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Fußball regional Dicle will mit Derbysieg oben angreifen
Sport Fußball regional Dicle will mit Derbysieg oben angreifen
14:59 18.04.2013
Celle Stadt

Die letzte Chance für den TuS Hohne-Spechtshorn, sich doch noch im Abstiegskampf zurückzumelden. Ein TuS Eicklingen, der wieder auf die Beine kommen möchte. Und oben drauf noch zehn weitere Partien. Mit anderen Worten: Ein aufregendes Fußball-Wochenende steht vor der Tür. Heute Abend stehen in der Kreisliga zuerst vier Nachholbegegnungen vom 10. März an. Am Sonntag folgt dann planmäßig der 29. Spieltag.

TuS Eicklingen –

TuS Unterlüß

(Heute, 18.30 Uhr)

Platz 14 in der Rückrundentabelle – das haben sich die Eicklinger mit Sicherheit anders vorgestellt. Angesichts dieser mauen Bilanz kommt das Wochenende mit zwei Heimspielen vielleicht gerade recht. Heute empfangen die Rot-Weißen den TuS Unterlüß, zwei Tage später ist der SV Garßen zu Gast. „Wir müssen auch wieder gegen die vermeintlich Kleinen unsere Leistung bringen“, fordert Eicklingens Trainer Herbert Klus.

Der TuS Unterlüß reist mit einer 0:4-Schlappe gegen den SC Wietzenbruch im Gepäck an. Die Eicklinger hingegen setzten sich vor knapp drei Wochen mit 2:0 beim SCW durch. Ist das ein Anzeichen dafür, dass die Gastgeber schon drei Punkte einplanen können? Nicht für Klus. „Diese Rechnung geht selbstverständlich nicht auf. An einem guten Tag kann Unterlüß jeden schlagen“, mahnt Eicklingens Trainer.

TuS Hohne-Spechtshorn –

TSV Wietze

(Heute, 18.30 Uhr)

Sechs Spiele, sechs Niederlagen und wenig Besserung in Sicht: Die Lage beim TuS Hohne-Spechtshorn wird von Woche zu Woche ungemütlicher. Nicht nur, dass die Punkte fehlen. In mittlerweile erschreckender Regelmäßigkeit schwächt sich das Tabellenschlusslicht auch durch Platzverweise selbst. „Als Kreislehrwart, der immer für Fairplay einsteht, werde ich das nicht länger akzeptieren“, findet Hohne-Coach Peter Bartosch deutliche Worte.

Beim Gegner aus Wietze stellt er vor allem das starke Sturmduo Mike Trautmann/Robin Ohlde in den Mittelpunkt. „Die beiden gilt es auszuschalten“, sagt Bartosch, dem die Rotsperre von Außenverteidiger Nicolas Hein besonders wehtun dürfte.

TuS Eversen-Sülze –

SV Dicle Celle

(Heute, 18.30 Uhr)

Abstiegskampf gegen Aufstiegstraum: Beim Aufeinandertreffen des TuS Eversen-Sülze und des SV Dicle kommt es mal wieder zum Duell der Extreme. „Mittlerweile liegen wir schon fünf Punkte hinter Wietzenbruch, es ist mal wieder an der Zeit für einen Sieg“, gibt sich Eversens Trainer Sven Ewert trotzdem optimistisch.

Eine ganz besondere Mission wird Jungspund Jan Otte, Eversens Mann für alle Fälle, bekommen. „Er hat schon gegen Matthias Behrens und Timo Klingenspor gut ausgesehen und soll sich jetzt auch um die Dicler Stürmer kümmern“, erklärt Ewert Ottes Spezialauftrag. Nach zwei Niederlagen in Folge würde den Gastgebern ein Erfolg zumindest vorläufig wieder etwas mehr Luft verschaffen.

SG Eldingen –

FC Firat Bergen

(Heute, 18.30 Uhr)

Der 4:0-Derbyerfolg über Hohne-Spechtshorn bedeutete für die SG Eldingen einen Befreiungsschlag zur richtigen Zeit. Einziger Wermutstropfen war dabei die schwere Verletzung von Mittelfeldmotor Jerome Ottenbreit. „Seine Bänder sind durch und er wird dieses Jahr wohl kein Spiel mehr machen“, hadert Eldingen-Coach Werner Köller.

