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Fußball regional Dominanz über die volle Distanz: Eintracht Celle besiegt Teutonia Uelzen
Sport Fußball regional Dominanz über die volle Distanz: Eintracht Celle besiegt Teutonia Uelzen
19:04 19.08.2018
Von Oliver Schreiber
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Aber eben nur fast. Denn die totale Dominanz zeigte sich leider nicht auf der Anzeigetafel, denn dort stand bis zur 62. Minute auf beiden Seiten die Null. Zu diesem Zeitpunkt nährten sich angesichts des fahrlässigen Umgangs mit Großchancen schon erste Zweifel am Sieg der Gastgeber, viele der knapp 200 Zuschauer unkten bereits, dass sich das rächen könnte – wie so oft im Fußball. Doch dann attackierte Flügelflitzer Henry Struwe nach einem Querschläger am rechtem Strafraumeck zwei Teutonia-Verteidiger, die die heikle Situation vermeintlich unter Kontrolle hatten, weil sie eher am Ball zu sein schienen. Doch Struwe setzte seine langen Beine geschickt ein, spitzelte den Ball an beiden vorbei und passte ihn dann in die Mitte, wo Moussa Doumbouya die Kugel nur noch über die Linie zu drücken brauchte.

Die Erleichterung über diesen Treffer war im blau-weißen Lager allgemein spürbar. „So ein Spiel kannst du trotz dieser Überlegenheit auch mal verlieren, wenn du die Kiste nicht triffst. Ein Sonntagsschuss oder eine Unachtsamkeit – und dann guckst du dumm aus der Wäsche“, erklärte Wirtz. Genau das hätte passieren können, wenn Celles Torwart Christof Rienass in der 40. Minute nicht die einzige Uelzener Großchance vereitelt hätte, als Kevin Venancio nach einem Abstimmungsfehler in der Defensive frei vor ihm auftauchte, Rienass aber den Winkel geschickt verkürzte und den Schuss abwehrte.

Dies wäre aber auch ein schlechter Witz gewesen angesichts des Klassenunterschiedes, der sich von Beginn an offenbarte. Eintracht ließ den Teutonen keine Luft zum Atmen, entfachte Dauerfeuer und brach vor allem über die Außenpositionen immer wieder durch. Teutonias Angriffsversuche – soweit man diese als solche bezeichnen konnte – wurden bereits im Keim erstickt. Doch die Celler Herrlichkeit endete beim Torabschluss. Da fehlte es an Entschlossenheit, Schärfe und Präzision. So durften sich die Gäste glücklich schätzen, dass die Partie bereits zur Pause nicht in ein Debakel mündete – angesichts von zehn guten, sehr guten und hundertprozentigen Einschussmöglichkeiten der Hausherren.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Spielgeschehen, Uelzen verteidigte etwas besser und agierte einen Tick mutiger. An der Dominanz des MTVE endete dies freilich nichts. Bereits zwei Minuten vor dem goldenen Tor durch Henry Struwe hatte Marvin Drewes einen Schuss von Adrian Zöfelt für den bereits geschlagenen Keeper Ken Marko Venancio auf der Linie gerade noch abgeblockt. Auch nach dem Rückstand waren die müde gespielten Gäste nicht in der Lage, das Celler Tor in Bedrängnis zu bringen. Eintracht versäumte es wie bereits beim 3:2-Auftakterfolg beim MTV Treubund Lüneburg, frühzeitig den Deckel auf die Partie zu bekommen. Allein Doumbouya hätte noch drei weitere Treffer erzielen können.

Der Sieg war aber zu keinem Zeitpunkt mehr gefährdet, dafür kam von den Uelzenern, die ohne ihre Führungskräfte Malte Bertram und Evgenij Krasnikov auskommen mussten, einfach viel zu wenig. „Wenn wir hier frühzeitig in Führung gehen, hätten wir dieses Spiel vermutlich klar gewonnen. So haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau. Was die Jungs hier abliefern, ist schon wirklich klasse. Wir sind mit zwei Siegen gestartet und haben überwiegend starke Leistungen abgerufen“, sagte Wirtz nach dem 19. Spiel in Folge ohne Niederlage und dem Traumstart in die neue Saison.

Fußball-Bezirksligist VfL Westercelle hat das erste Auswärtsspiel der Saison verloren. Beim MTV Soltau gab es eine 0:3 (0:2)-Niederlage. Dabei erwies sich insbesondere Hassan Turgut als zu stark für die Westerceller. Der Soltauer markierte alle drei Treffer.

Christopher Menge 19.08.2018

Noch ein Haken, noch ein Haken und noch ein Haken – und dann rein ins Glück. In der 79. Minute avancierte Marvin Dorin zum Matchwinner im Derby der Fußball-Bezirksliga. Er erzielte nach Vorlage von Robin Ohlde aus kurzer Distanz den Siegtreffer für den SC Vorwerk beim SC Wietzenbruch. Etwa 200 Zuschauer wollten das Spiel am Samstagnachmittag sehen, sie wurden über weite Strecken aber enttäuscht. Den Vorwerkern war das aber ziemlich egal. Auf dem Maschseefest in Hannover wurde der 1:0-Derbysieg ausgiebig gefeiert.

Christopher Menge 19.08.2018

TS Wienhausen mausert sich zum Kreisliga-Derbykönig. Auch im zweiten Flotwedel-Duell beim TuS Bröckel siegte die Turnerschaft mit 2:0. Vor zwei Wochen musste sich bereits Langlingen geschlagen geben.

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