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Fußball regional Dicle dreht Spiel innerhalb von vier Minuten
Sport Fußball regional Dicle dreht Spiel innerhalb von vier Minuten
22:32 15.09.2013
In der zweiten Halbzeit ließ der SV Dicle (rotes Trikot) - in Eschede das schwache Spiel der ersten 45 Minuten vergessen und siegte noch mit 5:3 (1:2)Toren. Quelle: Gert Neumann
Eschede

Der TuS Eschede ist knapp an der Sensation vorbeigeschrammt. Unter den Augen des zukünftigen Eschede-Trainers Jörg Rienass, verloren sie gegen Dicle mit 3:5. Dicle nutzte in einem hektischen Spiel die Unerfahrenheit der Escheder aus und ging somit als verdienter Sieger vom Platz. Noch gestern begleitete die Escheder Mannschaft ihren Mitspieler Florian Schöning zum Fan-Spiel gegen Hertha BSC und verlebte einen sehr schönen Tag. Die Euphorie dieses Erlebnisses nahmen sie dann auch mit in die Partie. Über ein konzentriertes Kurzpassspiel im Mittelfeld und sehr gute Defensivleistungen, erarbeitete sich Eschede viele Bälle und übernahm das Ruder. „Was die Jungs in der ersten Halbzeit geleistet haben war sensationell“, musste Ulrich Busse, Trainer der Dicler, nach dem Spiel zugeben. Auch Eschedes Interismcoach Sascha Kasimir war mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden. Schon in der sechsten Minuten gingen die Escheder durch ein Freistoßtor von Tim Runge in Führung. Zeki Ari glich diese zwar ebenfalls durch einen Freistoß (13.) aus, Eschede konnte aber kurz darauf durch David-Simeon Schlawer wieder in Führung gehen (15.).

Für die völlig überforderten Dicler kam der Pausenpfiff genau zur richtigen Zeit, sodass sie ihre Kräfte neu sammeln konnten, um das Spiel doch noch wenden zu können. Für dieses Unterfangen brauchte der SV Dicle gerade einmal vier Minuten. Eschede verschlief die Anfangsphase der zweiten Halbzeit komplett, sodass Zeki Ari mit seinem zweiten Tor in der 48. Minute ausglich. Dann zeigten die Dicler ihre ganze Cleverness, nutzten die Escheder Irritation aus und erhöhten binnen vier Minuten auf 2:5 (56. und 58. Dennis Seidel, 59. Taner Ekinci).

Trotz des hohen Rückstandes bewies der TuS Eschede Moral und versuchte weiterhin Druck aufzubauen. „Ich bin echt stolz, dass wir uns nach den schnellen Gegentoren wieder gefangen haben. Wenn wir mit dieser Einstellung und Moral in das nächste Spiel gehen, sind uns die drei Punkte sicher“, lobte Kasimir seine Spieler. In der 71. Minute war es erneut Schlawer, der allerdings nur noch auf 3:5 verkürzte. Ab morgen übernimmt dann Jörg Rienass die Escheder Mannschaft und wird am nächsten Wochenende, in Ahnsbeck an der Seitenlinie stehen.

TuS Bröckel festigt Tabellenführung

CELLE. Der siebte Spieltag in der Fußball-Kreisliga bot wenig Spektakuläres. In drei von sechs Partien wurde kein Sieger gekrönt. Bröckel hingegen siegte in Langlingen mit 3:0, verteidigte damit die Tabellenführung und mauserte sich endgültig zum Aufstiegskandidaten. Fortuna Celle musste sich gegen die SG Eldingen mit einem 1:1 zufrieden geben, tut sich damit allerdings sehr schwer. Und der SV Garßen trennte sich in einem körperlich harten Spiel mit 2:2 vom TSV Wietze und liegt derzeit auf dem dritten Tabellenplatz.

MTV Langlingen –TuS Bröckel0:3 (0:1)

„Ich weiß nicht, wie ich dieses Spiel einem Außenstehenden erklären soll“, gestand Langlingens Trainer, André Ruschitzka. „Wir waren eigentlich die spielbestimmende Mannschaft und hätten den Sieg verdient gehabt“, erklärt er weiter. Durch individuelle Fehler habe es seine Mannschaft den Bröckelern ermöglicht, drei von ihren fünf Torchancen zu nutzen.

