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Fußball regional Celler Talent unter besten Nachwuchsfußballern Niedersachsens
Sport Fußball regional Celler Talent unter besten Nachwuchsfußballern Niedersachsens
16:43 26.09.2017
Der junge "Rote" Lukas Dominke (rechts) hat sich mit seinem Können ein Ticket für einen Lehrgang des Niedersächsischen Fußballverbands gelöst. Quelle: privat
Celle

Das 13-jährige Talent, das 2013 vom MTV Eintracht Celle zur U11 von Hannover 96 gewechselt ist, hat an einem Trainingslehrgang der U14 Juniorenauswahl des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) teilgenommen. „Das bedeutet er gehört zu den besten Spielern seines Jahrgangs in Niedersachsen“, sagt 96-Jugendkoordinator Johannes Plecksnies. Denn nicht jeder darf beim NFV mittrainieren. Über mehrere Tage und bei verschiedenen Sichtungsturnieren halten die Talentscouts ausschau nach vielversprechenden Kandidaten. Unter tausenden jungen Kickern haben nur 35 eine Einladung zum Lehrgang erhalten – Dominke war einer davon.

„Ich habe mich sehr darüber gefreut“, sagt der Gymnasiast vom Hölty-Gymnasium. Dass er eingeladen wurde, war für ihn keine Selbstverständlichkeit – auch wenn er bei vielen Schauturnieren ein gutes Gefühl hatte. „Es gab schon einige Spiele, da hab ich mich ganz ordentlich präsentiert. Trotzdem war ich mir nie ganz sicher, dass es reicht.“ Für ihn ist es eine Auszeichnung, ausgewählt worden zu sein.

Zusammen mit dem anderen vielversprechenden Fußballnachwuchs verbrachte er zwei Tage – an denen sich alles um das runde Leder drehte - beim NFV. „Zuerst gab es eine Besprechung, bei der einige Regeln aufgestellt wurden, wie wir uns zu benehmen haben. Dann folgten auch schon die ersten Übungen“, erzählt Dominke. Mehrere Trainingseinheiten, kleine Turniere und verschiedene Spiele wie Fußball-Tennis standen auf dem Programm.

„Das hat viel Spaß gemacht, war aber auch anstrengend“, so Dominke, der am meisten Freude bei den Fußballspielen hatte. „Fußball macht immer am meisten Spaß. Aber ich habe auch sonst viel gelernt. Alleine schon deswegen, weil man mal mit vielen anderen Spielern zusammen war, die man sonst nicht kennt.“

Mit seiner gezeigten Leistung ist der selbstkritische Nachwuchskicker, der sein Können als Innenverteidiger und Sechser gezeigt hat, zufrieden. „Es war okay. Aber es geht immer mehr.“ Die Verantwortlichen vom NFV dürften das mindestens genauso gesehen haben. Denn Dominke wurde von ihnen zu einem weiteren Lehrgang, der im November stattfinden soll, eingeladen.

Dass der junge "Rote" seine Vorzüge präsentiert hat, dürfte bei seinem aktuellen Verein niemanden überraschen. „Wir halten viel von ihm“, so der 96-Jugendkoordinator. „Er hat Potenzial, aber vor allem auch die richtige Einstellung und den nötigen Rückhalt von zu Hause aus.“ In diesen Attributen ähnele er dem 96-Profi Waldemar Anton. „Der hatte auch den nötigen Willen und die Unterstützung seiner Familie, um es zu schaffen“, sagt Plecksnies, der jedoch ansonsten nicht viel von Vergleichen hält. "Damit setzt man junge Spieler nur unnötig unter Druck. Wir wollen, dass Lukas einfach weiter Lukas bleibt". Dann werde man weiter schauen.

Was man auch nicht vergessen dürfe, ist, dass viele Spieler Talent haben, doch es gehören auch Glück, Wille und harte Arbeit dazu, um letztendlich Profi zu werden. Ob Dominke auch einmal ganz oben mitspielt, ließe sich jetzt noch nicht sagen. „Dafür ist es noch zu früh“, erklärt Plecksnies, der ihn zwei Jahre lang als Trainer begleitet hat. „Er ist ja noch jung. Doch für die nächste Zeit planen wir auf jeden Fall mit ihm.“