Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional DFB-Präsident Grindel in Celle: "Das letzte Lagerfeuer"
Sport Fußball regional DFB-Präsident Grindel in Celle: "Das letzte Lagerfeuer"
16:36 03.05.2018
Von Jürgen Poestges
DFB-Präsident Reinhard Grindel (links) und Martin Kind, Präsident von Hannover 96, standen den Besuchern in der Congress Union Rede und Antwort. Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Der Fußball sei „das letzte Lagerfeuer, um das sich die Menschen in der heutigen Zeit noch versammeln“, so Grindel. Der DFB habe inzwischen rund sieben Millionen Mitglieder. „Fußball verbindet Mann und Frau, Jung und Alt.“ Und er habe Auswirkungen weit über einen Fußballplatz hinaus. „Für viele Menschen war erst der Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 der Beginn der Bundesrepublik.“

Als Beispiel für gute und gelungene Integration nannte er die Nationalmannschaft. „Hummels und Boateng, Müller und Özil – es wird zusammen gewonnen und zusammen verloren. Die Mannschaft strahlt bis in die Basis.“ Und Grindel machte sehr deutlich: „Wir im DFB müssen auf Fairplay achten. Wer dagegen verstößt, dem zeigen wir die rote Karte.“

In der anschließenden Diskussionsrunde mit dem Publikum, an der auch Martin Kind teilnahm, nahm das Thema Video-Assistent breiten Raum ein. „Es ist sicherlich nicht alles glatt gelaufen in dieser Saison, aber wir sind ja auch noch in einer Probephase“, sagte Grindel. „75 Prozent der Entscheidungen waren richtig und haben damit den Fußball auch gerechter gemacht.“ Für ihn gäbe es nur zwei Gründe, warum ein Video-Assistent eingreifen dürfe: „Entweder bei einer klaren Fehlentscheidung, also Abseits oder nicht, Elfmeter oder nicht. Oder in einer Situation, bei der der Assistent sicher ist, dass der Schiedsrichter anders entschieden hätte, wenn er die Situation deutlich gesehen hätte. Und das muss noch klarer gemacht werden.“

Für Kind ist die finanzielle Situation der meisten Bundesligisten bedenkenswert. „Die Finanzen setzen sich aus 50 Prozent TV-Geldern, 30 Prozent Sponsoren und 20 Prozent Zuschauereinnahmen zusammen. Hannover 96 gehört mit seinem Umsatz zum unteren Drittel der Liga. Wenn wir uns nicht Gedanken über andere Finanzierungsmöglichkeiten machen, sind wir nicht mehr lange konkurrenzfähig.“ Der Umsatz von 90 Millionen Euro sei nach dem Abstieg in Liga zwei auf 42 Millionen Euro zurückgegangen. „Das sind Einbußen, die nicht einfach aufzufangen sind.“ Deshalb sei ein sofortiger Wiederaufstieg stets sehr wichtig.

Eine klare Absage erteilte Kind dem Abgeben von Spielern vor Ablauf eines Vertrages. „Wenn das Beispiel Borussia Dortmund Schule macht, dann sagen uns bald die Spielerberater, was wir tun müssen.“ Er selbst sei bisher immer konsequent geblieben. „Das war im Fall von Sané so, der uns maßgeblich den Aufstieg und aktuell auch den Klassenerhalt gesichert hat. Und das habe ich auch bei Sportdirektor Horst Heldt durchgezogen. Ein Vertrag hat erst Gültigkeit, wenn er von beiden Seiten unterschrieben ist. Und für mich ist das auch die Verpflichtung, ihn zu erfüllen“, so der 96-Präsident.

Trotz der dürftigen Wetterlage zum Maifeiertag ließen es sich rund fünfzig fußballbegeisterte Kinder nicht nehmen, auf dem Sportplatz des VfL Westercelle ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen.

02.05.2018

Viel zu feiern gab es für den VfL Westercelle am Maifeiertag in der Jugend-Landesliga nicht: Die U16-Fußballer mussten sich erneut mit einem Unentschieden begnügen, während die U15 auswärts verlor. Die Partie der SG MTV Eintracht/TuS Celle FC U16 wurde aufgrund von zahlreichen verletzten Spielern auf Celler Seite abgesagt.

01.05.2018

In der Fußball-Kreisliga behält das Tabellenschlusslicht vom SV Dicle weiterhin den letzten Strohhalm in der Hand. Im Duell der beiden kurdischen Klubs gab es einen 5:3-Sieg beim FC Firat Bergen. Damit verkürzten die Celler den Abstand zum rettenden Ufer auf sechs Punkte. Im Aufsteigerduell zwischen SC Vorwerk und TuS Oldau-Ovelgönne gab es einen knappen 1:0-Sieg für Ligaprimus Vorwerk.

01.05.2018