Celler sind erprobte Pendler

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Deutschland ist das Land der Pendler. Das macht sich auf den Straßen und an den Bahnhöfen bemerkbar. Zu den Stoßzeiten drücken sich die Fahrzeugkolonnen durch die Städte und in den Zügen und Bussen ist morgens und abends häufig kein Sitzplatz mehr zu ergattern. Die Verkehrsnetze sind ausgelastet – das zeigt sich in Großstädten wie Hannover oder Hamburg, aber selbst in Celle wird es gerne mal eng. Denn auch in Celle leben viele Pendler, umgekehrt kommen ebenfalls zahlreiche Berufstätige jeden Tag zur Arbeit in die Residenzstadt.

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CELLE. Der "Spiegel" wollte es ganz genau wissen: Wie viele Menschen verlassen täglich wohin ihren Wohnort? Dazu hat das Nachrichtenmagazin Daten der Bundesagentur für Arbeit detailliert ausgewertet – jede Kommune ist dabei. In der Online-Ausgabe kann jeder Arbeitnehmer seinen Wohn- und Arbeitsort eingeben und sein Pendlerverhalten vergleichen. Für die Stadt Celle ergibt sich daraus: Mit 37 Prozent ist der Anteil derjenigen, die ihren Wohnort aus Berufsgründen verlassen, nach "Spiegel"-Angaben vergleichsweise gering. Von 24.195 Beschäftigten verlassen 9045 die Residenzstadt zum Arbeiten, 15.150 dagegen üben ihren Beruf vor Ort aus.

Zu den häufigsten Arbeitsorten in der näheren Umgebung zählt Hannover, es folgen Langenhagen, Hambühren und Wietze. Weniger Berufstätige zieht es nach Burgwedel, in die Gemeinde Südheide, nach Nienhagen, Adelheidsdorf, Winsen und Bergen. Erst danach folgen weiter entfernte Arbeitsorte: Die meisten Arbeitnehmer pendeln nach Hamburg, gefolgt von Braunschweig, Wolfsburg und Berlin. Aus der Auswertung des "Spiegel" ergibt sich aber auch: Nach Celle pendeln ebenfalls viele Arbeitnehmer, konkret sind das 19.956 Beschäftigte. Sie kommen am häufigsten aus Winsen, Hambühren, Hannover und Bergen. Darauf folgen aus weiterer Entfernung Hamburg, Braunschweig und Lüneburg, aber auch aus Berlin kommen täglich Menschen nach Celle, um hier ihr Geld zu verdienen.

Wie ist die Situation im Landkreis? Exemplarisch dargestellt an Bergen, Lachendorf und Winsen zeigt sich, dass der Anteil der Auspendler hier – bedingt durch weniger Beschäftigungsmöglichkeiten – wesentlich höher als in Celle liegt. Bergen verlassen 69 Prozent der 5008 Beschäftigten zum Arbeiten. Die Mehrheit fährt nach Celle, gefolgt von der Gemeinde Südheide, Lohheide und Soltau. Zu den entfernteren Zielen gehören Hannover, Hamburg, Neumünster und Meppen.

Noch höher liegt der Anteil der Pendler in Winsen (81 Prozent) und Lachendorf (78). Celle liegt als Arbeitsort bei den Beschäftigten aus der Westkreis-Gemeinde weit vorne, danach kommen Hannover, Wietze und Langenhagen. Bei den entfernteren Pendlerzielen liegt Hamburg vor Wolfsburg, Meppen und Braunschweig. Auch aus Lachendorf pendeln die meisten Arbeitgeber nach Celle. Hier folgen Hannover, Isernhagen und Wolfsburg. In weiterer Entfernung ist Hamburg der einzige Ort, der statistisch erfasst wurde.

Carsten Richter Autor: Carsten Richter, am 13.03.2018 um 17:23 Uhr
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