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Fußball regional David gegen Goliath: Viele reizvolle Duelle beim Charity-Cup
Sport Fußball regional David gegen Goliath: Viele reizvolle Duelle beim Charity-Cup
11:09 21.12.2013
Von Oliver Schreiber
Zu den Mitfavoriten beim Charity-Cup gehört die technisch begabte Mannschaft des SV Dicle Celle (rot)– hier mit - Torjäger Zeki Ari. Der Kreisliga-Spitzenreiter muss sich in seiner Gruppe gegen - unterklassige Gegner behaupten. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Rund sieben Stunden Fußball, 32 Spiele und jede Menge Budenzauber mit vielen Toren: Die Zuschauer in der HBG-Halle werden am Sonnabend, 21. Dezember, ab 11 Uhr voll auf ihre Kosten kommen – und tun dabei noch etwas für den guten Zweck. Denn sowohl die Eintrittspreise (3 Euro für Männer und Jugendliche, 1 Euro für Frauen und Kinder bis 10 Jahre) als auch der Tombola-Erlös kommt der CZ-Aktion „Mitmenschen in Not“ zu Gute.

Rein sportlich dürfen sich die Fans beim Charity-Cup auf viele reizvolle Duelle zwischen „David und Goliath“ freuen. Im 16-köpfigen Teilnehmerfeld ist alles von Bezirksliga bis 4. Kreisklasse dabei. „Da können die Kleinen die Großen mal so richtig ärgern“, meint Andreas Leihbacher, Teammanager von Gastgeber MTV Eintracht Celle und Mitorganisator des Turniers.

Sein MTVE ist als ranghöchste Mannschaft (Dritter in der Bezirksliga mit Aufstiegsambitionen) der Topfavorit, auch wenn Leihbacher das zu Recht relativiert. „Die Favoritenrolle nehmen wir an. Aber ich habe vor allem auch die Sportfreunde Ricklingen und den SV Dicle mit auf dem Zettel. Die verfügen über ausgezeichnete Hallenspieler“, sagt Leihbacher.

Zu besagten Hallenspezialisten gehören bei Ricklingen, ehemaliger Regionalligist und derzeit souveräner Tabellenführer der Kreisliga Hannover-Stadt, zwei gute, alte Bekannte. Mit Marco Kirsch und dem Brasilianer Alex de Andrade, der nach langer Verletzungspause wohl erstmals wieder kicken wird, stehen zwei ehemalige Spieler des TuS Celle FC in den Reihen der Sportfreunde. „Dazu kommen noch viele andere sehr gute Spieler. Ricklingen ist alles andere als ein klassischer Kreisligist, die werden in den nächsten Jahren durch die Ligen marschieren“, glaubt Leihbacher.

Der TuS FC hat angekündigt, überwiegend auf Spieler aus der zweiten Mannschaft (3. Kreisklasse) und der Jugend zurückzugreifen. „Der ein oder andere Oberliga-Spieler soll aber auch dabei sein, insofern sollte man auch TuS auf der Rechnung haben“, erklärt Leihbacher. Mit „voller Kapelle“ will hingegen Kreisliga-Primus Dicle ins Turnier gehen. Die technisch beschlagene Mannschaft von Trainer Uli Busse dürfte somit ein gewichtiges Wort bei der Titelvergabe mitsprechen.

Davon weit entfernt ist der wohl krasseste Außenseiter bei der zweiten Auflage des Charity-Cups: Dynamo Celle aus der 4. Kreisklasse. Die bekommen es in der Vorrunde unter anderem mit dem MTVE zu tun. „Erst einmal freuen wir uns, dass wir überhaupt an einem so großen Turnier mit so vielen guten Mannschaften teilnehmen dürfen. Für uns geht es darum, uns so teuer wie möglich zu verkaufen. Also möglichst wenig Gegentore kassieren und vielleicht ein, zwei Tore selbst schießen“, schildert Dynamo-Trainer Klaus Senzek seine Ziele: „Aber letztlich geht es ja nicht so sehr um die Ergebnisse, sondern vielmehr um den guten Zweck.“

Genau diese Einstellung gefällt Leihbacher. „Das ist die Grundidee dieser Veranstaltung. Im Vordergrund steht ganz klar der Spaß und der gute Zweck. Selbstverständlich will jeder Fußballer gewinnen – wir natürlich auch. Aber alles muss fair bleiben. Die Schiedsrichter werden jede Grätsche sofort abpfeifen und ahnden. Das hat bei einem Hallenturnier absolut nichts zu suchen. Aber ich bin mir sicher, dass alle – Spieler und Trainer – den Sinn dieser Veranstaltung verinnerlicht haben“, so Leihbacher.

Die Rahmenbedingungen lassen durchaus die ein oder andere Überraschung wahrscheinlich werden. Vier gute Hallenspieler und ein Torwart in der Startformation bekommt auch ein Team aus der 4. Kreisklasse auf das Parkett. In der Vorrunde beträgt die Spielzeit zudem nur zehn Minuten, da muss der jeweilige Favorit von Anfang an hellwach sein. Ab dem Viertelfinale im K.o.-System wird fünf Minuten länger gekickt.

Eines steht aber auf jeden Fall fest: Die Zuschauer werden voll auf ihre Kosten kommen – und Gewinner des Turniers werden Mitmenschen in Not sein.