Schwächen meines Gegners zu erkennen und auszunutzen“, meinte Floritz, der auch sein zweites Duell gegen den Litauer Udra in drei knappen Sätzen für sich entschied.

Hippler war im oberen Paarkreuz hingegen deutlich anzumerken, dass er nach zuletzt vielen Turnieren überspielt war, er verlor beide Matches. Sein Coach griff daher ein. „Ich habe mit ihm vereinbart, dass er einen für diese Woche geplanten Lehrgang in Düsseldorf absagt. Er braucht dringend eine Pause vom Tischtennis“, erläutert Schönemeier.

Im unteren Paarkreuz verbuchten Hohmeier und Meissner gegen Minich ohne Mühe zwei Punkte. Einer fehlte allerdings noch zum Gesamtsieg. Und der gelang Meissner in einem Fünf-Satz-Krimi gegen Turoczy, den letzten Durchgang entschied er hauchdünn mit 12:10 für sich. „Ohne diesen Sieg hätten wir wohl einen Punkt abgeben müssen“, sagte Schönemeier. Aber dank Floritz und Meissner können die Celler nun ohne Fleck auf der weißen Weste Weihnachten feiern.

TuS Celle 92 – TTC 1957 Lampertheim 6:4. Tobias Hippler/Nils Hohmeier – Alfredas Udra/Andras Turoczy 10:12, 11:9, 8:11, 8:11; Philipp Floritz/Cedric Meissner – Andrei Putuntica/Laurin Minich 11:1, 11:4, 11:5; Floritz – Putuntica 11:5, 4:11, 11:9, 4:11, 11:5; Hippler – Udra 7:11, 4:11, 7:11; Hohmeier – Minich 11:2, 11:6, 11:3; Meissner – Turoczy 11:7, 11:2, 5:11, 7:11, 12:10; Floritz – Udra 11:3, 13:11, 6:11, 13:11; Hippler – Putuntica 11:6, 8:11, 7:11, 11:13; Hohmeier – Turoczy 14:12, 8:11, 8:11, 8:11; Meissner – Minich 11:3, 11:2, 11:2.

Oliver Schreiber Autor: Oliver Schreiber, am 18.12.2017 um 12:05 Uhr
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