Celler Kinderschutzbund begleitet Umgang mit getrennt lebenden Elternteilen

Nach einer Trennung der Eltern steht jedem Kind regelmäßiger Umgang mit beiden Elternteilen zu. Der Kinderschutzbund Celle bietet Kindern die Möglichkeit, im geschützten Raumden Kontakt zu ihren Eltern zu halten. Foto: Silvia Marks

Nach einer Trennung der Eltern steht jedem Kind regelmäßiger Umgang mit beiden Elternteilen zu. Im Rahmen des "Begleiteten Umgangs" bietet der Kinderschutzbund Celle seit 2004 Kindern die Möglichkeit, im geschützten Raum Kontakt zu ihren Eltern aufzubauen. In einem Faltblatt stehen 20 Bitten der betroffenen Kinder an ihre Eltern.

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Die Eltern der sechsjährigen Clara (Name von der Redaktion geändert) haben sich getrennt, als ihre Tochter vier Jahre alt war. Seit über zwei Jahren sind die Eltern unerbittlich zerstritten. Der Streit geht so weit, dass jedes Elternteil versucht, Clara auf die eigene Seite zu ziehen. Das ist für das Mädchen sehr schwierig, denn sie liebt beide, Papa und Mama. Wenn die Mutter über den Vater schimpft, möchte Clara sich am liebsten die Ohren zuhalten und umgekehrt genauso, denn auch der Papa wettert über ihre Mama. Clara spricht aber mit niemandem darüber, sie behält ihren Kummer meist für sich. Da die Mutter nicht mehr wollte, dass Clara zu viel „schlechten Einfluss“ durch ihren Vater erlebt, denn bei ihm bekommt sie überwiegend Fast Food zu essen und geht zu „unmöglichen“ Uhrzeiten ins Bett, darf Clara ihren Vater nicht mehr besuchen. Clara weiß, wenn sie etwas Nettes über ihn erzählt, ist ihre Mutter verärgert oder manchmal sogar wütend. Auch der Vater reagiert komisch, wenn sie etwas Schönes von ihrer Mama berichtet. Deshalb vermeidet sie solche Situationen.

Der Vater zieht vor Gericht, nachdem der Druck, den er auf die Mutter ausgeübt hat, vergeblich war. Das Gericht bestellt einen Gutachter, der einschätzen soll, in welcher Situation Clara lebt und was gut und wichtig für ihre Entwicklung wäre. Dieser stellt fest, dass das Kind in einem starken Loyalitätskonflikt lebt, der es auf Dauer seelisch extrem belastet. Auch denkt Clara oft, dass sie schuld daran ist, dass Mama und Papa sich streiten und getrennt haben. "Wichtig wäre, dass beide Elternteile bereit sind, mit dem Jugendamt oder einer anderen Beratungsstelle zusammen Klärungen herbei zu führen, damit Kinder wie Clara in Geborgenheit und Sicherheit aufwachsen können", betont Silvia Seibel, Geschäftsführerin vom Kinderschutzbund Celle. "Denn an diesem Konflikt sind einzig die Erwachsenen beteiligt und sie können es auch nur gemeinsam klären." Das Gericht versteht die Not von Clara, die ihren Vater vermisst. Um den Kontakt zum Vater wieder herzustellen, beschließt das Gericht regelmäßige Besuchszeiten und zwar begleitet durch eine Fachkraft des Celler Kinderschutzbundes.

Nach einer Trennung der Eltern steht jedem Kind regelmäßiger Umgang
mit beiden Elternteilen zu. Im Rahmen des "Begleiteten Umgangs" bietet der Kinderschutzbund Celle seit 2004 Kindern wie Clara die Möglichkeit, im geschützten Raum Kontakt zu ihren Eltern aufzubauen und diesen zu stabilisieren. Gerade, wenn die Konflikte zwischen Eltern so groß sind, dass dem Kind der Kontakt zum getrennt lebenden Elternteil verwehrt wird und jeder Versuch der Klärung durch Dritte scheitert, ist dieses Vorgehen nötig.

