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Fußball regional Celler Stadtderby in der Fußball-Kreisliga mit "umerzogenen" Diclern
Sport Fußball regional Celler Stadtderby in der Fußball-Kreisliga mit "umerzogenen" Diclern
12:58 29.09.2016
Fußball kann weh tun: Das bekommt hier Garßens Jonas Heine (am Boden) zu spüren. Vorwerks Marvin Dorin zieht mit dem Ball auf und davon, Malte Koppenhöfer beobachtet die Szene aus dem Vorstadtduell, das der SCV 3:1 gewann. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

SV Garßen –

SV Dicle Celle

(Samstag, 14 Uhr)

Der neue Coach Thomas Crocoll ist weiterhin dabei, das Team von der Herrenwiese „umzuerziehen“. Gemeint ist damit, den über Jahre hinweg praktizierten unbedingten Offensivfußball etwas mehr zu kontrollieren. „Eine geordnete Defensive ist der Schlüssel für erfolgreichen Fußball“, weiß Crocoll. Gerade durch die vielen Schichtarbeiter in der Mannschaft und die damit verbundene geringe Trainingspräsenz fehlt einigen Akteuren die körperliche Fitness, um den geliebten Angriffsfußball über die volle Distanz zu spielen.

Gegen die defensiv gut organisierten Garßener wird diese Geduld von enormer Wichtigkeit sein. „Die Defensive muss geordnet stehen und wir müssen die gefährlichen Konter verhindern“, fordert der Trainer.

TSV Wietze –

VfL Westercelle II

(Samstag, 15 Uhr)

Nach vier Siegen in Folge erzielte der Aufsteiger aus Wietze in den vergangenen beiden Begegnungen zwar nur jeweils ein Remis. Das bedeutet aber nicht, dass das Trainergespann Martin Engeldinger und Gerrit Linke unzufrieden wäre. „Wir sind als Aufsteiger seit sechs Spielen ungeschlagen, damit sind wir sehr zufrieden“, so Engeldinger. Trotzdem erwartet er von seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung. „In der zweiten Halbzeit haben wir zuletzt etwas nachgelassen, wir müssen unser Spiel wieder über 90 Minuten durchziehen“, fordert er. Der Konkurrent aus Westercelle ist für ihn schwer einzuschätzen, aber allein schon wegen der Tabellenkonstellation ein gefährlicher Gegner.

TuS Eicklingen –

SG Eldingen

(Samstag, 16 Uhr)

Eicklingens Coach Steven Hörske glaubt nicht, dass Eldingen die erste Niederlage in der Kreisliga negativ beeinflussen wird: „Der kleine Rückschlag wird Eldingen nichts anhaben“, weiß er. Der Trainer schaut auch lieber auf seine eigene Mannschaft, die nach dem Sieg in Südwinsen wieder in sicheres Fahrwasser gelangt ist. Mit Platz sechs ist Eicklingen tabellarisch sorgenfrei, wäre da nicht die personelle Misere. Es müssen wieder Spieler aus der Altherren-Mannschaft aushelfen, um die vielen Ausfälle zu kompensieren. „Wir werden aber wieder auf die wichtigen Tugenden Kampf und Moral setzen“, kündigt Hörske an.

SV Altencelle –

TuS Eversen-Sülze

(Samstag, 16 Uhr)

Nach der knappen, aber unterm Strich verdienten Niederlage in Bröckel steckt der SV Altencelle weiterhin im Tabellenkeller fest. Der erfahrene Coach Claus Netemeyer kann die Situation aber realistisch einschätzen und fordert einen ähnlich couragierten Auftritt von seiner Elf. „Wir müssen wieder aus einem gefestigten Defensivverbund agieren und dann schnell umschalten“, lässt er Einblicke in seine Taktik zu.

Bei den Gästen vermutet er eine ähnliche Ausrichtung. „Das ist eine gefestigte Mannschaft, die sehr eingespielt ist“, weiß Netemeyer. Eversen hat die Leistungen in den vergangenen Jahren stabilisiert und ist zu einem starken Kreisligisten avanciert.

SC Wietzenbruch –

TuS Bröckel

(Samstag, 17 Uhr)

Der ungeschlagene Tabellenführer aus Wietzenbruch strotzt derzeit natürlich vor Selbstvertrauen. Nach dem Abstiegskampf, der in den vergangenen beiden Jahren am alten Kanal geführt werden musste, genießt das gesamte Umfeld mit der Mannschaft zusammen den Platz an der Sonne.

Zwar fallen mit Silas Lenz (Bänderriss) und Edip Ekinci (gesperrt) zwei wichtige Akteure aus, dafür haben die beiden Stürmer Benjamin Zeising und Mathias Winkler ihre Grippe auskuriert und sind kräftemäßig wieder voll auf der Höhe. „Natürlich wollen wir das Heimspiel gewinnen und unseren Spitzenplatz festigen“, sagt Trainer Stephan Bergmann, auch wenn er weiterhin lediglich einen einstelligen Tabellenplatz als Saisonziel ausgibt.

SSV Südwinsen –

SC Vorwerk

(Samstag, 17 Uhr)

Der größte Ärger nach dem Einbruch in der zweiten Halbzeit gegen Eicklingen ist bei SSV-Trainer Andreas Heindorff verflogen. Dennoch mahnt er: „Wir müssen in jedem Spiel unser Maximum abrufen, dazu gehört eine vernünftige Vorbereitung“, lautet sein Appell an die Mannschaft.

Die Disziplin muss stimmen, damit bei dem dünnen Kader ein konkurrenzfähiges Team an den Start gehen kann. Da Heindorff personell die Hände gebunden sind, erwartet er von jedem einzelnen Spieler die richtige Einstellung. Gerade der Zusammenhalt in der Mannschaft und der unbedingte Siegeswillen hat den neu formierten Bezirksliga-Absteiger im bisherigen Saisonverlauf stark gemacht.

FC Firat Bergen –

VfL Wathlingen

(Samstag, 17 Uhr)

Die zu großen Emotionen im Spiel der Hausherren hatte Firats Coach Celal Carut schon mehrfach bemängelt. Bei der verspielten Führung gegen Westercelle war in der Schlussphase aber zu wenig Feuer in der Mannschaft, um den Sieg zu sichern. „Da war zu wenig Gegenwehr und die Fehlerquote war zu hoch“, schimpft Carut. Trotzdem ist der Trainer mit dem Verlauf der vergangenen Wochen zufrieden. Nachdem der Saisonstart mit dem Ausscheiden im Pokal und dem Abrutschen bis auf den letzten Tabellenplatz vollkommen fehlgeschlagen ist, hat sich der FC ins obere Tabellendrittel vorgearbeitet.

Von Jens Tjaden