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Fußball regional 2:6 gegen Havelse: ESV Fortuna Celle lässt sich in zweiter Halbzeit hängen
Sport Fußball regional 2:6 gegen Havelse: ESV Fortuna Celle lässt sich in zweiter Halbzeit hängen
21:38 09.11.2014
War in der ersten Halbzeit kaum zu halten: Jana Völker (links) lief ihrer Gegenspielerin häufig davon. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Dabei begannen die Fortuna-Spielerinnen konzentriert. Einen langen, hinter die Abwehr gespielten Ball erlief Vivien Wittrin und legte zu ihrer Mitspielerin Anna-Lena Füllkrug rüber, die ohne Probleme zum 1:0 einschob (7.). Jetzt dominierten die Cellerinnen und kamen immer wieder gefährlich vors Havelser Tor. Nur bei Ecken der Gäste aus Garbsen wurde es gefährlich. „Bei Standards waren wir heute katastrophal“, gibt ESV-Trainer Klaus Much zu. Zum einen stimmte die Zuordnung der Feldspielerinnen nicht, zum anderen blieb Ersatztorhüterin Melanie Würmel, die heute Stammkeeperin Sina Lautenbach ersetzte, auch bei Bällen in den Fünfer auf der Torlinie.

Das führte in der 18. Minute zu einer Billardsituation im Fünf-Meter-Raum und wenig später zum Ausgleich. Havelses Maike Stickel stand nach einer Ecke ziemlich allein im Sechzehner und verwandelte sehenswert per Dropkick (32.). „Heute haben uns die Standardsituationen das Genick gebrochen“, ärgert sich Much. Denn danach verlor seine Mannschaft die Stabilität. „Wir haben nur noch gebolzt und lange Bälle nach vorne gespielt“, kommentiert der ESV-Coach.

So schlichen sich immer mehr Fehler in das Spiel der Fortuna-Frauen ein. Torhüterin Würmel ließ eine Flanke direkt vor die Füße der Havelser Stürmerin fallen, die locker zum 1:2-Pausenstand einschob (44.).

Es folgte eine kurze Ansprache von Much, der vor der Halbzeit lautstark eine bessere Körpersprache forderte. Seine Frauen waren fünf Minuten vor den Havelserinnen aus der Kabine gekommen und begannen engagiert. Einem Abseitstor von Füllkrug folgten mehrere gute Offensivaktionen.

Doch eine einzige Unkonzentriertheit machte das Engagement zunichte. Als die Cellerinnen noch über eine Schiedsrichterentscheidung lamentierten, verwandelte Havelses Yvonne Tünnermann aus 35 Metern den heiß diskutierten Freistoß zum 1:3. „Das ist Mädchenfußball, kein Frauenfußball. Da muss man sich davor stellen“, moniert Much. Aus Kontersituationen schoss Louiza Omelan das 1:4 (65.) und das 1:5 (67.).

„Da haben wir uns nicht mehr richtig gewehrt“, kritisiert der ESV-Coach. So durfte Omelan, wieder nach einer Standardsituation, den Hattrick perfekt machen (81.). Nur in den letzten Minuten wehrten sich die Fortuna-Frauen. Celina Klebe traf mit einem Fernschuss zum 2:6 (83.).

Trainer Much zeigte sich dennoch enttäuscht von seinem Team: „In der zweiten Hälfte war das kein Regionalliga-Niveau.“

Von Alexander Hänjes