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Fußball regional 4300 Fans bejubeln Jogis Jungs
Sport Fußball regional 4300 Fans bejubeln Jogis Jungs
00:19 23.06.2012
Von Christopher Menge
Public Viewing im Franzˆsischen Garten zum Spiel Deutschland gegen Griechenland Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Nur ein paar Minuten lang mussten sie zittern: Hendrik Müller und Martin Gestmann verfolgten im Französischen Garten den 4:2-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland. Nach dem Ausgleichstreffer des Außenseiters blickten die beiden Fußballfans geschockt Richtung Leinwand, ehe sich beim Tor von Sami Khedira alles entlud. Die beiden lagen sich in den Armen, hüpften und stimmten spontan „Finale, Finale“ an. Dass die Deutschland-Brille von Kumpel Andreas Schopper den euphorischen Jubel nicht überlebte, trübte die Freude nicht.

4300 Celler waren in den Französischen Garten gekommen, um gemeinsam das Viertelfinale der DFB-Elf zu sehen. „Es macht einfach mehr Spaß mit großer Menge und großer Stimmung zu gucken“, sagte Müller. Einige Hundert Fans erlebten die ersten 30 Minuten allerdings noch vor den Sicherheitskontrollen, da sie sich zu spät fürs Public Viewing entschlossen hatten. Gestmann, der sein Gesicht in schwarz- rot- gold geschminkt hatte, war schon vor dem Spiel optimistisch. „3:0 gewinnen wir“, sagte er. Überhaupt konnte sich kaum jemand ein Ausscheiden vorstellen. Und Jogis Jungs enttäuschten die Celler nicht. Auch wenn sie in der ersten Halbzeit aufgrund der schwachen Chancenverwertung ein paar Sorgenfalten bei Müller und Gestmann hervorriefen. Müller und Gestmann waren in der 4. Minute schon einmal in die Luft gesprungen, doch Kloses Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben. Als Mesut Özil nach gut 20 Minuten frei stehend vergab, verlief die Schminke im Gesicht von Matthias Böhme, der sich seine Hände vor dieses schlug. „Deutschland ist klar, am Drücker, solche Chancen müssen sie nutzen“, sagte der Elektriker.

Die Umstellung von Trainer Joachim Löw kam bei Gestmann, der das Spiel mit insgesamt 15 Freunden aus Westercelle verfolgte, gut an. „Reus ist aktiver als Müller“, sagte er. Zur Halbzeit war sich sein Freund Müller sicher, dass die Deutschen weiterkommen werden. „Wenn das von den Griechen alles war, sehe ich keine Gefahr für den Halbfinaleinzug“, so Müller. Er sollte Recht behalten, auch wenn er gemeinsam mit den 4300 deutschen Anhänger ein paar Minuten zittern musste, ehe Khedira den Französischen Garten beben ließ.

Viele Fans feierten den „hoch verdienten Sieg“ (Gestmann) in der Stadt mit einem Hupkonzert bis weit nach Mitternacht.