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Fußball regional ESV Fortuna Celle: Fußballerinnen gehen "ohne Druck ins Spiel"
Sport Fußball regional ESV Fortuna Celle: Fußballerinnen gehen "ohne Druck ins Spiel"
17:04 09.03.2017
Celle Stadt

„Die Vorbereitung lief leider nicht optimal“, sagt Trainer Andreas Nieber. Wegen des schlechten Wetters und eines fehlenden Kunstrasenplatzes konnte er nicht so häufig mit den Mädels trainieren, wie er es geplant hatte. „Dazu kommen leider auch einige Ausfälle wegen Verletzungen und Krankheit“, sagt Nieber.

Vor allem die Erkältungswelle hat die Fußballmannschaft erreicht, gleich vier Spielerinnen müssen sich zunächst auskurieren und dürfen am Wochenende nicht auf dem Platz stehen. „Wir reisen mit einem recht schmalen Kader von 14 Leuten an“, sagt Nieber. Durch die Ausfälle von Trainingseinheiten und Testspielen fehle auch ein bisschen Spielpraxis. „Das wird nicht einfach für uns. Holstein Kiel ist ein starker Gegner, hat gegen Werder Bremen super gespielt und will unbedingt wieder aufsteigen.“

Nieber ist dennoch optimistisch und geht mit einem guten Gefühl ins kommende Spiel. Er plant gegen Kiel vor allem ein defensives Auftreten. Der ESV-Coach sieht aber großes Potenzial in den Celler Spielerinnen. „Die Mädels können super Fußball spielen. Ich versuche immer, das Training individuell anzupassen. Die Leistungsdichte ist enorm und ich denke, dass wir mit der Mannschaft noch einige Plätze aufholen können.“

Der ESV steht derzeit solide im Mittelfeld auf Platz acht. Nieber findet, dass die leistungsstarke Mannschaft noch mehr schaffen kann. Das Ziel für die zweite Saisonhälfte ist ganz klar die obere Tabellenhälfte. „Es wäre schön, wenn wir am Ende zwischen Platz zwei und fünf landen“, sagt der Trainer.

Die Stimmung im Team sei trotz des Trainerwechsels gut. Nachdem sich die Wege des ESV Fortuna Celle und des ehemaligen Trainers Karlheinz Harde kürzlich getrennt haben, hat Nieber, der bis vor Kurzem die zweite Mannschaft betreut hatte, das Team übernommen. Er leitet den Celler Fußball-Regionalligisten nun auf jeden Fall bis zum Ende der Saison.

„ESV-Spartenleiter Jens-Marcus Klebe sucht weiterhin nach einem neuen Trainer, aber mitten in der Saison ist das nicht so einfach“, sagt Nieber. Man müsse abwarten, wie die Mannschaft auf den Trainerwechsel reagiert. „Im Wesentlichen schauen die Mädels nach vorne. Das Gute ist, dass wir jetzt ohne großen Druck an das nächste Spiel rangehen können und einfach Spaß am Fußballspielen haben.“

Von Jessica Poszwa