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Fußball regional 2:0 gegen MTV Gifhorn: MTV Eintracht Celle wie verwandelt
Sport Fußball regional 2:0 gegen MTV Gifhorn: MTV Eintracht Celle wie verwandelt
20:05 15.10.2017
Von Oliver Schreiber
Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

„Das war ein ungemein wichtiger Sieg in diesem wichtigen Spiel. Ich freue mich riesig für die Jungs, dass sie sich für ihre engagierte Leistung belohnt haben. Wir waren hochkonzentriert, zweikampfstark und fleißig. Das gibt uns neues Selbstvertrauen, zumal endlich auch mal die Null stand“, meinte Wirtz. Der MTVE hat somit den Anschluss an die Nichtabstiegsregion gehalten und so ganz nebenbei Gifhorn mit in den Sumpf gezogen.

Sein Gifhorner Pendant Uwe Erkenbrecher war hingegen ziemlich bedient vom Auftritt seiner Schützlinge speziell in der ersten Halbzeit. „Das hatte mit Oberliga-Niveau nichts zu tun. Wir haben fast jeden Zweikampf verloren, das war an Naivität nicht zu überbieten. Wir haben uns da abkochen lassen. In der zweiten Halbzeit war das wesentlich besser, aber da haben wir drei sehr gute Torchancen nicht genutzt“, resümierte der enttäuschte Ex-Profi, der sich zur Beruhigung bei der Pressekonferenz erst einmal ein kaltes Bier gönnte.

Die Celler kamen nach den beiden Pleiten wie verwandelt aus der Kabine, was wohlgemerkt nicht nur an den neuen Trikots lag. Von Unsicherheit überhaupt keine Spur, Eintracht war von Beginn an voll auf der Höhe – im Gegensatz zu den Gästen. Die erste Chance hatte Tim Runge, der mit einem satten 15-Meter-Schuss an Gifhorns Keeper Tobias Krull scheiterte (5.).

Nur vier Minuten später rappelte es im Karton. Christoph Gaete von Wersebe eroberte in der eigenen Hälfte auf der linken Seite den Ball und spielte auf Yannik Ehlers, der Adrian Zöfelt auf die Reise schickte. Der ließ zwei Gegner stehen und schoss, Krull konnte die Kugel nur nach vorne abwehren – dort stand Runge, der den Abstauber zur frühen Führung verwertete.

Valentin von Behr bot sich nach schönem Konter über Zöfelt und Runge in der 13. Minute die Möglichkeit, auf 2:0 zu stellen, doch er zögerte frei im Strafraum zu lange mit dem Abschluss. Ganz im Gegensatz zur 32. Minute, als er beherzt aus 20 Metern aufs Tor schoss und das Glück des Tüchtigen hatte. Der Ball wurde unhaltbar abgefälscht – und es stand 2:0.

Der MTVE hatte die Partie komplett im Griff, aus dem Spiel heraus hatte Gifhorn nicht eine Torchance. Vor allem im Zentrum war gegen die geschlossen verteidigenden Celler kein Durchkommen, sodass lediglich eine Reihe von Eckbällen Gefahr für das Tor der Hausherren brachten. Aber auch hier war das junge Team stets aufmerksam.

Nach dem Seitenwechsel und einer „Kabinenpredigt“ von Erkenbrecher kamen die Gifhorner besser ins Spiel und zu insgesamt drei Großchancen, die der glänzend aufgelegte Eintracht-Keeper Andreas Mikroulis aber allesamt vereitelte. Durch das Verhindern des Anschlusstreffers ersparte er dem Celler Anhang das große Zittern um diese so wichtigen drei Punkte – und seinem Team einen möglichen Rückfall in schlechte Zeiten. „Andreas hat das wirklich sehr gut gemacht. Wir haben in der zweiten Halbzeit nachgelassen. Aber unterm Strich war das eine tolle Leistung. Wir waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen“, erklärte Wirtz.

Die Celler boten eine geschlossene Mannschaftsleistung. Neben dem agilen Zöfelt war Bastian Stech im defensiven Mittelfeld überragend. „Basti ist schon seit Wochen unser bester Zweikämpfer. Das hat er heute wieder bewiesen. Aber generell waren alle heute in den Zweikämpfen sehr präsent und robust. Anders kannst du in der Oberliga auch nicht bestehen“, sagte Wirtz. Das harte Training hat sich ausgezahlt – Übung macht bekanntlich den Meister.