Celler Trio von Personalproblemen geplagt

Celler Allerlei in der Handball-Landesliga der Männer: Der MTV Müden mischt oben mit. Doch als Dritter liegen die Jungs von der Örtze mit 16:6 Punkten schon sechs beziehungsweise vier Punkte hinter dem Führungsduo aus Heidmark und Eyendorf. TuS Bergen rangiert als Siebter im Mittelfeld. 12:10 Punkte bedeuten weniger als erwartet, ist aber für den Siebten wegen vieler Verletzungen okay. Und der Kontakt nach oben besteht noch. Aufsteiger HBV 91 Celle steht als Vorletzter zwar objektiv am schlechtesten da, doch kämpft das Team erfolgversprechend gegen den Abstieg. Und hat trotz 4:18 Punkten noch alle Chancen.

Celle.

MTV Müden

Als Saisonhöhepunkt feierte der MTV den knappen 30:29-Auswärtssieg beim HBV in letzter Sekunde. Was vor der Saison eine Selbstverständlichkeit gewesen wäre. Alles andere als selbstverständlich sind die Fans: „Erstaunlich, wie viele Zuschauer es trotz Abstiegs zu den Heimspielen zieht. Echt klasse“, findet Trainer Markus Haydl.

Nicht so gerne denkt er an die Heimniederlagen gegen Heidmark (24:29) und vor allem im Derby gegen Bergen (30:31), wo der MTV unstrukturiert spielte und verdient verlor. Grund sind Personalprobleme: Gerade die längerfristige Verletzung von Henric Müller, der schon die gesamte Saison fehlt, macht sich in der Defensive bemerkbar. Die Schulterverletzung von Christopher Witte gab dem Mittelblock den Rest. „Wir müssen schon die gesamte Saison Flickenschusterei betreiben. Das wird 2018 hoffentlich entspannter“, hofft Haydl.

Er wünscht sich, dass sich sein Team weiterentwickelt, um am Ende unter den ersten drei zu stehen.

Großen Anteil am guten Abschneiden haben Spieler aus der eigenen „Talentschmiede“ wie Torben Ehlert und Nico Parpart. „Von diesen Rohdiamanten haben wir noch so ein paar, die wir weiter schleifen müssen. Danke an die Nachwuchstrainer für die klasse Ausbildung der Jungs“, so Haydl, der nach vorne blickt: „Wir wollen erstmal das Spitzenspiel am 14. Januar gegen Eyendorf gewinnen.“

TuS Bergen

Für die Grün-Weißen begann die Saison mit einem echten Paukenschlag. Mit dem neuen Trainer Daniel van Frayenhove schlug TuS den aktuell verlustpunktfreien Spitzenreiter aus Heidmark – und verlor die Punkte am Grünen Tisch wegen eines Schreibfehlers. „Das haben wir ziemlich lange mit uns rumgetragen“, ärgert sich van Frayenhove noch immer.

Noch mehr nervten ihn und alle Beteiligten die vielen Verletzungen, vor allem der Ausfall des Torjägers Wilken Rodehorst schmerzt. Er fällt noch länger aus, hofft im Februar gegen Müden und Heidmark wieder dabei zu sein.

Die Berger wollen ihre beiden letzten noch ausstehenden Vorrundenspiele unbedingt gewinnen, in Luhdorf und gegen Hollenstedt ist das auch drin. „Dann war die Hinrunde auch in Ordnung“, so der Coach, der in Zukunft das Tempospiel weiter verbessern will und letztlich eine Position zwischen Platz vier und sechs anstrebt.

Und der sich zudem über die gute Organisation im Verein freut. „Es wird alles übernommen, so dass wir uns voll und ganz auf das Spiel konzentrieren können. Das kenne ich aus meiner Handballzeit anders. Sehr angenehm.“ Weiter geht’s am 14. Januar bei der SG Luhdorf.

HBV 91 Celle

Rückblickend denken die HBVer für 2017 an die perfekte Rückrunde von Januar bis April. Das führte nicht nur zum Aufstieg, sondern auch zu einer Leistungssteigerung im Team. Der nächste Erfolg war die Vertragsverlängerung mit Trainerin Renee Verschuren. „Dass es trotz der SVG-Insolvenz geklappt hat, hat uns gefreut“, so der derzeit verletzte Moritz Kaplick.

Für den Aufsteiger war klar, dass es nicht einfach werden würde. Aber der HBV hat schon einige ordentliche Spiele gemacht, hätte vier Punkte mehr haben können. „Wir sind punktemäßig nicht ganz da, wo wir sein könnten. Aber wir freuen uns auf 2018 und werden alles geben, um in der Liga zu bleiben“, verspricht Kaplick.

Mit Pascal Bolay und eben Kaplick sind zwei wichtige Spieler in der Hinrunde ausgefallen. Aber der HBV ergänzte seinen Kader, ist variabler geworden. Vor allem mit der Verpflichtung des Tunesiers Rafaat Nciri ist das Team stärker geworden und noch schwerer auszurechnen. „Wir wollen unseren fleißigen Jugendspielern eine gute Perspektive bieten. Die B-Jugendlichen trainieren viel mit und es ist schön, zu sehen, wie Renee mit allen im Training akribisch arbeitet und allen viel beibringt.“ Was genau, das sehen die Handball-Interessierten am 14. Januar gegen TV Uelzen.

Stefan Mehmke Autor: Stefan Mehmke, am 01.01.2018 um 16:57 Uhr
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