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Fußball regional Derby um „Stolz und Ehre“
Sport Fußball regional Derby um „Stolz und Ehre“
14:34 16.03.2012
Von Oliver Schreiber
Celle Stadt

Celal Carut macht keinen Hehl daraus, dass es sich um ein besonderes Spiel handelt. „Es treffen zwei kurdische Klubs aufeinander, da geht es natürlich auch um Stolz und Ehre. Keiner will dieses Spiel verlieren. Aber letztlich ist es auch nur ein Fußballspiel“, erklärt der Trainer von Bezirksligist SV Dicle Celle vor dem morgigen Duell (15 Uhr) auf der Herrenwiese gegen den FC Firat Bergen.

Sein Pendant Behcet Sacik sieht zwar auch die Brisanz dieser Begegnung, bläst aber in das gleiche Horn: „Derbys sind immer emotionaler. Aber beide Mannschaften tun gut daran, den Ball flach zu halten. Für uns geht es darum, Punkte zu holen, da ist der Gegner egal.“

Beide Teams schreiben in dieser Saison alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Dicle hat seit Anfang Oktober kein Spiel mehr gewonnen und ist nach nur einem Zähler aus den vergangenen zehn Partien auf den ersten Abstiegsplatz durchgereicht worden. Firat ist mit zwei Punkten abgeschlagen Letzter und kann für die Kreisliga planen. „Nichtsdestotrotz werden sie uns nichts schenken. Ganz im Gegenteil. Die Tabellensituation spielt in einem solchen Derby eine untergeordnete Rolle. Aber für uns zählt nur ein Sieg. Sonst haben wir in dieser Liga auch nichts verloren“, macht Carut unmissverständlich klar.

Schwer im Magen liegt ihm noch die Darbietung seiner Schützlinge bei der 1:3-Niederlage in der Vorwoche beim VfL Westercelle. „Das haben wir uns präsentiert wie in einem Freundschaftsspiel. Da haben wir wirklich alles vermissen lassen, was im Abstiegskampf zählt. Keine Laufbereitschaft, kein Engagement und dazu auch noch viele individuelle Fehler. So kriegst du in der Bezirksliga kein Bein an die Erde. Das habe ich unter der Woche auch ganz klar angesprochen“, sagt Carut, der noch um den Einsatz von Dennis Seidel, der im Training umknickte, bangt.

Carut wie auch Sacik erwarten einen offenen Schlagabtausch. „Beide Mannschaften sind eigentlich immer offensiv ausgerichtet. Wir werden uns auf keinen Fall verstecken und suchen unser Heil in der Offensive. Natürlich mit der nötigen Disziplin. Wir können befreit aufspielen“, meint Sacik. Ganz im Gegensatz zum SVD, der im Kampf um den Klassenerhalt zum Siegen verdammt ist.

Bei Firat hofft Sacik auf die Rückkehr von Sascha Heins. Die Langzeitverletzten Yoksuli Emer und Veysel Aclan haben zwar schon wieder das Training aufgenommen, ein Einsatz in der Startelf kommt für beide aber wohl noch zu früh.