Das Jugendamt bittet den Kinderschutzbund um Begleitung der Umgänge. Fünf Mitarbeiterinnen betreuten im Jahr 2016 19 Elternteile und begleiteten insgesamt 147 Umgänge und 22 Fahrten. In der Geschäftsstelle, Neustadt 77, gibt es einen schönen hellen Kinderraum. Hier können Familien kochen und backen und es ist auch sonst alles da, was Clara und andere Kinder brauchen. Das Vorgespräch führte eine Sozialpädagogin getrennt mit beiden Elternteilen, da es zusammen nicht möglich gewesen wäre. Den Eltern wurde deutlich gemacht, dass Clara Mama und Papa benötigt und sich die Eltern über die Bedürfnisse ihrer Tochter verständigen müssen. Zum Schluss des Vorgespräches erhielten sie unter anderem das „Regelwerk“ und „Die Wünsche der Kinder an ihre Eltern“, ein schön gestaltetes Faltblatt, das 20 Bitten der Kinder enthält (siehe Text unten). Wichtig war zudem, dass Clara die Betreuungskraft und die Räumlichkeiten kennenlernen konnte. So fühlte sie sich schon ganz sicher, als sie das erste Mal ihrem Vater beim Kinderschutzbund begegnete.

Als alles mit den betreffenden Personen geklärt war und Termine festgelegt waren, konnten die Umgänge beginnen. Das lief zunächst prima. Clara freute sich auf ihren Vater. Zwar war die Verabschiedung von der Mutter für sie schwer, denn sie spürte, dass die Mutter sie nicht gerne gehen ließ, aber die Freude auf Papa war größer. Vater und Tochter spielten und quatschten ganz viel miteinander. Dann nahte die Verabschiedung und Clara merkte, dass sie sich unwohl fühlte. Das Geschenk von Papa hat sie auch nicht mitnehmen wollen, denn sie wusste, dass Mama das nicht wollte. Später berichtete die Mutter der Mitarbeiterin vom Jugendamt, dass sich Clara bei ihr über den Vater beschwert hätte und sie, die Mutter, Clara die Kontakte nicht mehr zumuten möchte. „Für die Kinder ist es immer ein sehr großer Konflikt, wenn die Eltern sich streiten, denn sie wollen beiden alles recht machen“, erläutert Silvia Seibel. "Hier müssen die Fachkräfte sehr sensibel sein und die gesamte Situation wahrnehmen."

In diesem Fall organisierte die Mitarbeiterin des Jugendamtes einen gemeinsamen Termin mit den Eltern und der Umgangsbegleiterin. Es wurde deutlich gemacht, dass die Eltern mithelfen müssen, damit es Clara besser geht und sie sich nicht zwischen den beiden entscheiden muss, sondern Vater und Mutter lieb haben kann und zwar ohne ein komisches Gefühl im Bauch zu haben. "Es klappte nicht auf Anhieb richtig gut, aber nach und nach entwickelten alle Beteiligten Vertrauen in die Arbeit des Jugendamtes und des Kinderschutzbundes", erzählt Silvia Seibel. "Auch das Verhältnis der Eltern untereinander entspannte sich, sodass die Übergaben problemlos abliefen." Nach und nach waren die Eltern eigenständig dazu in der Lage, die nötigen Absprachen miteinander zu treffen und einzuhalten, sodass nach einem halben Jahr die Kontakte ohne Begleitung stattfinden konnten. Clara konnte jetzt wieder mit beiden Elternteilen zusammen sein, ohne Angst haben zu müssen, ein Elternteil zu verletzen und durfte somit wieder Kind sein.

Meine liebe Mama, mein lieber Papa!

Vergesst nie: Wenn ihr euch trennen wollt, ist das eure Sache. Ich liebe euch beide. Bitte sorgt dafür, dass ich immer zu meiner Mutter und zu meinem Vater nach Hause kommen kann.

Helft mir, zu dem Elternteil, bei dem ich nicht ständig bin, Kontakt zu halten. Vielleicht kann ich abwechselnd bei euch wohnen. Das wäre schön.

Fragt mich nicht, wen ich von euch beiden lieber mag. Ich habe euch beide gleich lieb. Macht den anderen nicht schlecht vor mir. Das tut mir weh.

Redet miteinander wie erwachsene Menschen. Ihr seid schließlich meine Vorbilder. Und benutzt mich nicht als Boten zwischen euch – besonders nicht für Botschaften, die meinen anderen Elternteil traurig oder wütend machen.

