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Fußball regional Das Kahnsche Mantra als Devise beim MTV Eintracht Celle
Sport Fußball regional Das Kahnsche Mantra als Devise beim MTV Eintracht Celle
12:28 09.11.2017
Von Oliver Schreiber
Adrian Zöfelt schießt in der Partie gegen den MTV Gifhorn aufs Tor. An gefährlichenAbschlüssen mangelte es trotz guter Ansätze zuletzt beim MTV Eintracht Celle. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

„Das ist natürlich ein Brett. Aber in dieser Liga ist alles eng beisammen. Wir sind ganz bestimmt nicht chancenlos und wollen auch punkten. In solchen Spielen kannst du dir Selbstvertrauen zurückholen“, zeigt sich MTVE-Trainer Hilger Wirtz kämpferisch.

Die 1:3-Niederlage im Sechs-Punkte-Spiel beim TB Uphusen tat richtig weh, weil sie komplett unnötig war. Die Blau-Weißen haben sich durch individuelle Fehler praktisch selbst besiegt und dadurch einen bedenklichen Rückstand zum rettenden Ufer, der in der nach den Nachholspielen bereinigten Tabelle bei sieben Zählern liegen dürfte. „Es bringt nichts, auf die Tabelle zu schauen und zu rechnen. Wir wollen aus den vier noch ausstehenden Spielen vor der Winterpause so viele Punkte wie möglich einsammeln“, erklärt Wirtz. Mit Szenarien nach dem Motto „Was wäre wenn“ dürfe man sich nicht beschäftigen: „Wir müssen uns auf das jeweilige Spiel fokussieren und konzentrieren. Alles andere macht keinen Sinn.“

Aktuell liegt der Fokus also komplett auf Spelle. Die Emsländer haben gestandene Akteure in ihren Reihen, unter anderem den Top-Torjäger Sascha Wald. Der großgewachsene, bullige Mittelstürmer traf in 13 Spielen bereits zwölfmal und war in den vergangenen drei Jahren zweimal Torschützenkönig der Oberliga. „Mit Florian Hoff daneben haben sie einen weiteren tollen Angreifer, der alles mitbringt. Über Außen hat Spelle mit Christoph Ahrens den wohl schnellsten Spieler der Liga. Da kommt eine Menge auf uns zu“, erläutert Wirtz, der den Kontrahenten beim 2:1-Sieg in Uphusen beobachtet hat.

Apropos Uphusen: Dort fungierte Routinier Christopher Nachtwey, der am Freitag seinen 31. Geburtstag feiert, in der zweiten, torlosen Halbzeit als Abwehrchef. Seine Rückkehr könnte den Cellern einen Schub geben. Allerdings hat er nach seiner langen Verletzungspause logischerweise noch Trainingsrückstand und ist noch längst nicht wieder bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit. „Mit seiner Erfahrung hilft er uns trotzdem weiter. Ob es schon für 90 Minuten reicht, müssen wir abwarten“, so Wirtz.

Hoffnung sollte den Cellern geben, dass die Gäste aus dem niedersächsischen Grenzgebiet zu Nordrhein-Westfalen zuletzt gegen andere Kellerkinder Mühe hatten. In Uphusen versäumte es Spelle, frühzeitig „den Sack zuzumachen“, in der Vorwoche lief es beim 2:1-Erfolg gegen Atlas Delmenhorst auch nicht immer rund. Zuvor reichte es daheim gegen Schlusslicht SVG Göttingen 07 nur zu einem 1:1. Und die Eintracht selbst hat mit dem 3:1-Sieg beim Dritten TuS Bersenbrück bewiesen, dass sie auch mit Spitzenteams mithalten kann. „Es liegt in dieser Liga halt alles eng beisammen. Wenn wir uns keine so katastrophalen Fehler leisten wie zuletzt in Uphusen, können wir auch Spelle richtig ärgern. Dann ist auf jeden Fall was für uns drin“, meint Wirtz. Und wenn nicht, gilt das Kahnsche Mantra: Es geht weiter, immer weiter ...