Mit dem FC Firat kommt ein Gegner, an den sie in Eldingen noch gute Erinnerungen haben müssten. Das Hinspiel entschied die SGE nämlich mit 4:2 für sich. „Es geht wieder um die Kompaktheit. Wenn wir Bergen unser Spiel aufdrücken, sehe ich eine reelle Chance“, meint Köller, dessen Mannschaft zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge hat. Firat peilt den vierten Sieg in Serie an.

ESV Fortuna Celle –

SV Dicle Celle

(Sonntag, 15 Uhr)

Als Fortunas eigentlicher Abwehrchef Marcel Döhrmann beim 2:0 in Garßen auf einmal in vorderster Front auflief, rieben sich sicher viele verwundert die Auge. Mit zwei Treffer war Dörhmann in neuer Rolle dann sogar Mann des Tages. „Als Trainer musst du manchmal mit personellen Umstellungen auf kleine Negativläufe reagieren. Wir haben die richtige Antwort gegeben“, findet Fortunas Trainer Stephan Bergmann. Das Derby mit dem SV Dicle bezeichnet er als „Bonusspiel“. „Wir haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen“, sagt Bergmann.

Nachdem der SV Dicle in Altencelle nicht über ein Unentschieden hinaus kam, wäre ein Auswärtserfolg beim ESV Fortuna jetzt umso wichtiger. „Kleine persönliche Nachlässigkeiten kosten uns immer wieder Punkte. Das ist für die junge Mannschaft aber ein ganz normaler Prozess“, meint Dicle-Coach Ulrich Busse, der um die bis jetzt gute Rückrunde des Gegners weiß. „Das wird kein einfaches Spiel. Wir nehmen es, wie es kommt“, so Busses knapper Ausblick.

TuS Unterlüß –

MTV Eintracht Celle

(Sonntag, 15 Uhr)

Erweist sich der TuS Unterlüß für Ligaprimus MTV Eintracht Celle wie beim 1:1 in der Hinrunde als Stolperstein? „Wir gehen erst einmal von gar nichts aus und sind der krasse Außenseiter“, erklärt Unterlüß-Trainer Horst-Dieter Pilot vor dem Kräftemessen mit den schier übermächtig erscheinenden Cellern.

Eine vollkommen defensive Grundausrichtung à la italienischem Catenaccio wird es in Unterlüß trotzdem nicht geben. „Das kann die Mannschaft gar nicht. Wir werden unseren Stil nach vorne spielen“, verspricht Pilot, der wohl versuchen wird, die Geister aus dem Hinspiel zu beschwören. Seinen Spielern gibt er noch mit auf den Weg: „Kämpfen und keine Angst haben – das ist das Wichtigste.“

SSV Groß Hehlen –

SC Wietzenbruch

(Sonntag, 15 Uhr)

Zwei Siege gegen die direkte Konkurrenz haben den SSV Groß Hehlen vom Tabellenschlusslicht zur formstärksten Mannschaft im Tabellenkeller gemacht. Und das alles in knapp zwei Wochen. Im Duell mit dem SC Wietzenburch wollen die Grün-Weißen jetzt weiter nachlegen. „Wir dürfen nicht verlieren. Nach den beiden Erfolgen ist der Glaube auf jeden Fall da“, sagt SSV-Coach Roland Philipp.

Auf wen seine Spieler besonders achten sollten, weiß Philipp ganz genau. „Wietzenbruchs Sven Dettmer kann eine Abwehr im Alleingang schwindelig spielen“, so Groß Hehlens Trainer über Dettmer, der am letzten Wochenende dreifach traf und im Moment gewissermaßen seinen zweiten Fußballer-Frühling erlebt.

TuS Hohne-Spechtshorn –

SV Nienhagen II

(Sonntag, 15 Uhr)

Tabellenschlusslicht Hohne empfängt den Tabellen-15. aus Nienhagen – mehr Endspiel um den Klassenerhalt geht nicht. „Das ist unsere allerletzte Chance“, hebt Hohnes Trainer Peter Bartosch die Bedeutung der Partie hervor. Das Motto für beide Mannschaften lautet: Verlieren strengstens verboten. Bei einer Niederlage droht sowohl den Hohnern als auch den Nienhägern der vorzeitige K.o. im Abstiegskampf.

