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Fußball regional 2:1 in Vorwerk: MTV Eintracht Celle erzwingt das Glück
Sport Fußball regional 2:1 in Vorwerk: MTV Eintracht Celle erzwingt das Glück
15:30 29.07.2018
Von Christoph Zimmer
Eintrachts Adrian Zöfelt (links) – hier im Duell mit Vorwerks Robin Ohlde – erzieltein der vierten Minute der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer für den Landesligisten. Quelle: Oliver Knoblich
Vorwerk

Wie groß die Erleichterung bei den Gästen war, sah man auch an diesen Jubelszenen nach dem Einzug in die dritte Runde gegen diesen frechen und aufopferungsvoll kämpfenden Gegner. Gegen die ausgesprochen defensiv eingestellten Gastgeber, die in der letzten Saison noch in der Kreisliga spielten, taten sich die Gäste, die in der letzten Saison in der Oberliga spielten, lange schwer. „Wir hatten deutlich mehr Ballbesitz, aber der vorletzte Pass kam nicht an“, befand Wirtz. Trotzdem war der Trainer nicht unzufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft bei den sommerlichen Temperaturen am Sonntagmorgen vor rund 300 Zuschauern in Vorwerk, „weil wir den Sieg bis zuletzt unbedingt wollten“.

Den großen Willen sah man bei den beiden Toren seiner Mannschaft. In der 71. Minute setzte sich der kurz zuvor eingewechselte Valentin von Behr stark auf der rechten Seite durch und spielte den Ball in den Strafraum, wo Henry Struwe wartete, aber Daniel Peth im Tor der Vorwerker deutlich früher an den Ball kam. Weil er diesen aber nicht festhalten konnte und nach vorne abprallen ließ, wurde Struwe für seine Hartnäckigkeit mit seinem Treffer zum Ausgleich belohnt. In der vierten Minute der Nachspielzeit (unter anderem wegen einer Trinkpause in der zweiten Halbzeit) sorgte schließlich Zöfelt für die Entscheidung. Nach einer Ecke von Tim Struwe gewann er einen Pressschlag im Strafraum, den Ball fälschte Tim Lehmeier unglücklich ins eigene Tor ab. Peth kam erst hinter der Linie an den Ball. „Wir haben uns gegen diesen Gegner gut aus der Affäre gezogen. Nach dem Ausgleich haben wir weiter nach vorne gespielt und uns am Ende für unseren Aufwand belohnt“, sagte Wirtz nach dem Einzug in die dritte Runde.

Bei den Vorwerkern herrschte trotz des unglücklichen Ausscheidens in der Nachspielzeit am Ende gute Laune. „Natürlich ist es ein bisschen ärgerlich, wenn man so spät verliert“, sagte Trainer Stefan Mainka. „Aber wenn man bedenkt, wo beide Mannschaften vor einem Jahr gespielt haben, ist das Ergebnis ein Achtungserfolg.“ In der ersten Halbzeit hatte seine Mannschaft die besseren – und einzigen – Chancen. Nach einer missglückten Kopfballabwehr von Malte Marquardt traf Malte Stellmach mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumgrenze zur Führung der Gastgeber (20.). Weil im Anschluss aber erneut Stellmach (37.) und zuvor Ioannis Giordano (8.) und Marc Matthesius (15.) beste Möglichkeiten ausließen, blieb es bei der knappen Führung zur Pause. „Mit einem bisschen Glück gelingt uns ein weiterer Treffer“, ärgerte sich Mainka über die liegen gelassenen Möglichkeiten. Nach der Pause schwanden bei den Vorwerkern dann zunehmend die Kräfte, was die Gäste in der Schlussphase konsequent ausnutzten.

Gesprächsbedarf gab es hinterher wegen des Ausgleichstreffers für Eintracht. Weil die Schiedsrichterassistentin trotz eines klaren Einwurfs für den Landesligisten fälschlicherweise in die falsche Richtung zeigte, „waren meine Spieler kurzzeitig irritiert und haben sich nach vorne orientiert“, erklärte Mainka die Szene. Die Gäste dagegen nahmen den Ball schnell auf und spielten nach vorne – mit Erfolg. „Sonst sind wir in diesen Situationen immer zu lieb. Ich bin froh, dass wir diesmal schnell reagiert haben“, sagte Wirtz. Obwohl beide Trainer die Situation im Nachhinein als unglücklich empfanden, wollte niemand den Schiedsrichtern einen Vorwurf machen. „Fehler können passieren“, sagten beide im gleichen Wortlaut.

Der Ball kommt präzise, wenn Alfred März die Plastikkugel über das Netz schlägt. Auf der anderen Seite der Tischtennisplatte wehrt sein Gegenüber das vermeintlich Ass ab. Der 81-Jährige springt beiseite, aus den Augenwinkel sieht er, wie sein Doppelpartner zum Schmetterball ansetzt. Das war der Punkt. Max Leon Schulze und Alfred März klatschen sich ab. Die beiden bilden das neue „Dreamteam“ der Tischtennismannschaft der Unteroffiziere aus Wietzenbruch. Doch während der ehemalige Berufssoldat Alfred März jeden Mittwoch in der Sporthalle auf dem Fliegerplatz zum Tischtennisschläger greift, ist der Elfjährige Max Leon Schulze nur ein „ganz besonderer Ferienfreund“, wie der 81-Jährige sagt.

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