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Fußball regional 1. Fußball-Kreisklasse: Absteiger wird zum Gejagten
Sport Fußball regional 1. Fußball-Kreisklasse: Absteiger wird zum Gejagten
14:56 07.01.2014
Auch im Duell der Kreisliga-Absteiger gegen SSV Groß Hehlen behielt der TuS Eversen-Sülze (rote Trikots) mit 5:2 die Oberhand. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Die Hinrunde in der 1. Kreisklasse war für den TuS Eversen-Sülze ein voller Erfolg: Unbesiegter Tabellenführer, fünf Punkte Abstand zum Tabellenzweiten und dabei sogar noch ein Spiel weniger als die direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen. Weiterer Vorteil: Dank des großen Kaders stellen Verletzungen kein größeres Problem dar, als es noch in der vorangegangenen Saison der Fall gewesen war. Die hatte bekanntlich mit dem Abstieg aus der Kreisliga geendet. TuS-Trainer Sven Ewert sieht den Abstieg gleichzeitig als Chance für einen Neuaufbau. Und damit scheint er erfolgreich zu sein. Zumindest ist es nicht selbstverständlich, dass ein Absteiger gleich wieder zum Sprung „nach oben“ ansetzt.

Doch beim TuS ruht man sich nicht auf dem Erfolg aus: Eine richtige Winterpause gibt es nicht, stattdessen wartet ein straffer Trainingsplan auf die Mannschaft mit regelmäßigen Besuchen im Fitnessstudio. Es wird deutlich: Das Team strebt Höheres an.

Anders sieht es beim Ligavorletzten SV Großmoor aus. Dieser verlor 13 von 16 Spielen. Trainer Alfred Vogel ist sich der schwierigen Lage durchaus bewusst „Wir haben uns nicht mit dem Abstieg abgefunden. Es wird aber verdammt schwer“, sagt er. Sollten die Wetterverhältnisse ab Mitte Januar kein Freilufttraining erlauben, wird die Mannschaft ins Fitnessstudio oder in den Soccer-Park ausweichen. Topfit will man dann den Abstiegskampf annehmen. Noch schwieriger sieht die Situation beim SV Dicle II aus. Nur sechs Punkte hat das Team aus 16 Spielen gesammelt – dafür aber bereits 72 Gegentore.

Solche Sorgen braucht man sich beim TuS Oldau-Ovelgönne nicht zu machen. Immerhin verfügt der Ligazweite über die beste Defensive der Liga. Trainer Stephan Wöhling fordert von seiner jungen Mannschaft allerdings mehr Effektivität. „Es darf nicht erneut passieren, dass wir einen scheinbar sicheren Sieg aus der Hand geben.“ Den Schwung dafür wird sich das Team ab Anfang Februar erarbeiten. Trotz des Everser Vorsprungs bleibt Wöhling optimistisch: „Machbar ist alles.“

Das gilt jedoch auch für die direkten Verfolger. Dazu gehören auch TuS Hohne-Spechtshorn und der VfL Wathlingen. Beide haben zwar vier Punkte weniger auf dem Konto, allerdings auch zwei Spiele weniger absolviert. Die Wathlinger liegen auf dem fünften Tabellenplatz und hinsichtlich des Saisonziels „Platz eins bis fünf“ durchaus im Soll. Dementsprechend zufrieden ist Trainer Lars Hammermeister. Er sieht deutliche Fortschritte im VfL-Team und ist optimistisch: Der VfL will oben angreifen und in der Rückrunde den Aufstieg holen. „Wenn das nicht gelingt, dann ist das aber auch kein Beinbruch“, so Hammermeister.

Etwas offensiver drückt es Peter Bartosch aus. Der Trainer des TuS Hohne-Spechtshorn steht mit seiner Mannschaft auf dem vierten Tabellenplatz. Für ihn sind noch alle Optionen offen. „Auch Eversen ist nicht unschlagbar. Unser Ziel besteht immer noch aus dem Wiederaufstieg“, sagte er. Die Chancen stehen gut: Hohne-Spechtshorn würde mit Siegen aus den Nachholspielen auf Platz zwei vorrücken.

Auch die zweite Mannschaft des VfL Westercelle ist mit 27 Punkten im Rennen um den Aufstieg – auch wenn dieser beim VfL nicht mit letzter Konsequenz verfolgt wird. Hauptsächlich ginge es darum, Spaß zu haben, unterstreicht Trainer Heiko Volkmer. Gleichzeitig wolle man in der zweiten Mannschaft Spieler für die ersten Herren ausbilden. Mit Erfolg: Malte Stellmach schaffte den Sprung in den Westerceller Bezirksligakader.

Die Rückrunde in der 1. Kreisklasse verspricht einiges an Spannung. Die Würfel sind noch nicht gefallen. Und so ist der Ausspruch von Peter Bartosch durchaus passend: „Es wird am Ende abgerechnet“, sagt Hohnes Coach.

Von Fiona Meier