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Fußball regional Die bessere Eintracht gewinnt
Sport Fußball regional Die bessere Eintracht gewinnt
18:06 18.11.2018
Von Oliver Schreiber
Eintracht-Torjäger Moussa Doumbouya (links) schoss seine Saisontreffer 14 und 15.
Lüneburg

Frank Steinkuhl atmete nach Spielschluss tief durch. „Uns ist hier echt alles abverlangt worden – sowohl vom Gegner als auch vom Platz“, erklärte der Co-Trainer des Fußball-Landesligisten MTV Eintracht Celle nach dem 3:2-Erfolg bei der SV Eintracht Lüneburg. „Wir sind natürlich superglücklich, dass wir hier beim Tabellendritten gewonnen haben. Das war ein Big Point. Unterm Strich geht unser Sieg in Ordnung, weil wir mehr und auch qualitativ wesentlich hochwertigere Chancen hatten“, resümierte Steinkuhl.

Angesichts der schwierigen Platzverhältnisse – der Boden war tief und rutschig – zeigten beide Teams ein ansehnliches Fußballspiel, das von Kampf, aber auch von schönen Kombinationen geprägt war. Der Gastgeber überließ den Gästen die Initiative und verlegte sich aufs Kontern. Die Celler agierten im Stile eines Spitzenreiters und kontrollierten das Geschehen. Allerdings ging der MTVE einmal mehr zu fahrlässig mit den Chancen um. Henry Struwe tankte sich nach 14 Minuten durch die Lüneburger Abwehr. Doch statt mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum Erfolg zu kommen, versuchte er es mit einem scharfen Pass Richtung zweitem Pfosten – doch da stand niemand. „Wir hatten immer wieder gute Aktionen, uns hat dann aber die Präzision und die Entschlossenheit im Abschluss gefehlt“, monierte Steinkuhl.

Genau das war bei David Mehl in der 19. Minute nicht der Fall. Der Lüneburger Torjäger vollendete einen Konter nach einem Celler Ballverlust in der Vorwärtsbewegung zur 1:0-Führung, die sich so gar nicht angedeutet hatte.

Die Celler Eintracht schüttelte sich kurz und machte weiter Druck. Doch die Abschlussschwäche blieb zunächst, sodass der Liga-Primus mit einem Rückstand in die Pause ging. Die Halbzeitansprache von Coach Hilger Wirtz verlief ruhig und bedächtig. „Es gab keinen Grund loszupoltern. Die Jungs wirkten sehr konzentriert und fokussiert. Wir haben alle fest daran geglaubt, dass wir dieses Spiel noch drehen können“, berichtet Steinkuhl.

Genau dieses Vorhaben war dem MTVE deutlich anzumerken. Angriff auf Angriff rollte auf das Lüneburger Tor. Nach einem Foul an Hilger von Elmendorff im Strafraum blieb der eigentlich fällige Elfmeterpfiff zur Überraschung aller Beteiligten aus. Innenverteidiger Malte Marquardt hatte kurz drauf den Ausgleich auf dem Fuß, ebenso wie Daniel Ruchatz, dessen Schuss auf der Linie geklärt wurde.

Und so musste der MTVE bis zur 65. Minute warten, ehe Moussa Doumbouya, der bis dato unglücklich agierte, den erlösenden Ausgleichstreffer markierte. Nach einer schönen Kombination über Lars Borchert und Henry Struwe lief der 20-Jährige alleine auf Torwart Feith Menke zu und vollstreckte.

Es kam noch besser. Erneut nach einer gelungenen Ball-Stafette passte Adrian Zöfelt die Kugel maßgerecht durch die Schnittstelle der Lüneburger Abwehr, erneut war Doumbouya völlig frei, umkurvte Menke und schob zur verdienten Führung ein (77.).

Für die Vorentscheidung sorgte dann Ruchatz, der diesmal im rechten Mittelfeld auflief, in der 85. Minute. Zöfelt zog von links in die Mitte, ließ seine Gegner wie Fahnenstangen stehen und zog ab. Der abgewehrte Ball fiel Ruchatz vor die Füße, der zum 3:1 einnsetzte.

In der Nachspielzeit mussten die Celler noch einmal kurz um den Sieg zittern, als der für den Ex-Celler Ole Domrich eingewechselte Vincent Grzywaczewski nach einer Standardsituation aus abseitsverdächtiger Position auf 2:3 verkürzte. Doch der MTVE rettete den Vorsprung ins Ziel, sodass am Ende die bessere Eintracht verdient gewann, den Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Zweiten TuS Harsefeld stabil hielt – und einen weiteren Verfolger abschüttelte.

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