Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Celler Schiri-Gilde fördert Talente
Sport Fußball regional Celler Schiri-Gilde fördert Talente
16:35 22.08.2018
Südwinsens Schiedsrichterkoordinator Mohammed Ibrahimov gibt Sarah Vandieken Tipps und Hinweise. Künftig sollen Schiri-Talente im Fußballkreis Celle eine Spezialausbildung bekommen. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

An Schiedsrichter-Nachschub mangelt es dem Fußball-Kreis Celle nicht. Etwa 120 Referees sorgen Woche für Woche dafür, dass auf den Fußballplätzen zwischen Faßberg und Großmoor alles geregelt abläuft. 13 von ihnen pfeifen auf überregionaler Ebene von der Bezirks- über die Landes- bis zur Oberliga. Erst im März begrüßte Kreisschiedsrichterobmann Michael Frede wieder 42 neue Anwärter. Doch auf der ausreichenden Personaldecke ausruhen möchte sich die Celler Schiedsrichter-Gilde nicht. „Wir werden in den kommenden Monaten einen Talentkader zusammenstellen und so junge Schiedsrichter, die sich bereits in ersten Einsätzen bewährt haben, speziell fördern“, erklärt Frede. Das Fördersystem, das bei der Arbeitstagung des Kreisschiedsrichterausschusses vorgestellt und auf Bezirks- und Verbandsebene bereits installiert wurde, soll nun auch im Kreis Celle helfen, die aktiven Schiedsrichter enger zu binden und die Fluktuation einzudämmen. „Wir haben immer wieder gut ausgebildete Leute, die aus beruflichen Gründen oder zum Studium weggehen. Besonders an die Fußballkreise Braunschweig und Hannover verlieren wir viele Aktive. Diesen Jungs müssen wir was anbieten, um sie bei der Stange zu halten“, berichtet der Schiri-Chef.

„Wir werden den Talentkader jetzt zusammenstellen und wollen die Talentförderung im dritten oder vierten Quartal mit 15 bis 20 Schiedsrichtern starten“, sagt Frede. In speziellen Lehrgängen geht die Ausbildung dieser Gruppe über das Maß der sonstigen Fortbildungen hinaus. „Wir werden die Leute gesondert herausnehmen und beispielsweise die Verhaltenskunde stärker in den Fokus rücken“, so Frede. Die Kader-Schiedsrichter sollen verstärkt gecoacht und beobachtet werden. Auch sollen sie nach Praxiseinsätzen in einem sogenannten Patenmodell direkt nach dem Schlusspfiff von einem erfahrenen Unparteiischen ein erstes Feedback zu ihrer gerade gezeigten Leistung bekommen. „Vielleicht geht der Pate mit dem Talent auch mal gemeinsam zu einem Bundesligaspiel und bespricht die Profipartie direkt im Stadion mit ihm“, kann sich Frede vorstellen. Der NFV-Kreis Celle stehe voll hinter dem neuem Förderkonzept und stelle zusätzliche Gelder dafür bereit.

Referee-Ausbildung bald auch online

Im Herbst beginnt für potenzielle Neu-Schiedsrichter im Fußballkreis Celle eine neue Form der Ausbildung: Der Schiedsrichteranwärter-Lehrgang kann dann online bequem von zu Hause absolviert werden. „Natürlich wird es auch Pflichtpräsenztage geben, beispielsweise wenn die komplexe Regel 12 zum verbotenen Spiel und unsportlichem Betragen durchgenommen wird, in der es unter anderem um direkte und indirekte Freistöße geht“, sagt Kreisschiedsrichterobmann Michael Frede. Auch die Abschlussprüfung muss vor Ort abgelegt werden. „Dazwischen wollen wir aber die Regelkunde mittels Online-Vorträgen und Powerpoint-Präsenationen anbieten“, so Frede. Erarbeitet hat den Online-Lehrgang der NFV-Kreis Schaumburg. „Dort hat man gute Erfahrungen mit dieser Art der Schiedsrichter-Ausbildung gemacht“, meint der Celler Schiri-Chef.

Von Heiko Hartung

Überraschung im Fußball-Bezirkspokal der Frauen: Bezirksligist ESV Fortuna Celle hat Bezirksligist ESV Fortuna Celle den klassenhöheren Landesligisten Teutonia Uelzen aus dem Wettbewerb geworfen.

21.08.2018

Rüdiger Kirschbaum vom MTV Eintracht Celle ist zum Fußball-Schiedsrichter des Jahres 2018 gewählt worden.

21.08.2018

Trotz einer guten Leistung ist die U19 des VfL Westercelle in der zweiten Runde des Fußball-Niedersachsenpokals ausgeschieden.

21.08.2018