Den TuS Bröckel sah er nach dem Spiel allerdings als verdienten Tabellenführer, weil TuS auch, wenn er einen schlechten Tag hat, Spiele gewinnen kann. Diese Eigenschaft mache in der Kreisliga dann häufig den Unterschied aus.

ESV Fortuna Celle –SG Eldingen1:1 (0:0)

Fortunas Trainer Stephan Bergmann attestierte seiner Mannschaft nach dem Unentschieden gegen die SG Eldingen die beste Saisonleistung. „Meine Jungs haben einfach eine super Leistung abgeliefert. Ich glaube wir haben noch nie so viele hundertprozentige Torchancen herausgespielt“, so Bergmann. Das Problem des ESV sei allerdings die Verwertung dieser Chancen gewesen, sodass am Ende ein etwas enttäuschendes 1:1 verbucht werden musste.

Besonders kurios: Nachdem Ole Domrich die Fortuna in der 90. Minute in Führung brachte, erzielte Eldingens Carsten Pelzer den Ausgleich in der 91. Minute. Direkt nach dem Anstoß schoss er den Ball vom Mittelpunkt in das Tor des ESV.

SV Garßen –TSV Wietze2:2 (2:2)

Auch der SV Garßen kam nicht um ein Remis herum. Die Partie gegen den TSV Wietze endete mit 2:2. Dabei kann sich Garßens Trainer, Klaus-Ulrich Fiedler, aber nicht mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden geben. „Wir hatten heute keinen guten Tag. Fast jeder Spieler war nicht konzentriert genug, um fehlerfrei zu bleiben“, analisierte er das Garßener Spielverhalten.

Besonders herausheben konnte er somit nur Torhüter Christian Ströh, der gerade in der ersten Halbzeit einige gute Chancen der Wietzer abwehrte und somit einen Rückstand verhinderte. Gegen „kämpferisch und hart spielende“ Wietzer, war in der zweiten Halbzeit dann nichts mehr zu holen.

TuS Höfer –SV Altencelle4:2 (1:0)

Der SV Altencelle stürzt immer weiter in die Krise. Mit drei Punkten aus sieben Spielen liegen der SVA derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Anders sieht es beim TuS Höfer aus. Die Mannschaft von Karsten Gehring verschaffte sich mit dem wichtigen Sieg Luft nach unten und kann mit zehn Zählern auf dem Punktekonto etwas durchatmen.

„Auch im Hinblick auf die nächsten Spiele war das ein wichtiger Punktgewinn. So fahren wir nächste Woche gut gerüstet nach Eldingen“, so Gehring. Gegen zehn Altenceller sah er sein Team als verdienten Sieger zumal sich Höfer noch weitere Torchancen erarbeitet hatte.

TuS Eicklingen –SC Wietzenbruch2:2 (0:1)

Eicklingens Trainer, Herbert Klus, konnte sich nach dem Unentschieden gegen den SC Wietzenbruch nicht zufrieden geben. Einzig positiv sei für ihn die Tatsache, dass sein Team einen 0:2-Rückstand aufgeholten hatte und das Spiel ohne Gelb-Rote oder Rote Karte beenden wurde. „Wir hätten das Spiel eigentlich locker über die Bühne bringen müssen“, erklärte Klus kurz nach dem Spiel.

Mit Unverständnis begegnete er auch einige Schiedsrichterentscheidungen, die für ihn auch spielentscheidend waren. „Der Schiri hat einen Elfmeter gegen uns gepfiffen ohne wirklich gesehen zu haben, was passiert ist. Und auf der anderen Seite hätte er einen für uns geben müssen“, ärgerte er sich. Dennoch war er sich auch bewusst, dass er die Schuld nicht nur bei den Schiedsrichtern suchen kann. Die Eicklinger wollen diese Partie nun vergessen und sich mit neuer Motivation auf das nächste Punktspiel konzentrieren.

Von Felix Müller