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Fußball regional ESV Fortuna Celle legt Elstern drei Eier ins Nest
Sport Fußball regional ESV Fortuna Celle legt Elstern drei Eier ins Nest
18:10 29.09.2013
Von Heiko Hartung
Vor zwei Wochen gegen Werder Bremen II agierte Lisa Zimmermann (rechts) oft unglücklich. Gestern in Bergedorf wurde sie mit einem Doppelpack zur Matchwinnerin. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Celle ging mit der gleichen Startelf wie beim Heimsieg gegen Immenbeck vor einer Woche in die Partie. Vor einer „Handvoll Zuschauer“ stimmte die Einstellung bei den Cellerinnen jedoch zunächst überhaupt nicht. „Da war keine Aggressivität in den Zweikämpfen und in vielen Situationen hat es viel zu lange gedauert, bis bei uns der Groschen gefallen ist“, so Wittrin.

Ganz anders die Hamburgerinnen, die über ihre pfeilschnellen Außenspielerinnen die Fortuna-Abwehr immer wieder unter Druck setzten. Und so fiel auch das 1:0 (12. Minute)für den Vorjahresfünften aus der Hansestadt durch Kathrin Miotke nach einer Eingabe vom linken Flügel. „Danach hätte Bergedorf ein, zwei Tore nachlegen können“, berichtet Co-Trainer Wittrin. Doch mit ein wenig Glück blieben die Cellerinnen im Spiel. Und dank einer gelungenen Einzelaktion von Stürmerin Lisa Zimmermann hieß das Fazit zur Halbzeit „Nichts passiert“: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld durch Isabell Waßmann gelangte der Ball zu Zimmermann, die mit der härteren Gangart in der dritten Liga bislang überhaupt nicht zurechtgekommen war. Gestern spielte sie ihre Technik und Abgeklärtheit vor dem Tor endlich wieder aus und umspielte nach einem Alleingang Bergedorfs Torhüterin Jennifer Weber und schob locker ein – 1:1 (41. Minute).

Nach der Pause trat Celle wie ausgewechselt auf. Endlich waren die Reihen wieder geschlossen. Die „Elstern“, wie die Bergedorferinnen wegen ihrer schwarz-weißen Spielkleidung genannt werden, machten zwar Druck, aber die Eier legten ihnen die Cellerinnen ins Nest. Zuerst war es Stürmerin Jana Völker, die den ESV mit einem Schuss aus 20 Metern in Führung brachte (49.). Wittrin: „Eigentlich muss sie quer spielen, aber wenn Eigensinn erfolgreich ist, kann ich damit leben.“

Kurz vor dem Ende machte erneut Zimmermann alles klar. Da hatte Bergedorf längst die Viererkette aufgelöst und alles nach vorne geworfen – allerdings erfolglos. „Es ist bei uns zwar noch nicht alles Gold was glänzt, aber vom Kampf her sind wir in der Liga angekommen“, war Wittrin zufrieden. Schöne Momentaufnahme: Weil einige Teams erst diese Woche spielen, kletterte Celle vorerst auf den vierten Tabellenplatz.