Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Abbruch bei Spiel des TuS Celle FC: Schiri bestätigt Elstorfer Version
Sport Fußball regional Abbruch bei Spiel des TuS Celle FC: Schiri bestätigt Elstorfer Version
12:38 27.12.2016
WolfgangLidle.
Celle Stadt

Dieser dürfte den Verantwortlichen und Akteuren des TuS FC nicht sonderlich gefallen, denn Klein spricht entgegen anders lautenden Aussagen eindeutig von einem Spielabbruch auf Anraten der Polizei. „In der Halbzeitpause kamen der Obmann des TSV Elstorf und ein Polizeibeamter zu uns in die Kabine. Der Polizeibeamte teilte uns mit, dass die Sicherheit auf und neben dem Platz nicht mehr gewährleistet werden kann und er dazu rät, das Spiel abzubrechen“, schreibt der Referee in seinem Bericht.

Damit bestätigt er die Version des TSV Elstorf, dessen Teamsprecher Nils Gosebeck von Anfang an davon gesprochen hatte, dass die Partie auf Anraten der Polizei abgebrochen worden wäre. Wolfgang Lidle, Vorsitzender des TuS Celle FC, zeigte sich von der Darstellung des Schiedsrichters überrascht. „Das widerspricht meinem Kenntnisstand“, so Lidle, der selbst diverse Gespräche mit Verantwortlichen der Harburger Polizei geführt hat.

Auch auf CZ-Nachfrage hatten Polizeisprecher wiederholt verneint, eine Empfehlung zum Spielabbruch gegeben zu haben: „Es gehört nicht zu unseren Aufgaben, Empfehlungen für Spielabbrüche bei Fußballspielen zu geben“, war seinerzeit zu hören. So kommt nicht wirklich Licht ins Dunkel der unterschiedlichen Darstellungen der zweifellos sehr unschönen Vorkommnisse dieses düsteren Nachmittags des Amateurfußballs.

Dennoch scheinen die geäußerten Celler Hoffnungen auf eine Spielwertung zugunsten des TuS FC auf ein Minimum reduziert. Rüdiger Wiegand, Vorsitzender des Bezirkssportgerichts, hat zur Vorbereitung auf die mündliche Sportgerichtsverhandlung, die für den 14. Januar eingeplant ist, die Vereine jetzt aufgefordert, sich bis zum 3. Januar schriftlich zu äußern. Insbesondere ist für ihn von Interesse, ob die beteiligten Vereine Ordner benannt und abgestellt haben.

Das Sportgericht steht jetzt vor der gewiss nicht leichten Aufgabe, ein gerechtes und für alle Beteiligten auch plausibles Urteil in Sachen Spielwertung zuzüglich sonstiger Sanktionen zu treffen. „Wir werden unsere Hausaufgaben machen und gut vorbereitet in diese Verhandlung gehen“, verspricht Lidle, der zumindest auf ein Wiederholungsspiel hofft. Diese Hoffnung ist nach dem Schiri-Bericht aber deutlich geringer geworden.

Von Jochen Strehlau