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Fußball regional Bezirksligist TuS Celle FC tritt auf der Stelle - Wietzenbruch will Höhenflug fortsetzen
Sport Fußball regional Bezirksligist TuS Celle FC tritt auf der Stelle - Wietzenbruch will Höhenflug fortsetzen
16:11 21.09.2017
TuS-Verteidiger Alpha Jallow (am Ball) kämpft gegen die Walsroder Robin Schroeb (links) und Rafal Zyzak um den Ball. Angesichts der Personalmisere bei den Cellern wird im Spiel gegen Winsen (Luhe) wieder viel von ihm abhängen. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

TuS Celle FC –

TSV Winsen (Luhe)

(Samstag, 15 Uhr)

„Ich mache drei Kreuze, wenn dieser fürchterliche September endlich vorüber ist“, stöhnt TuS-Trainer Thomas Crocoll angesichts der Personalmisere bei den Blau-Gelben. Er hofft zwar, das Ayhan Cango und Dennis Ly ins Team zurückkehren werden, dafür fallen jetzt aber Sergej Kraus (Fußverletzung) und Marvin Feldmann (Bundeswehreinsatz) aus. Gesperrt sind nach den Platzverweisen von Eschede Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts und Onur Ekinci.

Da auch Torwart Malte Hörner weiter mit Knieproblemen passen muss, wird Feldspieler Tim Cewe erneut das Tor hüten. „Wir bekommen maximal nur zwölf bis dreizehn Spieler zusammenbekommen, deshalb stellt sich die Mannschaft von selbst auf“, sagt Crocoll. Er bedauert, dass sich sein Team bedingt durch die ständige Rotation auf den Positionen nicht einspielen kann und so sportlich auf der Stelle tritt.

Den Gegner aus Winsen, der in der Vorwoche durch ein höchst umstrittenes Tor zu einem glücklichen 1:0 Sieg gegen den TSV Elstorf kam, kann Crocoll schlecht einschätzen. „Die sind sicher spielerisch nicht schlecht und recht ausgeglichen. Aber das ist egal. Wir dürfen nur auf uns gucken und müssen das Beste aus der Situation machen“, meint der TuS FC-Coach.

MTV Soltau –

TuS Eschede

(Sonntag, 15 Uhr)

Mit einem 1:0 Auswärtssieg bei Tabellenführer Germania Walsrode sorgte der MTV Soltau am vergangenen Sonntag für die größte Überraschung des Spieltags. Dadurch zog das Team von Spielertrainer Mathias Grabs an seinem jetzigen Gegner TuS Eschede vorbei und verdrängte diesen auf den ersten Abstiegsplatz. So steht das Team von der Aschau auch mit Blick auf die Tabelle vor einem richtungsweisenden Spiel, denn bei einer Niederlage würde man den Anschluss an das Mittelfeld mehr und mehr verlieren. „Wir sind gewarnt. Soltaus eingespielte Truppe wird gegen uns sicher richtig Dampf nach vorne machen. Schon in der letzten Saison haben wir gegen den MTV nicht gut ausgesehen. Dennoch ist mein Team da keineswegs chancenlos“, sagt Eschedes Trainer Sven Ewert, dessen „Lazarett“ wieder größer geworden ist. So fehlen mit Sebastian Horstmann, David Schlawer, Matthis Heidenreich und Christopher Gierke wichtige Stammkräfte. Ewert ist deshalb gezwungen seine Defensive erneut umzubauen und muss sich zudem überlegen, wie sein zentrales Mittelfeld aussehen soll. „Trotz der sportlich und personell angespannten Situation lassen wir uns die gute Laune nicht nehmen. Es ist auch noch nicht so weit, dass ich mich selbst aufstelle. Die Spieler müssen also keine Sorge um ihre Stammplätze haben“, scherzt Ewert.

TSV Elstorf –

SC Wietzenbruch

(Sonntag, 15 Uhr)

Am Alten Kanal fragt man sich, wie lange das Team von Trainer Stephan Bergmann seinen ungeahnten Höhenflug noch fortsetzen kann. Dass der Aufsteiger aus den ersten sechs Spielen fünfzehn Punkte holen würde, hätten sicher nicht einmal die allergrößten Optimisten zu träumen gewagt.

Nun reist man bereits zum vierten Mal in den Kreis Harburg, wo mit dem TSV Elstorf ein echter Prüfstein wartet. Als momentaner Tabellensiebter scheint das Team von Trainer Hartmut Mattfeldt gegenüber der letzten Saison stark verbessert und deutlich spielstärker zu sein. „Wir werden auch in Elstorf kein netter Gast sein und wollen selbstverständlich da weitermachen, wo wir letzte Woche aufgehört haben“, ist SCW-Trainer Bergmann selbstbewusst.

Trotz der letzten Siege machte er bei seinem Team Schwächen im Zweikampfverhalten aus. „In dieser Hinsicht müssen wir uns einfach verbessern“, fordert Bergmann sein Team auf, die Grundtugenden des Fußballs nicht zu vernachlässigen. Auch in puncto Laufbereitschaft sieht der SCW-Coach noch Steigerungspotenzial.

„Wir müssen in Elstorf kühlen Kopf bewahren, clever sein und für jedes Problem eine Lösung haben. Ein Tor machen wir immer“, weiß der auf den nächsten Sieg hoffende Bergmann. „Eigentlich haben wir ja überhaupt keinen Druck und können befreit aufspielen“, fügt er an.

Von Jochen Strehlau