Frühzeitige Vertragsverlängerung: MTV Eintracht Celle und Hilger Wirtz setzen Zeichen

Hilger Wirtz bleibtmindestens noch einweiteres Jahr Cheftrainerdes MTV Eintracht Celle. Foto: Alex Sorokin (Archiv)

Fußball-Oberligist MTV Eintracht Celle bleibt seiner Linie treu und stellt wie bereits in den Vorjahren frühzeitig die Weichen für die Zukunft. Trotz akuter Abstiegsgefahr setzen die Blau-Weißen weiter auf Kontinuität und verlängerten die Verträge mit Chefcoach Hilger Wirtz und Co-Trainer Frank Steinkuhl bereits jetzt bis zum Sommer 2019.

CELLE. „Das ist unabhängig davon, ob wir nächstes Jahr weiter in der Oberliga oder in der Landesliga spielen. Wir wollen den eingeschlagenen Weg gemeinsam weitergehen“, erklärt Jörg Klindworth, sportlicher Leiter beim MTVE. Damit setzten die Verantwortlichen und das Trainerduo ein deutliches Zeichen: auch im Falle eines Abstiegs bricht Eintracht nicht auseinander. „Dieses junge Team hat seinen Zenit noch längst nicht erreicht und ist noch entwicklungsfähig. Die Arbeit mit den Jungs und in diesem Umfeld macht einfach Spaß, daher wollten Frank und ich frühzeitig Klarheit schaffen. Jetzt sind die Spieler am Zug“, erläutert Wirtz seine Beweggründe.

Ab sofort beginnen die Gespräche mit den Spielern, die Truppe soll möglichst zusammengehalten werden. „Darauf werden wir uns jetzt konzentrieren, wir wollen auch hier frühzeitig Klarheit. Unser Ziel ist es, auch in der nächsten Saison eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen“, sagt Klindworth.

Mit Wirtz ist die wichtigste Personalie geklärt – und als deutliches Signal an die Spieler zu verstehen. „Ich hoffe, dass sich die Jungs weiter für unseren Weg entscheiden und bleiben, auch wenn mal der ein oder andere Verein anklopft. Natürlich sind unsere Mittel begrenzt, aber bei uns finden sie sehr gute Bedingungen vor“, appelliert Wirtz an seine Schützlinge.

Der 53-jährige A-Lizenzinhaber hat das Team im Sommer 2015 nach dem Landesliga-Aufstieg übernommen und in nur zwei Jahren zusammen mit Frank Weber in die Oberliga geführt. Damit ist Eintracht dem Plan eigentlich um zwei Jahre voraus, der Aufstieg gelang früher als erwartet und überraschend. „Wir wussten alle, auf welches Abenteuer wir uns da einlassen. Für die Jungs war es unheimlich schwer, sich darauf einzustellen, nach Jahren des Erfolgs wieder vermehrt Niederlagen zu kassieren. Wir machen das für unsere Verhältnisse wirklich sehr gut und haben bewiesen, dass wir in der Oberliga mithalten können, wenn wir am absoluten Limit spielen. Aber eben auch nur dann“, meint Wirtz.

Der Klassenerhalt ist mit momentan fünf Punkten Rückstand zum rettenden Ufer noch greifbar und wäre angesichts der Qualität der Konkurrenz und der eigenen begrenzten Mittel sogar noch höher einzustufen als der Aufstieg. „Wir wissen natürlich, dass es schwierig wird. Aber wir werden alles reinhauen, um in der Liga bleiben“, gibt sich Wirtz kämpferisch.

Selbst wenn dies nicht gelingt, droht kein kompletter Absturz. Allerdings ist auch nicht zwangsläufig gewährleistet, dass der MTVE in diesem Fall sofort wieder um den Aufstieg mitspielt. Wirtz: „Die Konkurrenz schläft ja nicht. Da wird jetzt schon wieder ordentlich aufgerüstet. Aber wir wollen uns so aufstellen, dass wir im Falle eines Abstiegs zur Spitzengruppe der Landesliga gehören. Aber damit will ich mich eigentlich nicht beschäftigen. Wir wollen in der Oberliga bleiben.“

Oliver Schreiber Autor: Oliver Schreiber, am 14.02.2018 um 01:19 Uhr
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