Galaktischer Auftakt des Collegium Cellense

Joachim Hecker (rechts) sorgte nicht nur bei Dominik mit seiner Experimental-Lesung für Begeisterung. Foto: Oliver Knoblich

Kim staunt nicht schlecht, als er im Keller einem niedlichen Hamster begegnet, der sich als Käpt’n eines intergalaktischen Raumschiffes erweist und als „Space Hamsta“ vorstellt. Gemeinsam mit den beiden Freunden Metin und Vanessa begibt sich Kim mit Hamsta auf die abenteuerliche Reise zum sagenhaften Planeten Meinkenbracht, von dem alle Hamster herkommen.

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CELLE. Dozent Joachim Hecker (von Beruf Diplom-Ingenieur und Wissenschaftsredakteur beim Westdeutschen Rundfunk) überzeugte mit seiner Experimental-Lesung anlässlich des Auftakts zum Frühjahressemester des Collegium Cellense am Sonntag wieder einmal in der CD-Kaserne: Heckers Auftritt bestand aus spannenden und lustigen Geschichten aus seinem Buch „Das Raumschiff der kleinen Forscher“ sowie trickreichen Experimenten.

Damit der Hamster und die drei Kinder mit einem selbst gebauten Raumschiff endlich in den Weltraum fliegen können, benötigen sie zunächst einmal Treibstoff. „Für dieses Experiment brauchen wir lediglich einen Anspitzer aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung und Essigessenz“, kündigte der Dozent an. Unter den erwartungsvollen Augen des Publikums warf er den kleinen Anspitzer in die Flasche mit Essigessenz und dichtete das Gefäß mit einem Luftballon ab, um das Gas abzufangen. Während es in der Flasche immer mehr sprudelt, füllt sich auch der Luftballon mit Wasserstoff. Als Bestätigung seiner Treibstofffunktion zündete Hecker es vor seinem Publikum an und die altbekannte Knallgasreaktion war Beweis genug.

„Space-Hamsta“ setzt seine Reise fort, sein Ziel, der sogenannte „Planet Meinkenbracht“ rückt immer näher. „Um eventuelle Gegner vor Ort abwehren zu können, baut unser Hamster eine ganz spezielle Kanone. Kleiner Tipp, wir benötigen Überraschungseier“, so Hecker. Für die bestmögliche Veranschaulichung rief Hecker den jungen Studenten Peter auf die Bühne.

Mit seiner Antwort auf die Frage, ob er denn Experimente möge, wurden bereits alle Voraussetzungen erfüllt: „Nein, ganz im Gegenteil, ich liebe Experimente“, versicherte der kecke Achtjährige. Gesagt, getan, es ging nun an den Aufbau dieser Kanone: Peter steckte eine Spritze mit einem daran befestigten Band in ein Abflussrohr, schob die gelbe Kapsel eines Überraschungseis hinterher und verschloss die Konstruktion mit einem Stöpsel. Jetzt zog er langsam am Band, und siehe da: Der Stöpsel löste sich und die „Munition“ schoss heraus. Die Erklärung dafür ist simpel: Beim Verschließen des Rohrs entsteht ein Vakuum, das auf natürliche Weise, nur im Weltraum vorkommt.

Semester der Kinder-Uni beginnt von Clemens Swickis (9 Jahre)

Ich war bei der ersten Veranstaltung der Celler Kinderuni am Sonntag. Zuerst hat Joachim Hecker uns aus einem Buch vorgelesen, wo es um einen Hamster ging, der im Keller eines Jungen mit seiner Rakete gelandet war. Der Junge wollte mit dem Hamster eine Freundschaft schließen.

Dann haben wir Experimente gemacht. Wir haben Knallgas erzeugt, in dem wir Essig in eine Plastikflasche gefüllt haben und einen Metallanspitzer dazugelegt haben. Dann hat Herr Hecker einen gelben Luftballon über die Öffnung gezogen und dann wurde die Flasche richtig heiß und der Luftballon richtete sich auf. Der Ballon wurde immer größer und dann hat Joachim Hecker das Feuerzeug genommen und an den Luftballon gehalten und dann ist der Luftballon mit einem Knall und einer Flamme explodiert. Knallgas, das ist der Treibstoff der Raketen.

