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Fußball regional 3:0 - MTV Eintracht zeigt im Stadtderby Muskeln
Sport Fußball regional 3:0 - MTV Eintracht zeigt im Stadtderby Muskeln
22:20 01.04.2013
Wo ist den der Ball? Fortunas Marcel Döhrmann (rechts) und Eintrachts Kai Kowalischen auf der Suche nach dem Spielgerät. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

Die erste Gelegenheit während der insgesamt noch ausgeglichenen Anfangsminuten erspielten sich aber die Fortunen. Dabei setzte Nils Wittenberg einen Kopfball knapp über das Tor (10. Minute). Nach 20 Minuten begann aber das muntere „Scheibenschießen“ der Gastgeber. Kai Meyer per Kopf (20.), Michel Moormann sogar mit einer Doppelchance (22.) und Kapitän Marc Kohls (28.) scheiterten entweder an Gäste-Keeper Daniel Herzog oder am eigenen Unvermögen. Gerade als ihr Trainer Schläpfer völlig zu verzweifeln drohte, verwertete Kohls einen weiten Einwurf und schob den Ball zur 1:0-Führung über die Linie (38.).

Wer glaubte, in den zweiten 45 Minuten würden die Eintrachtler ihre Torchancen, auch mit Rücksicht auf Schläpfers Haare, sorgsamer nutzen, der hatte sich getäuscht. Moormann ließ erneut zwei gute Möglichkeiten ungenutzt verstreichen (55. und 57.). In dieser Phase hatten die Gastgeber sogar Glück, dass sich Fortunas Oliver Frerichs (61.) ein Beispiel an den Blau-Weißen nahm und seinerseits einen vielversprechenden Konter nicht erfolgreich abschloss.

Stattdessen blieb Moormann eine Minute später, mustergültig von Björn Lohmann in Szene gesetzt, doch noch eiskalt und markierte das 2:0. Kurze Zeit später kam der Torschütze im ESV-Strafraum zu Fall, den fälligen Strafstoß verwandelte Kohls sicher zum 3:0 (71.).

„Eine katastrophale Chancenauswertung, phasenweise gute Spielzüge, aber nach dem 3:0 aufgehört, Fußball zu spielen“, so das kompakte Fazit von Eintrachts Co-Trainer Birko Schläpfer. ESV-Co-Trainer Sven Schmücker erkannte die Überlegenheit der Gastgeber an: „Eintracht hat verdient gewonnen, strebt aber auch andere Ziele als wir an.“ Ob oder wie lange Schläpfers Haare nach dem Abpfiff übrigens noch zu Berge standen, ist nicht überliefert.

Von Philip Krüger