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Fußball regional Beim ESV noch Sand im Getriebe
Sport Fußball regional Beim ESV noch Sand im Getriebe
16:21 13.03.2012
Gifhorn

Ein 14:0 wie im Hinspiel gelang den Fußball-Oberligistinnen des ESV Fortuna Celle beim SV Gifhorn diesmal nicht. Beim Rückspiel in der Windmühlenstadt halbierten sie ihren Kantersieg und gewannen mit 7:0. Trotz des erneut hohen Sieges bemängelte ESV-Trainer Klaus Much die Leistung seiner Mannschaft: „Es gab zu viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau. Bei uns ist derzeit noch Sand im Getriebe. Die Mannschaft ist noch nicht in der Verfassung, in der ich sie haben will“, fand Much kritische Worte. An der Tabellensituation ändert sich für die Fortunen nichts: Sie bleiben hinter dem VfL Wolfsburg II Tabellenzweiter. Gifhorn stürzt auf den letzten Platz ab.

Bis zum Erreichen der Gala-Form für das Saisonhighlight am 1. April im Niedersachsen-Pokal-Halbfinale ist es noch ein steiniger Weg für die Fortunen. Wie schon beim knappen 3:2 in der Vorwoche gegen den TSV Limmer offenbarten die Damen in Gifhorn Probleme in der Spielanlage – besonders in der ersten Halbzeit. „Es war kein gutes Spiel von uns. Vom Team bin ich Besseres gewohnt“, so Much. „Allerdings muss man auch bedenken, dass wir erst seit drei Wochen wieder auf dem Rasen stehen“, relativierte der Coach.

Dabei war Gifhorn nicht besser als im Hinspiel. „In besserer Form hätten wir mehr Tore geschossen“, war sich Much sicher. So sprang in Spielabschnitt eins trotz Dauerdruck in der SV-Hälfte jeweils nur ein Treffer von Laura Kantert und Vivien Wittrin heraus.

„In der Halbzeit wurde ich zum ersten Mal etwas lauter“, verriet Much. Die Ansprache zeigte Wirkung: Die Fortuna zeigte eine klare Steigerung: Viel flüssiger liefen nun die Abspiele, das gefürchtete Kombinationsspiel klappte. Much: „In Hälfte zwei waren wir wesentlich ballsicherer.“

Die Gastgeberinnen kamen nur selten über die Mittellinie hinaus. ESV-Torhüterin Sinja Möller kam so im kompletten Spiel nur auf etwa 20 Ballkontakte - davon 15 durch Rückpässe. Die druckvolle zweite Halbzeit der Herzogstädterinnen entschädigte für die schwachen ersten 45 Minuten.

ESV Fortuna Celle: Möller – Ciesla (64. Weißleder), Gehring, Knorr, Konrad, Wittrin, Domrich, Zimmermann (60. Leitenberger), Jaskulla, Völker, Kantert.

Tore: 1:0 Kantert (17.), 2:0 Wittrin (25.), 3:0 Gehring (50.), 4:0, 5:0 Leitenberger (61., 66.), 6:0, 7:0 Völker (70., 90.)

Von Andre Batistic