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Fußball regional DFB zeichnet Torsten Roeder vom TuS Eschede als Fußballheld aus
Sport Fußball regional DFB zeichnet Torsten Roeder vom TuS Eschede als Fußballheld aus
17:29 31.01.2017
Vom DFB erhielt Torsten Roeder kürzlich den Titel „Fußballheld“. Im Mai fährt der Aktivedes TuS Eschede auf eine fünftägige Fußball-Bildungsreise nach Barcelona. Quelle: Michael Schäfer
Eschede

Roeder ist damit einer von 280 Kreissiegern aus ganz Deutschland. Der DFB-Ehrenamtspreis „Fußballhelden“ wird an Kinder- und Jugendtrainer sowie -betreuer im Alter von 16 bis 30 Jahren verliehen, die sich in ihren Vereinen besonders verdient gemacht haben.

Roeders Leidenschaft ist ganz klar der Fußball. Die Hinrunde der aktuellen Saison spielte er in der zweiten Herrenmannschaft des TuS Eschede, in der Rückrunde steht er nun für den TSV Wriedel auf dem Platz. „Ich habe für mich eine neue Herausforderung gesucht“, begründet Roeder diesen Schritt. „Es war aber klar, dass ich beim TuS weitermache.“ Seine Funktionen im Vorstand verfolgt er weiterhin voller Begeisterung.

In die Position des zweiten Vorsitzenden ist der Sportler langsam hineingewachsen. Jahrelang trainierte er die U8-, U9- und U12-Teams an der Aschau, und als ein Trainer in seiner zweiten Herrenmannschaft fehlte, sprang Roeder kurzerhand ein. Beim Förderverein der Fußballabteilung ist er Schriftführer, außerdem engagiert er sich für die Integration von Flüchtlingen im TuS. Dieses Thema liegt ihm am sehr am Herzen. Er will mit gutem Vorbild vorangehen, um andere Vereine zu motivieren.

Der Verwaltungsmitarbeiter des Escheder Rathauses geht in seinen Aufgaben voll auf und hilft, wo er kann. „Ich bin ein kommunikativer Mensch und hier kann man etwas bewerkstelligen“, erläutert er seinen Antrieb. Der TuS Eschede macht es ihm leicht: „Das Umfeld ist gigantisch und passt. Im Verein sprechen wir uns ab, das läuft tiptop. Es ist schön, was man als kleiner Ort erreichen kann.“

Damit spielt Roeder auch auf den Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga an. Als diese im Sommer 2015 den Sprung in die höhere Liga schaffte, jubelte er mit. Schließlich hatte er mit seinen Vereinskollegen im Hintergrund die Fäden gezogen und so einen Teil beigetragen. „Das war ein Erfolgserlebnis“, erinnert sich Roeder. „Wir sind nur ein kleiner Dorfverein und müssen alles mit Eigengewächsen auf die Beine stellen.“

Diese familiäre Atmosphäre führt dazu, dass der Escheder bei jeder Gelegenheit auf die Vereinsentwicklungen angesprochen wird. „Das Brötchen holen kann bei mir auch mal eine halbe Stunde dauern“, erzählt er lachend. Genervt ist er davon nicht – im Gegenteil: Der Sportler genießt den Austausch und den Zusammenhalt im Ort.

Bald hat Roeder noch mehr zu erzählen. Im Rahmen der Ehrung durch den DFB bricht er am 22. Mai zu einer fünftägigen Fußball-Bildungsreise nach Spanien an die Costa de Barcelona-Maresme auf.

Neben dem fachlichen Austausch mit den Referenten und den anderen 279 Siegern steht auch ein Besuch des legendären Camp Nou, dem Fußballtempel des FC Barcelona, auf dem Programm. „Ich freue mich auf spannende Referate und Übungen“, sagt Roeder. „Und auf das Ambiente. Ich stelle es mir schön vor, in der Sonne am Strand etwas erklärt zu bekommen. Durch den Kontakt zu anderen lerne ich außerdem neue Dinge, die ich dann in der Praxis ausprobieren kann.“ Trotz Heldentitel und geplanter Reise gibt sich Roeder bescheiden und denkt an seine Vereinskollegen: „Andere hätten es auch verdient.“

Von Amelie Thiemann