Joachim Hecker hat uns den Ames-Raum gezeigt. Dort standen zwei Überraschungs-Eier drin. Nur eins war größer als das andere. Natürlich waren das gleich große Überraschungs-Eier - nur ein Überraschungs-Ei war etwas weiter weg als das andere. Außerdem war bei dem kleiner scheinenden Ei der Raum etwas höher. Außerdem wurden ganz viele Stoffaliens gezeigt. Das eine Alien hatte einen langen Bart, das andere hatte einen großen Mund. Als alle Aliens vorgestellt waren, haben wir mit der 9er Reihe gerechnet. Das war komisch, witzig und spannend, denn alle im Raum merkten sich eine geheime Zahl zwischen 0 und 9. Meine geheime Zahl war 3, die mit 9 malgenommen gleich 27 und das Ergebnis der Quersumme 2 +7 ist wieder 9 (alle Zahlen der 9er Reihe haben zur Quersumme 9) und dann ist es egal, wenn man 6 abzieht kommt immer 3 raus und so sollten alle den 3. Buchstaben des ABC nennen und der heißt C für Celle.

Wir haben eine Süßigkeitenbombe mit Hilfe von Vakuum gebaut. Zuerst braucht man ein dünnes, graues Rohr aus dem Baumarkt. Dann braucht man einen Badewannenstöpsel und eine sehr dicke Spritze. Von der Spritze braucht man nur den Kolben (in der Spritze). Joachim Hecker hat an den Kolben eine Schnur gebunden und in das Rohr gesteckt. Man hat das Ende der Schnur aus der anderen Seite raushängen sehen. Dann hat Hecker Sich vier Kinder ausgesucht und hat ihnen Ü.-Eier gegeben und hat gesagt, dass sie mit dem gelben innen drin auf die Bühne kommen sollen. Jetzt hat Hecker das Ü-Ei oben in das Rohr gelegt (nicht wo der Faden raushängt). Dann hat er den Badewannendeckel als Dichtung draufgedrückt.

Alle haben einen Countdown bis Null gerufen und das Mädchen hat an dem Faden gezogen. Dann hat Herr Hecker den Stöpsel losgelassen und kurz darauf ist der Stöpsel abgefallen und das Ü-Ei ist mit hoher Geschwindigkeit ins Publikum gerast. Wir hatten nicht nur „Rasende Eier“ sondern auch ein anderes Experiment. Da hat Herr Hecker einen Schlüssel genommen und ihn an ein ein Meter langes Seil gebunden. An das andere Ende hat er eine Tasse gebunden. Dann hat er das Seil über den Kochlöffel gelegt, so dass die Tasse frei in der Luft gehangen hat. Dann hat Herr Hecker ein Kind auf die Bühne gerufen. Wir haben wieder einen Countdown runtergezählt Als Null erreicht war, hat das Kind den Schlüssel losgelassen und… die Schnur wickelte sich um den Kochlöffel! Dann gab es noch mehr Schokolade. Herr Hecker hat vier Kinder mit Elternteil auf die Bühne gerufen. Alle von ihnen haben eine Tafel Schokolade bekommen, aber nicht jeder hatte die gleiche Schokolade. Einer hatte 4 Stücke, einer 14 Stücke, einer 24 und einer 34 Stücke. Jeder sollte seine Tafel brechen und gucken, wie oft man die Stücke brechen muss. Das Ergebnis ist: Jedes Team musste einmal weniger brechen, als die Tafel Stücke hatte.

Die Zeit bei der Kinder-Uni war sehr schön, witzig und abenteuerlich. Am Schluss habe ich mir gleich ein Buch über Experimente gekauft. Der nächste Termin der Kinder-Uni findet am 13. Februar von 16.30 bis 17.30 Uhr statt. Mehr im Internet unter www.joachim-hecker.de

Frida Maecker Autor: Frida Maecker, am 30.01.2018 um 13:30 Uhr
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