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Fußball regional Auswärtsreise statt Heimspiel für TuS Celle FC
Sport Fußball regional Auswärtsreise statt Heimspiel für TuS Celle FC
16:50 06.10.2017
Wietzenbruchs Ergün Temel (rechts) im Duell mit Nils Speckmann vom TuS Celle FC (im Hintergrund Benyamin Karak). Der SCW will in Soltau nachlegen, TuS muss zu Hause unbedingt punkten. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

MTV Soltau –

SC Wietzenbruch

(Samstag, 16 Uhr)

Nichts anderes als Klassenerhalt lautete das Saisonziel des SC Wietzenbruch. Und mit bereits 18 Punkten auf dem Konto ist das Bergmann-Team gegenwärtig auch auf dem besten Wege, dieses Ziel sicher zu erreichen. „Angesichts der schweren Spiele, die noch auf uns warten, wollen wir das Polster zu den Abstiegsplätzen so dick wie möglich gestalten und frühzeitig die 20-Punkte-Marke überspringen“, sagt der SCW-Coach.

Dieses soll am besten schon heute im Spiel beim schwer einzuschätzenden Tabellenzwölften MTV Soltau passieren. „Die haben komische Ergebnisse hingelegt, aber immerhin auch Tabellenführer Germania Walsrode die einzige Niederlage beigebracht“, weiß Bergmann. Trotz der eindeutigen Tabellenkonstellation sieht er seine Riege nicht automatisch in der Favoritenrolle. „Im Vergleich zum Derby gegen den TuS Celle FC müssen wir auf jeden Fall noch eine Schippe drauflegen und hochkonzentriert sein“, fordert Bergmann. Ob die angeschlagenen Mathias Winkler und Sebastian Kunze im Kader stehen werden, ist noch ungewiss. „Ich hoffe, dass uns möglichst viele unserer Fans in Soltau unterstützen“, so Bergmann.

SG Scharmbeck-Pattensen –

TuS Celle FC

(Sonntag, 15 Uhr)

Wohl selten hat ein Platzverweis den Blau-Gelben so weh getan. Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts, der in der vergangenen Saison 31 Tore erzielte, sah vor drei Wochen in der Partie bei TuS Eschede (Endstand 1:1) nach einem harten Einsteigen die Rote Karte und fehlt den Cellern seitdem an allen Ecken und Enden. Weit und breit gibt es niemanden im Kader des TuS FC, der die Position des 37-jährigen Ex-Regionalligastürmers auch nur annähernd ausfüllen könnte.

Das wurde bei den letzten 0:1-Niederlagen (gegen Walsrode und Wietzenbruch) des ordentlich spielenden, aber im Angriff total harmlosen TuS FC überdeutlich. Auch morgen muss Gerdes-Wurpts noch aussetzen. Zu allem Überfluss muss TuS auch noch in Scharmbeck antreten, da die Stadt Celle alle Fußballplätze gesperrt hat und das Heimrecht getauscht wurde. „Wir gehen davon aus, dass bei uns gespielt werden kann, unser Platz kann viel ab“, erklärte gestern Scharmbecks Trainer Jörn Rathje.

Bei den Cellern stellt sich die Mannschaft mal wieder fast von alleine auf. „Wir müssen wieder improvisieren. Steven Neumann, Ayhan Cango oder Sergej Kraus sind immer noch angeschlagen. Es ist sehr unbefriedigend, dass wir zur Zeit keine echte Konkurrenzsituation im Team haben“, beklagt Trainer Thomas Crocoll. „Trotz aller Widrigkeiten – wir wollen die Abstiegsplätze schnellstens wieder verlassen und dafür müssen wir punkten“, fügt der Coach des TuS FC an.

Germania Walsrode –

TuS Eschede

(Sonntag, 15 Uhr)

Trotz großer Personalmisere blieb das Team von der Aschau zuletzt dreimal ungeschlagen und holte aus den Spielen gegen den TuS Celle FC, MTV Soltau und den SV Essel erstaunliche fünf Punkte. Eine Ausbeute, die Trainer Sven Ewert vor allem mit dem starken kollektiven Auftreten seines Teams begründet. Sollte der TuS Eschede seine kleine Serie mit einem Remis auch im Spiel bei Tabellenführer Germania Walsrode fortführen können, so wäre das zweifellos eine große Überraschung, ein Sieg eine Sensation. „Der Sieg gegen Essel hat ein wenig den Druck von uns genommen und unser Selbstvertrauen gestärkt“, sagt Ewert.

Aus Eschedes „Lazarett“, in dem sich zur Zeit Spieler wie David Schlawer, Kai Klapproth oder Marc von der Ohe befinden, kommen jedoch keine positiven Nachrichten. „Es gibt wieder jede Menge Fragezeichen“, so Ewert. Immerhin kehrt Kapitän und Abwehrchef Malcolm Kleedehn nach seiner Gelb-Rot-Sperre ins Team zurück und auch Michael Seymour steht nach seiner Knie-Operation wieder zur Verfügung.

Von Jochen Strehlau