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Fußball regional Celler CDU macht Druck beim Sportentwicklungsplan
Sport Fußball regional Celler CDU macht Druck beim Sportentwicklungsplan
17:47 17.03.2017
Von Carsten Richter
Joachim - Ehlers
Celle Stadt

„Es gab lediglich unverbindliche Absichtserklärungen. Daher haben wir die Verwaltung um einen detaillierten Sachstandsbericht gebeten“, sagt der Ratsherr und Sportausschussvorsitzende Joachim Ehlers. Ein Jahr ist es jetzt her, dass der Ausschuss die Stadt beauftragt hat, die Vorschläge aufzugreifen und eine Umsetzung vorzubereiten. Mit Rücksicht auf die enge Personalsituation im Fachbereich Sport hat die CDU-Fraktion der Stadt bis Anfang Juni Zeit gegeben, die Anfrage zu beantworten.

„Allerdings warten die politischen Gremien und Sportvereine dringend auf erste Ergebnisse“, macht Ehlers Druck. „Wir haben den Sportentwicklungsplan deshalb erarbeitet, um einen strategischen Leitfaden zur zukunftsfähigen Gestaltung der Sportlandschaft in Celle zu erhalten.“ Das zentrale Sportstättenmanagement sei erforderlich, um eine am aktuellen Bedarf orientierte Zuteilung der bestehenden Flächen vorzunehmen. So gebe es „stadtteilspezifische Ungleichgewichte in der Auslastung der Plätze“, auf die der Sportentwicklungsplan hinweise, so Ehlers.

Zum Beispiel habe der VfL Westercelle das Problem, dass die Fußballjugendmannschaften nicht genügend Trainingsflächen zur Verfügung hätten, erinnert der Ausschussvorsitzende. Der Verein selbst hatte kürzlich ebenfalls auf die Platzprobleme hingewiesen. „Es kann nicht sein, dass dort, wo gute Jugendarbeit und Integration geleistet wird, man nicht genügend Unterstützung erhält“, so der VfL-Vorsitzende Harald Nowatschin bei der Jahreshauptversammlung. Insgesamt 29 Westerceller Mannschaften nehmen am Spielbetrieb teil. Neben zu wenigen Trainingsmöglichkeiten mangelt es auch an ausreichend Umkleidekabinen.

Ein Kunstrasenplatz mit Flutlichtanlage in Westercelle ist einer der Punkte, die der Sportentwicklungsplan vorsieht. Auch an der Nienburger Straße könnte ein vereinsübergreifender Kunstrasenplatz zwei bis drei Rasenplätze ersetzen. Weitere Ziele sind unter anderem der Ausbau von Gymnastikräumen vor allem für ältere Sportler sowie Multifunktionsflächen für alle Altersgruppen in jedem Stadtteil.

Im zweiten Halbjahr 2015 hatte sich die etwa 30-köpfige Planungsgruppe aus Vertretern von Verwaltung, Politik, Vereinen und Verbänden, Schulen und Kindertagesstätten regelmäßig getroffen, um Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Die Kosten für die Erstellung des Sportentwicklungsplanes beliefen sich auf knapp 60.000 Euro.