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Fußball regional Bange machen gilt nicht: MTV Eintracht Celle ohne Angst im Hasestadion
Sport Fußball regional Bange machen gilt nicht: MTV Eintracht Celle ohne Angst im Hasestadion
19:13 21.09.2017
Von Oliver Schreiber
Eintrachts Tim Runge (links) passt sichimmer besser an das Oberliga-Niveau an – wieauch die gesamte Celler Truppe. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Der Aufsteiger hat gute Gründe, zuversichtlich in die Partie im Hasestadion (benannt nach dem Fluss) zu gehen. In den vergangenen drei Begegnungen haben die Celler untermauert, dass sie sich immer besser an das Oberliga-Niveau anpassen. Im letzten Auswärtsspiel beim Spitzenreiter 1. FC Wunstorf standen sie dicht vor der Sensation und verloren denkbar unglücklich durch zwei späte Tore mit 2:3. Aus den vergangenen beiden Heimspielen gegen SSV Vorsfelde (3:1) und Heeslinger SC (1:1) holten die Blau-Weißen vier Punkte und haben dadurch Tuchfühlung zur Nichtabstiegsregion. „Das waren über weite Strecken richtig gute Leistungen von uns. Die Jungs investieren unheimlich viel und halten die Spiele offen. Natürlich müssen wir uns noch weiter verbessern, klarer spielen und mehr Ballbesitz haben. Aber die Entwicklung in den letzten Wochen war absolut positiv – und das trotz vieler Rückschläge“, meint Wirtz.

Vor allem im zentralen Mittelfeld musste der Chefcoach immer wieder improvisieren, da die „tragenden Säulen“ Christopher Nachtwey und Tim Struwe ausfielen. Struwe ist nach seinem Urlaub in Bersenbrück wieder dabei, Nachtwey (Innenbandanriss im Knie) fällt noch etwa sechs Wochen aus. Immerhin: Der als „Zehner“ fest eingeplante Hilger von Elmendorff (Schambeinentzündung) hat bereits wieder ein leichtes Training schmerzfrei absolviert.

Fehlen werden in Bersenbrück Pascal Kubiak (Verdacht auf Muskelbündelriss) und Ole Eckhart (Bluterguss im Knie). Bitter ist auch der Ausfall des gesperrten Bastian Stech, der zuletzt durch Zweikampfstärke überzeugte. Dafür kehrt neben Struwe auch der andere Urlauber Adrian Zöfelt zurück in den Kader.

Der Gastgeber gilt als Geheimfavorit auf den Aufstieg und hat momentan nur drei Punkte Rückstand auf Liga-Primus Wunstorf. Prominentester Kicker in den Bersenbrücker Reihen ist Ex-Profi Emil Jula. Der 37-Jährige ging als Mittelstürmer für Energie Cottbus in der Bundesliga auf Torejagd, später war der 1.92 Meter große Rumäne auch für den MSV Duisburg und VfL Osnabrück aktiv. In der vergangenen Saison schoss er in 27 Spielen 17 Tore und hatte entscheidenden Anteil daran, dass Bersenbrück als Aufsteiger auf Rang acht landete. In dieser Spielzeit kam er allerdings erst dreimal zum Einsatz und ist noch ohne Treffer.

Dies soll möglichst auch am Sonntag so bleiben. „Das ist schon eine Aufgabe, so einen erfahrenen Spieler in Schach zu halten. Aber ich traue das unseren Verteidigern absolut zu“, sagt Wirtz. Eintracht will im Hasestadion mutig sein und selbst Akzente setzen, „Angsthasenfußball“ kennen die Celler ohnehin nicht. Erstmals wird ein Spiel des MTVE im Internet übertragen. Wer live dabei sein will, kann die Partie auf www.sporttotal.tv verfolgen.