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Fußball regional Aderlass – Rückschläge – Abstieg beim MTV Eintracht
Sport Fußball regional Aderlass – Rückschläge – Abstieg beim MTV Eintracht
17:00 04.06.2012
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Soviel ist nach dem Abstieg schon einmal sicher: „Es geht weiter“, stellt Trainer Frank Weber klar. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga werden bei den Fußballern des MTV Eintracht Celle die Ärmel hochgekrempelt. Die Weichen für die Zukunft müssen nun in der Kreisliga gestellt werden. Jahrelang war die Mannschaft im Bezirk unterwegs gewesen. Kein Wunder, dass der Gang zurück in den Kreis im Umfeld für eine gewisse Portion Ungewissheit gesorgt hat. Was wird wohl aus der Mannschaft? Ohnehin hatte die Fußball-Abteilung nach der Fusion zwischen dem MTV Celle der SV Eintracht Celle in den vergangenen Jahren immer wieder Rückschläge hinnehmen müssen. Neben den Altherrenteams sind nur noch eine Herrenmannschaft und ein durchwachsener Unterbau mit Jugendmannschaft übriggeblieben. Es ist höchste Zeit, dass sich Celles größter Sportverein in Sachen Fußball bewegt.

Zumindest für das sogenannte Aushängeschild kann Trainer Frank Weber Entwarnung geben.: „Der Stamm der derzeitigen Mannschaft bleibt“, verkündet er, ihm würden derzeit Zusagen von zehn Spielern vorliegen, auch in der kommenden Saison für das MTVE-Team zu spielen. „Die Jungs stellen sich der Verantwortung, den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen“, so der Coach, der dabei selbst mit anpacken will. Darüber hinaus würden einige vielsprechende Gespräche mit möglichen Neuzugängen laufen. „Namen gibt es aber erst, wenn ich den Spielerpass in den Händen halte“, sagt Weber aus Erfahrung.

Erfahrungen, die er nach Abschluss der vorangegangenen sammeln musste und die der Anfang vom Abstieg waren. Der Aderlass, den der MTVE nach der Saison 2010/2011 hatte hinnehmen müssen, war einfach zu groß. „Die Abgänge hatten Löcher gerissen, die wir nicht adäquat stopfen konnten“, so Weber. Das neue Team brauchte lange, bis es sich einigermaßen gefunden hatte. Zu lange, wie sich jetzt herausstellte. Erst im Dezember vergangenen Jahres feierten die Celler den zweiten Saisonsieg. In der Hinrunde wurden nur sieben Punkte gesammelt – zu wenige. Allein das Remis gegen FC Firat Bergen wurmt heute mächtig. Die 18 Zähler der Rückrunde waren hingegen durchaus in Ordnung. Obwohl auch dort nicht alles rund lief. Immer wieder wurde der ohnehin kleine Kader durch Verletzungen und andere Dinge geschwächt. Dazu kamen die üblichen Probleme, mit denen so ziemlich jede Mannschaft zu kämpfen hat. „Die vielen kleinen Kleinigkeiten wurden zum Riesenproblem“, so Weber.

Und dennoch waren im Saison-Endspurt die Chancen auf den Klassenerhalt vorhanden gewesen. Allein Erfolge in den Duellen gegen die direkten Mitkonkurrenten aus Ebstorf und Auetal hätten ausgereicht, die Spielklasse zu halten. Doch genau in diesen Spielen fielen wichtige Spieler wie Spieler wie Peter Meisner oder Simon Pröve aus. Die nächste Baustelle war aufgemacht. In Ebstorf brachten die Celler dann eine 2:0-Führung nicht über die Zeit – Endstand 2:2. Und gegen Auetal gab es gar eine 1:2-Heimniederlage. „Wir haben einfach unnötig Punkte liegenlassen“, meint Weber, dem insgesamt auch die vielen Gegentore seines Teams ein Dorn im Auge sind. „Ein Drittel der Tore haben wir gekriegt, weil wir im Spielaufbau haarsträubende Fehler gemacht haben. Bei anderen stimmte die Zuordnung bei Standardsituationen nicht. Gut die Hälfte der Gegentore haben wird den Gegner geschenkt.“

Alles Dinge, die mit dem Abstieg endete. Jetzt steht der Neuanfang an. Und das offenbar mit einer Mannschaft, in der der Zusammenhalt insgesamt gut ist. „Die Stimmung stimmt“, meint Weber. Eigentlich gute Voraussetzungen, um Anfang Juli mit den ersten Trainingszeiten in eine erfolgreiche Zukunft zu starten.