Zu den fast schon notorischen Defensivproblemen der Gastgeber gesellte sich in letzte Zeit eine stagnierende Offensivabteilung. „Beide Achillessehnen von Michael Korth sind gereizt, er schleppt sich im Moment nur noch durch. Deswegen fehlt uns vorne die Durchschlagskraft“, erklärt Bartosch sorgenvoll seine Sturmprobleme.

MTV Langlingen –

SG Eldingen

(Sonntag, 15 Uhr)

Die Tabellenspitze weit weg, der Abstiegskampf ebenfalls außer Sichtweite: Für den MTV Langlingen scheint die Saison fast schon gelaufen. Mit 36 Zählern rangiert der MTV auf Tabellenplatz fünf. „Trotzdem merkt man bei den Jungs keinen Spannungsabfall. Unser Ziel bleibt das obere Tabellendrittel“, meint Langlingens Trainer André Ruschitzka.

Gegen die SG Eldingen wird indes das Langlinger „Sturmroulette“ weitergehen. Nach dem Abgang von Christopher Kautz im Winter ist der MTV immer noch auf der Suche nach einem Nachfolger. „Ich werde Christian Schmidt aus der zweiten Mannschaft eine Chance geben und auch Christian Linnewedel trainiert wieder regelmäßig“, nennt Ruschitzka die heißesten Kandidaten auf den Platz im Sturmzentrum.

SV Altencelle –

TuS Bröckel

(Sonntag, 15 Uhr)

Serie trifft auf Serie. Der SV Altencelle, drei Partien ohne Niederlage, empfängt den TuS Bröckel, sogar fünfmal hintereinander unbezwungen. „Beide Mannschaften haben einen guten Lauf. Bröckel ist kampfstark, da müssen wir gegenhalten“, so Altencelles Coach Bernd Bulowski, der natürlich um die Gefährlichkeit von TuS-Torjäger Timo Klingenspor (27 Saisontreffer) weiß.

„Im Hinterstübchen gibt es schon einen Plan, wie wir ihn kalt stellen“, erzählt Bulowski. Nicht gut zu sprechen ist er auf die Spielabsage am vergangenen Sonntag in Eversen. „Das war ärgerlich, weil wir aus dem Rhythmus gekommen sind“, findet Altencelles Trainer. Eine der spielentscheidenden Fragen wird auch sein, wie die Gäste das kräftezehrende Duell mit dem MTV Eintracht Celle verkraftet haben.

TuS Eicklingen –

SV Garßen

(Sonntag, 15 Uhr)

Wann endet Garßens schwarze Serie? Seit Anfang März wartet der SVG auf einen Erfolg. In Eicklingen müssen die Schwarz-Weißen eigentlich punkten, um in der Tabelle nicht noch weiter abzurutschen. Ähnlich gestaltet sich die Ausgangslage bei den Gastgebern, die sich wieder näher an den MTV Eintracht Celle heranschieben können.

„Wenn wir die kämpferische Linie beibehalten und noch ein paar mehr spielerische Elemente dazu kommen, bin ich guter Dinge“, sagt Eicklingens Coach Herbert Klus. Fehlen wird den Rot-Weißen neben Jonathan Hagos und Simon Pröve zu allem Überfluss noch Mittelfeldabräumer Christoph Köneke.

TSV Wietze –

FC Firat Bergen

(Sonntag, 15 Uhr)

In Wietze treffen zwei der offensivstärksten Mannschaften aufeinander. Schon im Hinspiel, das die Berger mit 4:3 für sich entschieden, fielen sieben Treffer. Nicht nur die Zuschauer erwarten deshalb eine abwechslungsreiche Begegnung. „Beide Teams versuchen, viel zu spielen. Das wird eine interessante Partie“, weiß Wietzes Trainer Uwe Ronge, der beim allem Lob aber einige Berger Schwachstellen ausgemacht hat.

Bei der 1:4-Niederlage in der letzten Woche gegen den MTV Eintracht Celle waren es vor allem Unkonzentriertheiten, die den Wietzern ein besseres Abschneiden kosteten. „Ich fordere, dass die Jungs sich nicht nur spielerisch, sondern auch mental weiterentwickeln und die Fehler kritisch aufarbeiten“, so Ronge dazu.

Von Philip Krüger