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Fußball regional Auflösungserscheinungen beim SSV Südwinsen
Sport Fußball regional Auflösungserscheinungen beim SSV Südwinsen
17:01 20.04.2016
Südwinsen

SÜDWINSEN. Heindorff jedenfalls macht sein Engagement bei den Grünweißen davon abhängig, ob ein Kader – egal ob für Bezirks- oder Kreisliga – benannt werden kann. „Gegen Ende dieser Woche, Freitag oder Samstag, wird eine endgültige Entscheidung fallen. Aktuell habe ich keinen Einfluss auf die Entwicklungen. Die Spieler müssen eine Entscheidung fällen. Wie auch immer, ich brauche einen Kader. Aber bekanntermaßen kann in diesen persönlichen Dingen noch das eine oder andere passieren“, so der designierte Trainer Heindorff.

Folglich ist auch der umtriebige Südwinser Teammanager Mehmet Ekinci zum gegenwärtigen Zeitpunkt eher zurückhaltend: „Wir führen viele gute Gespräche. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Aber im Moment können wir die zusätzliche Unruhe nicht gebrauchen. Das Wichtigste ist der Klassenerhalt. Aber eines ist klar: Wir lösen uns nicht auf.“

Den Klassenerhalt hat auch der scheidende Coach Nischkowsky ganz oben auf seiner Agenda. „Wir werden uns mit Sicherheit nicht hängen lassen.“ Er bemängelt jedoch die nötige Planungssicherheit im Verein. So sei verpasst worden, frühzeitig Gespräche mit der Mannschaft zu führen, nachdem er Anfang März seinen Abschied zum Saisonende verkündet hatte. „Ich hoffe, dass es beim SSV weitergeht, aber ich befürchte, dass sich die Zahl der Abgänge noch erhöht.“

Sollte Südwinsen auf sportlichem Weg die Klasse halten, würde sich für die Vereinsvertreter die Frage stellen, ob man die zweite Mannschaft, derzeit in der 1. Kreisklasse beheimatet, hochzieht und damit eine personelle Grundlage schafft. Qualitativ wären die Spieler jedoch kaum in der Lage, die Abgänge der etablierten Spieler halbwegs adäquat aufzufangen. Im Hintergrund ist man bemüht, die entstandenen Lücken mit passenden Spielern zu füllen. Vollzug wurde jedoch noch nicht vermeldet. „Wir versuchen alles Mögliche. In trockenen Tüchern ist jedoch noch nichts“, so Ekinci. „Die Gespräche mit den Spielern laufen spät, aber meiner Meinung nach nicht zu spät. Wir wollen versuchen, um das Fundament der Ur-Südwinser Daniel Peth, Marvin Sendzik und Sören Böhm etwas aufzubauen. Und die Bezirksliga ist doch auch für viele Spieler reizvoll.“ Ein zeitliches Limit habe man sich beim SSV laut Ekinci nicht gesetzt. „Ich stehe mit Andreas Heindorff in ständigem Kontakt und die Planungen laufen mit Hochdruck.“

In einem Punkt sind sich jedoch alle Protagonisten einig: Schaden für den Verein gilt es unter allen Umständen abzuwenden.

Von Marc Tetens