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Fußball regional Drahtseilakt des VfL Westercelle geht bei "Moorteufeln" weiter
Sport Fußball regional Drahtseilakt des VfL Westercelle geht bei "Moorteufeln" weiter
17:16 03.05.2018
Von Heiko Hartung
Kai Broschinski (links) traf im Hinspiel gegen Bornreihe für Westercelle. Diesmal könnte er als einzige Spitze auflaufen. Quelle: David Borghoff
Westercelle

Über die Kicker aus dem Teufelsmoor nördlich von Bremen wurde in den vergangenen Monaten viel geschrieben: Lange stand Bornreihe tief im Tabellenkeller. In der Winterpause dann der große Umbruch: Mit Sasa Pinter kam ein neuer Trainer, der in der Jugendabteilung von Werder Bremen und zuletzt beim Fünftligisten Bremer SV gearbeitet hatte. Der neue Mann an der Linie brachte von dort eine Handvoll Spieler mit, wie den Abwehr-Experten André Waldau oder Artur Degtjarenko (fünf Tore in zwölf Spielen) – und plötzlich lief es. Die Folge: Bornreihe startete durch bis auf Platz sechs.

Dass Westercelle gegen die Mannschaft der Stunde nicht von vornherein das Handtuch werfen muss, bewiesen die Schwarzgelben vor vier Wochen beim 1:1 auf eigenem Platz gegen die „Moorteufel“. „Wir sind auch diesmal nicht chancenlos“, sagt auch VfL-Trainer Axel Güllert. Hart trifft seine Elf allerdings der Ausfall von Stürmer Nils Wittenberg und dem schnellen Mittelfeldmann Alexander Laube, die sich am vergangenen Wochenende gegen Emmendorf jeweils ihre fünfte Gelbe Karte abholten und gegen Bornreihe gesperrt sind. „Das tut weh, zumal beide gut drauf sind“, sagt Güllert. Vor allem sein Trainerkollege Heiko Vollmer war nach der Partie ziemlich sauer, da den beiden folgenreichen Verwarnungen Undiszipliniertheiten des Duos vorausgegangen waren. „In unserer Situation liegen die Nerven schon mal blank, aber man muss sich im Griff haben. Das werden wir in der Kabine sicherlich nochmal ansprechen“, so Güllert.

Unterstützung kommt wohl wieder aus der U19, was keine Schwächung bedeuten muss. „Bislang haben sich die Nachwuchsspieler nahtlos eingefügt“, so Güllert. Und das beim wackligen Drahtseilakt der Westerceller.

Viele angeschlagene Spieler und nachlassende Kräfte: Die „Englischen Wochen“ in der Fußball-Bezirksliga fordern auch bei den Celler Vertretern ihren Tribut. Dennoch sind die abstiegsbedrohten, aber noch „über dem Strich“ stehenden, SC Wietzenbruch und TuS Celle FC zum Punkten verdammt. Das wird für Aufsteiger Wietzenbruch gegen Tabellenführer Winsen (Luhe) besonders schwierig. Eine Niederlage des TuS Eschede bei der SG Scharmbeck-Pattensen würde für das Team von der Aschau bereits das fast sichere Bezirksliga-Aus bedeuten.

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Nach zwei Siegen in Folge steht der dritte Streich für die U19-Fußballer des VfL Westerceller in Aussicht – am morgigen Samstag tritt mit dem SSV Vorsfelde der Tabellenvorletzte der Niedersachsenliga um 16 Uhr zum Duell an. In der B-Junioren-Niedersachsenliga stammt der Westerceller Gegner geografisch zwar nicht aus derselben Region, dafür jedoch tabellarisch: Die sechstplatzierte VfL U17 ist bereits um 12 Uhr beim Tabellenvierten JFV RWD Rehden zu Gast.

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In der Fußball-Kreisliga kann es am Wochenende die erste Entscheidung geben. Sollte der SC Vorwerk in Sülze gewinnen, wäre die Kreismeisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksliga für die Elf von Stefan Mainka perfekt. Die Klärung der Abstiegsfrage hingegen muss noch warten. Die von vielen schon abgeschriebenen Kicker vom SV Dicle Celle halten durch den Sieg im kurdischen Derby beim FC Firat Bergen die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter am Leben. Ein echter Höhepunkt ist auch das Nachbarschaftsduell zwischen TSV Wietze und TuS Oldau-Ovelgönne.

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