Verplant nie die Zeit, die mir mit meinem anderen Elternteil gehört. Ein Teil meiner Zeit gehört meiner Mutter und mir und ein Teil meinem Vater und mir. Haltet euch daran.

Seid nicht traurig, wenn ich zu meinem anderen Elternteil gehe. Der, von dem ich weggehe, soll auch nicht denken, dass ich es in den nächsten Tagen schlecht hätte. Am liebsten würde ich immer bei euch beiden sein, aber ich kann mich nicht in Stücke reißen.

Seid nicht enttäuscht, wenn ich bei meinem anderen Elternteil bin. Ich vergesse euch nicht, auch wenn ich mich nicht melde. Ich habe zwei Zuhause.

Gebt mich nicht wie ein Paket vor der Haustüre meines anderen Elternteils ab. Bittet den anderen Elternteil kurz rein und redet darüber, wie ihr mein schwieriges Leben einfacher machen könnt.

Lasst mich vom Kindergarten oder bei Freunden abholen, wenn ihr den Anblick meines anderen Elternteils nicht ertragen könnt. Aber denkt daran: Ich liebe diesen Anblick. Also verhindert nicht, dass ich meinen anderen Elternteil sehe.

Streitet nicht vor mir. Seid wenigstens so höflich miteinander, wie ihr es zu anderen Menschen seid und wie ihr es auch von mir verlangt.

Erzählt mir nichts von Dingen, die ich noch nicht verstehen kann. Sprecht darüber mit anderen Erwachsenen, aber nicht mit mir.

Lasst mich meine Freunde zu beiden von euch mitbringen. Ich wünsche mir ja, dass sie meine Mutter und meinen Vater kennen und beide toll finden.

Einigt euch fair übers Geld, und vergesst nicht, dass ich bei meiner Mutter und bei meinem Vater Hunger habe und ein Bett und etwas anzuziehen brauche. Ihr habt mich zusammen gemacht, jetzt müsst ihr auch zusammen für mich sorgen.

Versucht nicht, mich um die Wette zu verwöhnen. Soviel Schokolade kann ich nämlich gar nicht essen, wie ich euch beide lieb habe.

Sagt mir offen, wenn ihr mal mit eurem Geld nicht klarkommt und meint nicht, ihr müsst mir unbedingt etwas kaufen, damit ich merke, dass ihr mich lieb habt. Für mich ist Zeit viel wichtiger als Geld.

Macht nicht immer so viel „action“ mit mir. Es muss nicht immer was Tolles sein, wenn ihr etwas mit mir unternehmt. Am schönsten ist es für mich, wenn wir einfach fröhlich sind, spielen, kuscheln und Zeit füreinander haben.

Lasst möglichst viel in meinem Leben so, wie es vor eurer Trennung war. Das fängt bei meinem Kinderzimmer an und hört auf bei kleinen Dingen auf, die ich mit euch gemeinsam oder ganz allein mit meinem Vater oder meiner Mutter gemacht habe.

Seid lieb zu meinen anderen Großeltern – auch wenn sie bei eurer Trennung mehr zu ihrem eigenen Kind gehalten haben. Ihr würdet doch auch zu mir halten, wenn es mir schlecht ginge!

Seid fair zu dem neuen Partner, den einer von euch schon gefunden hat. Mit diesem Menschen muss ich mich ja auch arrangieren. Das kann ich besser, wenn ihr nicht eifersüchtig seid.

Seid optimistisch. Eure Ehe habt ihr nicht hingekriegt – aber ihr seid immer noch meine Eltern. Also lasst uns wenigstens die Zeit danach gut hinbekommen. Ich glaube, es hilft uns allen, wenn ihr meine Bitten an euch ernst nehmt.

In Liebe, euer Kind Erstellt von Elternratgeberin Karin Jäckel

Dagny Siebke Autor: Dagny Siebke, am 28.12.2017 um 17:12 Uhr
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Kontaktdaten

Deutscher Kinderschutzbund
Ortsverband Celle
Neustadt 77
29225 Celle Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag von 10 bis 12 Uhr, Mittwoch zwischen 9 und 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr, freitags geschlossen
E-Mail: info@kinderschutzbund-celle.de Telefon: (05141) 46066 Hoempage: www.kinderschutzbund-celle.de

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