Celler Weihnachtszirkus so beliebt wie lange nicht

Das Duo Krymskyi aus der Ukraine begeisterte das Publikum mit seiner Handstand-Equilibristik. Schimpanse Robby war hinten den Kulissen zu sehen. Foto: Oliver Knoblich

Äußerst zufrieden ist die Zirkusfamilie Köhler ins neue Jahr gestartet. "Wir sind mit den Besucherzahlen so zufrieden wie lange nicht mehr", betont Direktor Klaus Köhler. "In der heutigen Zeit ist das nicht mehr selbstverständlich."

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ALTENCELLE. Statt auf dem Celler Schützenplatz musste "Circus Belly" die Zelte im Gewerbegebiet an der Braunschweiger Heerstraße aufschlagen. "Uns hat es selbst überrascht, dass es auf dem Platz so gut lief", sagt Köhler. Man habe von der guten Lage an der Bundesstraße profitiert. "Wenn man so gut zu sehen ist, vergisst einen keiner", so Köhler. Zudem sei das Zelt gut gefüllt gewesen, da Belly in verschiedenen Kitas und bei der Celler Tafel Freikarten verteilte.

Der Zirkusdirektor habe von den Cellern Lob für das gesamte Programm unter dem Motto „Christmas Surprise“ bekommen, sagt Köhler. "Die meisten fanden es schön, wie kindgerecht wir es gestaltet haben." Exklusiv für Celle dabei war das Duo Krymskyi aus der Ukraine, das Handstand-Equilibristik und Luftnummern zeigte. Aber auch „Sarah Luise Schwarz & Sergio“ aus Frankreich sorgten mit ihrer Hunde- und Schweine-Revue sowie Akrobatik auf dem Fahrrad für beste Unterhaltung. "Das Programm ist sogar noch besser als im vergangenen Jahr angekommen." Dabei habe er schon wie im Vorjahr auf die Löwen und Tiger in der Manege verzichtet und somit auf die aktuellen Trends der Zirkusbranche reagiert.

Ein Wildtier wird während der Pause nach wie vor besonders gerne von den Cellern besucht: Robby, Deutschlands letzter Menschenaffe im Zirkus, der zuletzt in den Medien wieder für viel Wirbel sorgte. "Einige Zuschauer würden ihn sogar gerne wieder in der Manege sehen", verrät Köhler. Er überlegt nun, wie er den Schimpansen einbinden kann, ohne dass er akrobatische Kunststücke vollführen muss. "Robby ist schon an sich eine Persönlichkeit", findet Köhler. Zuletzt testete eine Bremer Tierärztin die künstlerischen und musikalischen Fähigkeiten des Schimpansen.

Erstaunlich ruhig lief es dieses Mal auch mit den Tierschützern. Diese kündigten zwar ihren Protest kurz vor der Premiere an, kamen dann aber nicht und ließen Circus Belly seine Arbeit machen. Nun sind die Mitarbeiter mit dem Abbau der Zirkuszelte und Bauwagen beschäftigt. Im Februar geht es für Familie Köhler weiter nach Bremen. Für Celle kündigt Direktor direkt den 18. Celler Weihnachtszirkus an: "Wie jedes Jahr wollen wir das anspruchsvolle Publikum mit einem völlig neuen Programm überraschen."

Dagny Siebke Autor: Dagny Siebke, am 12.01.2018 um 17:37 Uhr
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