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Fußball regional 96 gibt „Vollgas“ im Celler Trainingslager
Sport Fußball regional 96 gibt „Vollgas“ im Celler Trainingslager
18:27 30.06.2011
Erste Einheit Hannover 96 Trainingslager Quelle: Peter Müller
Groß Hehlen

Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat eine „grandios Saison“ gespielt, würde Roman Weidenfeller, Torhüter bei Borussia Dortmund, sagen. Platz vier sprang am Ende für das Team von Trainer Mirko Slomka heraus.

An die Leistung aus der abgelaufenen Spielzeit möchte 96 anschließen. „Wir möchten uns dauerhaft unter den Top Ten der Liga präsentieren“, sagt Slomka. Für dieses Ziel schuften die Spieler im Trainingslager in Groß Hehlen. Auf der Sportanlage des SSV Groß Hehlen am Krähenbergweg begrüßte gestern Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende die Mannschaft. Das Team hatte die Strecke vom Ringhotel Celler Tor zum Platz mit Mountainbikes zurückgelegt.

Der Tag im Trainingslager beginnt für die Profis mit abwechselnd einer Lauf- oder einer Radfahr-Einheit um 8.15 Uhr. Um 10 Uhr findet das erste öffentliche Training auf der Sportanlage statt, um 16.30 Uhr das zweite.

Die Nationalspieler Mohammed Abdellaoue, Emanuel Pogatetz und Didier Ya Konan sowie Konstantin Rausch stiegen gestern ins Training ein: Sie bildeten eine Sondergruppe. Das Quartett absolvierte Dribblings, übte die Ballannahme und machte Sprints mit Ball. „Wir arbeiten auch in der frühen Vorbereitung sehr bewusst mit dem Ball“, sagt Pressesprecher Alex Jacob. Der Rest des Teams machte sich in der Tennishalle mit Fußballtennis warm und trainierte dann auf dem Platz mit dem Ball.

Rund 30 Zuschauer schauten gestern Vormittag beim 96-Training zu. Slomka nutzte Unterbrechungen im Training, um sich mit einzelnen Spielern zu unterhalten. „Wir möchten im Trainingslager den Teamgeist fördern. Die Spieler sind hier 24 Stunden am Tag zusammen“, so der Trainer. Er sei ein Freund von „Vollgas“ im Trainingslager: Die Intensität sei sehr hoch. „In der vergangenen Saison waren wir bei der Balleroberung nicht so erfolgreich. Das wollen wir steigern“, so Slomka. Auf diese Weise sollen Chancen konsequenter erarbeitet und bei Ballverlust des Gegners schneller Tore erzielt werden. „Schnelles Umschalten, Pass in die Tiefe, gutes Laufverhalten im Sturm und dann zum Abschluss kommen“, lautet Slomkas Konzept.

Von den Bedingungen vor Ort ist der Trainer begeistert: „Die Stadt Celle und ihre Mitarbeiter haben alles dafür getan, um den Platz in einen bundesligareifen Zustand zu bringen.“ Bis zur Abreise am Sonntag möchte er das ballorientierte Training fortsetzen. Ab heute ist der neu verpflichtete dritte Torwart Samuel Radlinger dabei. Dauerpatient Leon Andreasen ist bei Klaus Eder, Physiotherapeut der deutschen Nationalelf, in Behandlung. Kapitän Steven Cherundolo, der noch in Amerika ist, kehrt am 8. Juli zum Team zurück. Es sei noch unklar, „wie stark der Anriss seines Syndesmosebandes im Sprunggelenk ist“, so Slomka. Der Spieler trage keine Schiene. „Das wundert uns“, so Slomka. Für Cherundolo sei aber kein Ersatz geplant. Carlitos befindet sich noch zur Reha in Portugal.

Am 31. Juli spielt 96 im DFB-Pokal bei Oberligist Anker Wismar. Die Hansestädter hatten sich nach einer neuen Wettkampfstätte umsehen müssen, da das heimische Kurt-Bürger-Stadion nicht den DFB-Anforderungen entsprach. Als Austragungsort steht nun das Lübecker Stadion „Lohmühle“ fest. „Ich finde es schade für Wismar, dass wir dort nicht spielen können“, so Slomka.

Von Paul Gerlach