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Fußball regional ESV Fortuna Celle muss auswärts improvisieren
Sport Fußball regional ESV Fortuna Celle muss auswärts improvisieren
19:27 21.04.2016
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Relativ stressfrei geht das Team des Fußball-Regionalligisten des ESV Fortuna Celle das Restprogramm der Saison an. „Ich denke, dass es nach dem Sieg am vergangenen Spieltag Planungssicherheit gibt“, sagt Trainer Klaus Much. „Zu den Abstiegsrängen haben wir jetzt acht Punkte Vorsprung. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn die nicht für den Klassenerhalt reichen.“

Und dennoch ist der Coach, der zum Ende der Spielzeit sein Amt in andere Hände geben wird, noch einmal voll gefordert. Denn vor der Auswärtspartie beim Tabellenzweiten SV Werder Bremen II (Sonntag, 14 Uhr) drückt der personelle Schuh mächtig. Mit Lisa Zimmermann, Laura Kantert, Jacqueline Dickhut, Jan Völker und Anna-Sophie Gonska drohen gleich mehrere Spielerinnen auszufallen. „Da bin ich mal wieder als Improvisateur gefragt“, sagt der Coach und fügt mit einem Lächeln an: „Aber da bin ich ja ein ganz Großer drin.“

Dass das automatisch einige Umstellungen innerhalb des Teams nach sich zieht, bereiten ihm aber keine Sorgen. „Wir haben in dieser Saison schon einige schlechte Spiele mit komplettem Kader gemacht, dafür aber einige gute, wenn wir personell geschwächt waren. Insofern werden wir auch am Sonntag eine gute Lösung finden.“ Und auch die Tatsache, dass es gegen ein Topteam geht, lässt bei Much keine Sorgenfalten aufkommen: „Umso besser der Gegner, umso besser für uns. Denn dann spielen wir auch besser“, so der ESV-Trainer. „Das haben wir in dieser Saison schon einige Male bewiesen. Gegen Mannschaften von oben haben wir – bis auf wenige Ausnahmen – eigentlich immer ganz gut ausgesehen.“ Das einzige Problem, dass er am Sonntag sieht, ist der Belag, auf dem die Partie ausgetragen werden wird: Es wird in Bremen auf einen Kunstrasen gespielt. „Das ist für meine Spielerinnen sehr ungewohnt und immer eine größere Umstellung.“

Das macht die Aufgabe gegen eine der besten Mannschaften der Liga nicht einfacher. „Aber wir haben nichts zu verlieren und können völlig befreit aufspielten“, macht Much Mut und erinnert an das Hinspiel vor knapp vier Wochen. Da hatte das ESV-Team dem klaren Favoriten lange Paroli geboten und die Bremerinnen dicht vor deren dritter Saisonniederlage gehabt. Am Ende hatten die Fortunen knapp und unglücklich mit 1:2 verloren. Ein guter Grund, es dieses Mal besser zu machen.