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Fußball regional Derby: TuS Eschede empfängt TuS Celle FC
Sport Fußball regional Derby: TuS Eschede empfängt TuS Celle FC
17:12 14.09.2017
Moussa Doumbouya vom SC Wietzenbruch gibt alles: Auch gegen TV Jahn Schneverdingen ist von ihm und seinen Mitspielern voller Einsatz gefordert. Quelle: Michael Schäfer (Archiv)
Eschede

TuS Eschede –TuS Celle FC(Sonntag, 15 Uhr).

Gute Spiele – wenig Punkte. Das ist bisher das Saisonfazit des TuS Celle FC. „Ich brauche nach dem Spiel keine warmen Worte für unsere gute Leistung. Vor allem dann nicht, wenn wir wieder mit leeren Händen dastehen. Ein schmuckloses 1:0 in Eschede reicht uns, aber wir wollen diese drei Punkte“, sagt TuS FC Trainer Thomas Crocoll. Er wünscht sich, dass die „schwarze Serie“ endlich ein Ende findet. Vier Pflichtspiele hat der TuS Celle FC seit seinem Abstieg aus der Landesliga gegen das Team von der Aschau absolviert und alle vier verloren. Zuletzt gab es im Bezirkspokal eine 0:3-Heimniederlage.

Dass viele da von Eschede als Angstgegner sprechen, ist nicht verwunderlich. „Klar, irgendwie ist das jetzt in den Köpfen der Spieler drin. Die Jungs wollen das geradebiegen. Dabei dürfen wir aber nicht überdrehen und wieder blind in Konter laufen“, sagt Crocoll. Diesen plagen im Moment erhebliche Personalprobleme, denn viele Spieler wie Nils Speckmann, Ayhan Cango, Alpha Jallow oder Dennis Ly sind verletzt oder angeschlagen. „Wir gehen gerade echt am Stock. Ich muss das letzte Training abwarten. Zur Zeit habe ich keine Ahnung, wer Sonntag auf dem Platz stehen wird“, sagt Crocoll, dessen Torwart auf jeden Fall wieder Tim Cewe heißen wird.

In Eschede hat sich die Personalsituation etwas entspannt. Obwohl man bisher nur drei Punkte auf dem Konto hat, bleibt man an der Aschau ruhig. Hier hat Trainer Sven Ewert mit seinen Spielern viele Gespräche geführt, um so für das Derby noch ein paar Extraprozente an Leistung herauszukitzeln. „Nein, ich spüre noch keinen Druck. Wir müssen uns ganz auf unser eigenes Spiel konzentrieren und dürfen nicht nur reagieren. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir damit immer am besten gefahren sind“, meint Ewert. Er sieht sein Team taktisch und spielerisch weiter als in der Vorsaison. „Wir machen vieles richtig – und das wollen wir gegen den TuS FC in Tore und Punkte umwandeln“, sagt Ewert, der den Derby-Charakter des Spiels nicht in den Mittelpunkt stellen will. „Wir wollen gewinnen. Dazu muss jeder Verantwortung übernehmen“, fordert Ewert. Fakt ist, dass sich keines der beiden Teams eine Niederlage erlauben darf.

SC Wietzenbruch –TV Jahn Schneverdingen (Sonntag, 15 Uhr).

Verkehrte Welt in der Bezirksliga: Aufsteiger SC Wietzenbruch hat zwölf Punkte auf dem Konto, der als Meisterschaftskandidat hoch gehandelte TV Jahn Schneverdingen konnte erst ganze drei Zähler sammeln. Eitel Sonnenschein herrscht indessen beim furios in die Saison gestarteten SC Wietzenbruch. „Wir wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Auf unserer Wiese werden wir unsere gesamte Kampfkraft in die Waagschale werden, um auch Schneverdingen zu schlagen“, sagt SVW-Trainer Stephan Bergmann, der die Gäste trotz deren schlechten Saisonstarts in der Favoritenrolle sieht.

Nach den jüngsten Erfolgen ist man am Alten Kanal voller Selbstvertrauen und hofft auf eine weitere Überraschung. „Wenn man wirklich alles gibt, ist vieles möglich. Das hat man auch in Auetal gesehen, wo wir einen Rückstand noch in einen Sieg umwandeln konnten“, weiß der SCW-Coach.

Er vermutet, dass die Gäste offensiv nach vorne spielen werden. „Das würde uns mit unserer Kontertaktik und unserem schnellen Umschaltspiel sehr entgegenkommen“, meint Bergmann. „Wichtig ist, dass wir den Schneverdingern den Schneid abkaufen. Wir müssen denen die Lust am Fußballspielen nehmen. Warum sollte es dann nicht ein weiters mal positiv für uns ausgehen?“, fragt der SCW-Trainer.

Von Jochen Strehlau